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Bei der Suche nach Stichwort "geschichte" wurden folgende Kurse/Veranstaltungen gefunden:

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Kurs abgeschlossen vhs.wissen live: Ist Geschichte gestaltbar? (E11450)

Mo. 30.01.2023 19:30 - 21:00 Uhr
Dozenten: Kurt Bayertz, Patrick Bahners

Die Idee, dass Menschen ihre Geschichte machen oder gestalten können, ist aus dem politischen Leben nicht verschwunden. Im Gegenteil scheint sie angesichts der akut gewordenen globalen Probleme wie dem Klimaschutz eine Art Wiedergeburt zu erleben.
»We are here to make history« – mit diesen Worten stimmte 2014 der damalige Generalsekretär der Vereinten Nationen, Ban Ki-moon, die Regierungsvertreter auf den Klimagipfel in New York ein. Nicht nur Regierungsvertreter und Politiker, auch Bürger und Aktivisten erheben den Anspruch, Geschichte gestalten zu können. Aber die Vorstellung, dass menschliches Handeln sich nicht innerhalb einer vorgegebenen kosmischen Ordnung oder am Leitfaden einer göttlichen Vorsehung abspielt, ist verhältnismäßig jung: Sie ist ein Produkt der Aufklärung. Und unumstritten war sie zu keinem Zeitpunkt. Im Gegenteil: Von Beginn an war sie mit grundsätzlichen, teils religiös, teils philosophisch, teils empirisch motivierten Bedenken konfrontiert.
Kurt Bayertz lehrte bis 2017 praktische Philosophie an der Universität Münster. Für sein Buch „Der aufrechte Gang – Eine Geschichte des anthropologischen Denkens“ wurde er mit dem Tractatus-Preis für philosophische Essayistik ausgezeichnet.
Patrick Bahners ist Journalist im Feuilleton der FAZ. Er hatte Lehraufträge am Historischen Seminar der Universität Bonn und am Institut für Literaturwissenschaft der Universität Frankfurt am Main inne. 2003/2004 war er Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin. 2012 hatte er die Dahrendorf-Gastprofessur an der Universität Konstanz inne.
Eine Anmeldung bis 24 Stunden vor Veranstaltungsbeginn ist erforderlich.
Online-Veranstaltung zur Einzelnutzung durch Teilnehmende: Die Teilnehmenden melden sich an und bekommen einen Zugangslink zugesendet. Einmalig ist dazu der kostenlose Download von http://zoom.us erforderlich.

Anmeldung möglich Der Flugplatz Gütersloh von 1937 bis 2013 (E11470)

Do. 23.03.2023 19:00 - 20:30 Uhr
Dozent: Norbert Ellermann

Im Zuge der Aufrüstung des Dritten Reiches wurde nach zweijähriger Bauzeit im April 1937 der Flugplatz Gütersloh an die Luftwaffe der Deutschen Wehrmacht übergeben, die ihn bis März 1945 nutzte. Nach der Einnahme des Flugplatzes durch US-Truppen im April 1945 wurde die Anlage ein paar Monate später den Briten übergeben, die ihn bis 1993 für die Royal Air Force und danach bis 2013 für die British Army betrieben. Nach dem Abzug der Briten im Jahr 2016 wird ein Teil des ehemaligen Flugplatzgeländes für die Natur reserviert sein, ein anderer Teil einer gewerblichen Nutzung zugeführt werden.
Der reich illustrierte Vortrag gibt einen Überblick über die wechselvolle Geschichte des Flugplatzes.

Plätze frei Schulgeschichte(n) in der Innenstadt (E11555)

So. 02.04.2023 15:00 - 16:30 Uhr
Dozent: Dr. Franz Jungbluth

Als in Gütersloh 1818 die erste städtische Volksschule eingerichtet wurde, reichte ein großer Klassenraum, um die Kinder der unter 2.000 Einwohner:innen zu „beschulen“. Zum Ende des 19. Jahrhunderts hatte die wachsende Stadt nicht nur zusätzliche Volksschulen eingerichtet, sondern beherbergte zwei weiterführende Schulen mit überregionalem Einzug und ein Lehrerfortbildungsseminar. Der Rundgang beleuchtet die Geschichte und Entwicklung der heute noch in der Innenstadt bestehenden Schulen und führt zu einigen verschwundenen oder heute umgenutzten Bildungsorten.
Anmeldeschluss: Freitag, 31.03, 11:00 Uhr

Anmeldung möglich Blücher, Volkening und der Taufengel - Auf den Spuren der preußischen Geschichte (E11575)

So. 16.04.2023 15:00 - 16:30 Uhr
Dozent: Dr. Franz Jungbluth

1815 wurde Gütersloh als Teil der Provinz Westfalen preußisch. Ein Wendepunkt, der sich für die Stadtgeschichte als glücklich herausstellen sollte. Zumindest wurde die Entwicklung vom beschaulichen Kirchdorf zur florierenden Stadt mit Bahnanschluss und Gymnasium durch diese Zugehörigkeit deutlich befördert. Vor dem Hintergrund verwundert es nicht, dass das Gütersloher Bürgertum überwiegend große Sympathien für die Hohenzollernherrschaft hegte. Die Stadtführung führt zu verschwundenen und noch sichtbaren Andenken an die Gütersloher "Preußenzeit", erläutert die engen Beziehungen der Dalkestadt zu gleich zwei gekrönten Häuptern und mutmaßt, dass selbst der Ruf Güterslohs als "evangelisches Nazareth" ohne die preußische Monarchie nicht begründet worden wäre.

