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Veranstaltungen am 09.05.2019:

Kurs abgeschlossen Hildesheim - Zentrum mittelalterlicher Sakralkunst (A18510.92)

Do. 09.05.2019 08:30 - 20:00 Uhr
Dozenten: Monika Abel, Dr. Frank Duwe

St. Michaelis und der Dom St. Mariä Himmelfahrt in Hildesheim sind zwei herausragende Beispiele romanischer Baukunst (UNESCO-Welterbe). Die beiden Kirchenbauten repräsentieren auf einzigartige Weise die künstlerische und geistige Blüte des deutschen Mittelalters im Heiligen Römischen Reich. Schon in spätottonischer Zeit gelang es Bischof Bernward (Amtsantritt 993), einem der herausragenden Theologen und Intellektuellen seiner Zeit, in Hildesheim mit der Domschule ein geistlich-geistiges Zentrum zu begründen, welches auch die Bereiche der Architektur und Kunst umfasste. Die Kirche St. Michaelis und der Mariendom sind zwei bedeutende Beispiele hierfür und legen mit ihrer kunsthistorischen Bedeutung in europäischen Dimensionen ein außergewöhnliches Zeugnis von der Stellung des Hildesheimer Zentrums ab. Der erste Dombau entstand bereits ab 872 und gehört trotz späterer, zum Teil eingreifender Veränderungen zu den ältesten Bischofskirchen in Deutschland und Europa, auch wenn Bernward selbst die Fertigstellung nicht mehr erlebte. Neben der Architektur sind vor allem Kunstwerke von hohem Rang mit diesem Ort verbunden, etwa die Bernwardstür aus dem Jahre 1015 mit Darstellungen aus der Heilsgeschichte oder die Christussäule aus dem Jahre 1020. An seinen Außenmauern wartet der Dom mit einer weiteren Sehenswürdigkeit auf: Ein der Legende nach tausendjähriger Rosenstock wächst dort – Wahrzeichen der Stadt Hildesheim. Früher als der Dom wurde kurz vor dem Tod Bernwards im Jahr 1022 ein Teil der St. Michaeliskirche geweiht, vielfach als die schönste frühromanische Kirche Deutschlands betitelt. Die Basilika, ein Paradebeispiel der ottonisch-salischen Reichskirchen, ist auch wegen ihrer einzigartigen Holzdecke aus dem 13. Jahrhundert berühmt, eine auf 1300 Eichenbohlen gemalte Genealogie Christi.