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©Christine Junker ©Christine Junker

Kursnummer: C12030

Info: Warum eigentlich ist "Gender" ein Thema für die Literatur bzw. die Literaturwissenschaft?
Natürlich denken viele zunächst einmal an den männlich dominierten literarischen Kanon, der eine kritische Betrachtung unter geschlechterspezifischer Fragestellung geradezu provoziert. In diesem Vortrag stellt dieser Befund allerdings nur den Ausgangspunkt für viel spannendere Aspekte des Gender-Diskurses in Literatur und Literaturwissenschaft dar.
Zum einen soll die Darstellung der Frau als literarische Figur beleuchtet werden. Hier regt Literaturwissenschaftlerin Christina Gößling-Arnold zu einem neuen, bewussteren Lesen kanonisierter Texte an, zu einer (Re-)Lektüre, zu einem "Gegen-den-Strich-Lesen", das die Art und Weise, wie stereotype Frauenbilder in der Literatur generiert werden und wie sie das (Unter-)Bewusstsein der Rezipientinnen und Rezipienten determinieren, reflektiert. Diese Aufforderung wird bereits in den literaturwissenschaftlichen Strömungen der 70er Jahre formuliert und hat bis heute nichts an Aktualität und Notwendigkeit verloren.
Zum anderen werden im zweiten Teil des Vortrags ausgesuchte Romane von Toni Morrison, Marlene Streeruwitz und Elfriede Jelinek vorgestellt, die mit ihrer Darstellung der Frau in der Gesellschaft neue Impulse setzen, sowohl für die Gattung des Romans als auch für den gesellschaftlichen Geschlechterdiskurs. Die Rezeption der Romane durch die Literaturkritik wird ebenfalls beleuchtet, wirft sie doch ein erhellendes Licht auf den teilweise immer noch männlich dominierten Literaturbetrieb.
Im Anschluss des Vortrags steht die Referentin gern für Rückfragen und Anmerkungen zur Verfügung und freut sich auf die Diskussion mit Ihnen.

Kosten: 5,00 €





Datum Zeit Straße Ort
Do. 29.04.2021 19:30 - 21:00 Uhr   VHS-Online