Anmeldeschluss: Freitag, 13.04., 11:00 Uhr

Anmeldung möglich Von der Heilanstalt zum neuro-psychiatrischen Zentrum. Rundgang über das Gelände (E11576)

So. 04.06.2023 14:00 - 16:15 Uhr in LWL-Klinikgelände, Treffpunkt Schranke hinter Haus 1
Dozent: Dr. Franz Jungbluth

Seit etwas mehr als 100 Jahren hat Gütersloh eine psychiatrische Klinik. Bei ihrer Eröffnung kurz nach dem Ersten Weltkrieg brach die „Provinzial-Heilanstalt“ bewusst mit den großen Verwahranstalten des 19. Jahrhunderts: statt Wegsperren und Zwangsjacken setzte das Konzept des Gründungsdirektors Hermann Simon auf Arbeitstherapie und ein geregeltes soziales Leben. Statt großflächiger Kasernenbauten wurden die Behandelten in pavillonähnlichen Häusern inmitten eines großzügigen Parks untergebracht. Der Park ist heute noch erhalten und ein Gang über das Geländen ist gleichzeitig eine Spurensuche nach den inhaltlichen, organisatorischen und baulichen Entwicklungen, die die Gütersloher Psychiatrie im Laufe ihrer hundertjährigen Geschichte geprägt haben. An das dunkelste Kapitel – die Verschleppung von über 1.000 Patient*innen in Tötungsanstalten während der NS-Zeit – erinnert seit 2014 eine Gedenkstätte in der klinikeigenen Kreuzkirche, deren Besuch ebenfalls Bestandteil der Führung ist.
Anmeldeschluss: Freitag, 3. 06., 11:00 Uhr

Anmeldung möglich Sechs Ideen, die die Welt bewegen. Eine Reise durch die Geschichte der Philosoph (E13055)

Mi. 15.02.2023 (18:00 - 19:30 Uhr) - Mi. 22.03.2023
Dozent: Jürgen Wolf

Die Reise durch die Geschichte der Philosophie geht weiter! Wir starten wieder in der griechischen Antike, nun mit Epikur, dem Philosophen der Lust, gehen dann ins Mittelalter zu dem afrikanischen Kirchenvater Augustinus, dem „Entdecker des Ich“, und beenden unsere Reise im Kopenhagen des 19. Jahrhunderts mit Kierkegaard, der den Systembauern vorwarf den einzelnen Menschen zu übergehen, auf den es aber als solchen doch ankomme. Neu wird sein, dass wir uns mehr Zeit nehmen wollen für die einzelnen Klassiker. Jeweils in der zweiten Doppelstunde wird eine Philosophin zu Wort kommen. Zu Epikur wird das Martha Nussbaum sein, zu Augustinus Hannah Arendt und zu Kierkegaard Elfriede Tielsch. Ein Padlet mit vielerlei Materialien wird den Kurs begleiten. Eine Vorbereitung ist nicht erforderlich.

Plätze frei Wissenschaft trifft Schule: Biografisches Erzählen als eine Suche (E17070)

Di. 14.02.2023 19:00 - 20:30 Uhr
Dozentin: Julia Winterboer

„In mir gibt es einen ganz tiefen Brunnen. Und darin ist Gott. Manchmal ist er für mich erreichbar. Aber oft liegen Steine und Geröll auf dem Brunnen und dann ist Gott begraben. Dann muss er wieder ausgegraben werden. (…) Es gibt auch Menschen, die den Kopf senken und in den Händen verbergen, ich glaube, diese Menschen suchen Gott in sich selbst.“ – Etty Hillesum

Was heißt es an etwas oder jemanden zu glauben? Überhaupt zu glauben?
Durch die Geschichte hindurch stellen sich immer wieder Menschen diese Frage und beantworten sie mit ihrem Suchen und Leben unterschiedlich. Die jüdisch geprägte Studentin Etty Hillesum beschreibt das Gespräch mit Gott als ein Gespräch wie zu sich selbst oder zu einer guten Freundin. In ihren Tagebüchern sucht sie sich selbst, Gott und einen tragfähigen Umgang mit ihren Mitmenschen – in der Zeit des Nationalsozialismus.
Anhand einzelner Passagen ihrer Erzählung und im Hinblick auf biografisches Erzählen, was für religiöse Andockpunkte es im Hier und Jetzt gibt, bietet Julia Winterboer an diesem Abend das Gespräch und den Austausch an.
Als Christin arbeitet sie seit 2016 in der katholischen Hochschulgemeinde Bielefeld, ist Mitautorin des Buches „Weil Gott es so will. Frauen erzählen von ihrer Berufung zur Diakonin und Priesterin“ und setzt sich aktiv mit der Frage nach Berufung von Menschen, insbesondere Frauen auseinander. Am Ende ihrer eigenen Schulzeit hätte sie es nicht für möglich gehalten, sich als praktizierende Christin zu bezeichnen. Inzwischen kann sie sich für sich selbst ein Leben „ohne“ nicht mehr so gut vorstellen.

Keine Internetanmeldung möglich Jeder Künstler ist ein Mensch - Zum Selbstporträt in der Kunst des 20. Jahrhunde (E18445)

Do. 09.02.2023 09:30 - 13:00 Uhr
Dozenten: David Riedel, N.N.

Spätestens seit Dürer gehört das Genre des Selbstbildnisses zu den wichtigsten Zeugnissen eines Künstlers und seines Schaffens - dem Thema haben sich Künstlerinnen und Künstler jedoch mit unterschiedlicher Intensität und Begeisterung gewidmet. Im 20. Jahrhundert erfährt es durch die Erschütterungen in der Welt- und Kunstgeschichte, aber auch durch einen veränderten Blick des Menschen auf sich selbst eine bedeutsame Entwicklung. Ausgehend von den Werken der Expressionisten und vor allem Max Beckmann weitet sich der Blick auf Künstler wie Andy Warhol oder Martin Kippenberger - ein fokussierter, aber alles andere als vollständiger Blick auf wichtige Positionen des Selbstporträts in der modernen und zeitgenössischen Kunst.

Keine Internetanmeldung möglich "Die Entstehung der Götter" - Antike Religionen und ihre Schöpfungsmythen (E18450)

Do. 23.02.2023 09:30 - 13:00 Uhr
Dozentin: Dr. Birgitta Hübner

Wie kommen die Götter in den Himmel?
Die Götter im Himmel, die Menschen auf Erden?
Sind die Götter wirklich im Himmel, oder haben wir sie da nur verortet?
Der Vortrag betrachtet Religionen einiger großer Kulturen und richtet dabei den Fokus gezielt auf Schöpfungsmythen, um schließlich in Bezug auf das Christentum und Mysterienreligionen des Orients vorhandene Adaptionen herauszustellen. 
Der homo sapiens hat zu allen Zeiten in unterschiedlichen Geographien "Religion" entstehen lassen.
Von zentraler Bedeutung war dabei die Auseinandersetzung mit der Natur, der die Menschen bedingungslos ausgeliefert waren.
Sie lernen diese mehr und mehr zu beherrschen und ihren Fähigkeiten zu vertrauen.
Die Unbegreiflichkeit des Seins stellt dem Menschen der Vorzeit viele Fragen.
Antworten darauf gaben ihm die Götter - die er selbst geschaffen hatte.
Es ist nicht verwunderlich, dass sich Schöpfungsmythen unterschiedlicher Kulturen sehr ähnlich sind und nachfolgende Generationen diese tradieren.
Im Fokus stehen:
- Mesopotamien
- Ägypten
- Griechenland
- Rom
Geschichten über Götter sind die Geschichten der Menschen.
Ihre Existenz und das Leben an sich zu verstehen, erwachsen aus dem ureigensten Bedürfnis um das Verständnis von Leben und Tod:
Wo komme ich her? Wo gehe ich hin?
 
Der Titel ist der Theogonie des Hesiod entnommen, der im frühen 7. Jahrhundert vor Christus lebte. Seine Werke sind neben der Ilias und Odyssee von Homer, die Hauptquellen für unser heutiges Wissen über die griechische Mythologie sowie das Alltagsleben seiner Zeit.
 
 

Keine Internetanmeldung möglich Erinnern für die Zukunft? Historische Perspektiven und aktuelle Herausforderunge (E18451)

Do. 09.03.2023 09:30 - 13:00 Uhr
Dozent: Dr. Franz Jungbluth

Bis in die späten 1970er Jahre war die Aufarbeitung des NS-Regimes jenseits der großen Kriegsverbrecherprozesse kein Thema in der deutschen Öffentlichkeit (oder im Schulunterricht). Heute ist sie in vielen Medien, Kommunen und Schulen so präsent, dass einige Stimmen bereits vor einer ritualisierten Inhaltsleere der Erinnerung warnen. Die Vorlesung beschreibt die Geschichte von Aufarbeitung und Gedenken in den letzten Jahrzehnten. Aktuelle Beispiele aus großen Gedenkstätten und der Region illustrieren, welche Probleme die teilweise wahrgenommene „Übersättigung“ in Medien und Gesellschaft oder das Versterben der letzten Zeitzeug*innen bedeuten – und wie eine zeitgemäße Erinnerungskultur diese Herausforderungen bewältigen kann.



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