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Programm / Programm / Mensch und Gesellschaft / Seniorenuni
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Anmeldung auf Warteliste Seniorenuni an der Volkshochschule Gütersloh im Studienjahr 2019/2020 (B18510)

Do. 26.09.2019 (09:30 - 13:00 Uhr) - Do. 07.05.2020
Dozentin: Monika Abel

Philosophie, Medizin, Kunst, Kultur-, Natur-, Literatur-, Rechts-, Wirtschafts-, Musik- und Geschichtswissenschaften bilden den inhaltlichen Rahmen eines akademisch orientierten Studienganges für Senioren an der Volkshochschule Gütersloh. In Vorlesungen werden interessante Inhalte, aktuelle Forschungsergebnisse und prägnante Themen aus den verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen im Sinne eines "Studiums generale" vorgestellt und diskutiert. In begleitenden Kolloquien können diese Inhalte und Kenntnisse vertieft werden.
Darüber hinaus regen Seminare zur aktiven Mitarbeit an, und eine Studienexkursion führt kurz vor dem Ende des Studienjahres nach Essen.
Im Laufe des Studiums besteht die Möglichkeit, dass sich die Studierenden eines ihnen persönlich wichtigen wissenschaftlichen Themas annehmen, das sie während der beiden Semester selbstständig alleine oder in einer Kleingruppe erarbeiten und am Ende des Studienjahres präsentieren.

Das Programm:
Vorlesungen und Kolloquien jeweils von 9.30-13.00 Uhr

Dies sind die Themen des Studienjahres 2018/2019:

Der Schwund christlichen Glaubensgutes in der Moderne liegt nicht unwesentlich daran, dass die katholische Kirche den Schlüssel zur modernen, naturwissenschaftlichen Sicht auf die Welt und die Dinge nicht haben wollte und sich über ein Jahrhundert dieser neuen Weltwahrnehmung verschloss. Die Päpste verboten zwischen ca. 1850 und 1957 (Pius IX. bis Pius XII.) im sogenannten Antimodernismusstreit ihren Theologen die notwendige theologische und geistig-religiöse Durchdringung der naturwissenschaftlichen neuen Weltsicht und Erkenntnisse. Die offizielle Kirche blieb im mittelalterlichen, klerikal-herrschaftlichen Denken der (Neu-)Scholastik verhaftet.
Warum?
Die tonangebenden Kreise der Kirche versteiften sich auf die Weltsicht der Bibel (z.B. die Welt wurde in sechs Tagen von Gott geschaffen, die Sonne dreht sich um die Erde, der Mensch ist die Krone der Schöpfung; Gott spricht zu den Menschen), wie sie von der frühen Kirche bis zur Hochscholastik mit Akribie entwickelt wurde.
Die grundlegenden Erkenntnisse von Nikolaus Kopernikus (1473-1543), Galileo Galilei (1564-1642), Johannes Kepler (1571-1630) galten daher eher als vom Teufel eingeflüstert, so dass sich die Inquisition darum kümmern musste.
Immanuel Kants (+ 1804) "Kritik der reinen Vernunft" begründete dann, dass zwischen den naturwissenschaftlichen, philosophischen und theologischen Denkhori-zonten und den damit jeweils verbundenen Kompetenzen zu unterscheiden ist.
Und als Charles Darwin (1809-1882) um 1850 entdeckte, dass die Evolution eine dominierende Rolle spielt (woraus die Behauptung abgeleitet wurde: der Mensch stamme vom Affen ab!), war die Gesprächsbereitschaft auf null gesunken. Innerkirchliche Denker wie der "Vater der modernen katholischen Kirchengeschichtsschreibung" Alfred Firmin Loisy (1857-1940) oder der geachtete Paläontologe und Jesuit Pierre Teilhard de Chardin (1881-1955) wurden entweder exkommuniziert oder mit Lehr- und Publikationsverbot auf Lebenszeit belegt.

Keine Internetanmeldung möglich Musica Sacra (B18510.2)

Do. 10.10.2019 09:30 - 13:00 Uhr
Dozent: Thomas Sander

Eine musikalische Reise durch die Epochen Renaissance, Barock, Klassik, Romantik und Moderne mit geistlichen Werken unterschiedlicher Besetzungen. Die Teilnehmenden erfahren dabei Wissenswertes über Oratorien, Passionen, Requien, Kantaten, Motetten und andere musikalische Gattungen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der eingehenden Betrachtung des Wort-Ton-Verhältnisses, unterschiedlicher Techniken und musikalischer Ausdrucksmittel der jeweiligen Epoche.

Keine Internetanmeldung möglich Das Gehirn - Intelligenz, Bewusstsein, Gefühl (B18510.2.1)

Do. 17.10.2019 8:30 - 19:00 Uhr
Dozentin: Monika Abel

"Ohne zentrale Steuerung funktioniert bei den meisten Lebewesen nichts. Im Gehirn werden sämtliche Reize verarbeitet. Die Persönlichkeit formt sich, Gefühle entstehen, Pläne werden geschmiedet und Traumwelten erschaffen. Entdecken Sie auf 1.200 Quadratmetern die anatomische Vielfalt und die enormen Leistungen dieses komplexen Organs. Im Fokus der Ausstellung stehen neben dem Menschen auch die künstliche Intelligenz und die Welt der Tiere.
Was ist eigentlich Intelligenz und wie kann man sie messen? Dies sind nur zwei der spannenden Fragen, um die sich die Ausstellung dreht. Lassen Sie sich von handwerklich begabten Tieren, von kreativen Maschinen und sogar von lernfähigen Pflanzen überraschen. Neben intelligenten Strategien sichern auch Emotionen das Überleben indem sie als schnelle Entscheidungshilfen dienen. Obwohl im Körper wahrgenommen, entstehen Gefühle wie Angst, Wut und Freude im Gehirn und werden stark von Erfahrungen geprägt. Besonders in sozialen Gemeinschaften ist es wichtig die Emotionen der Anderen richtig zu lesen.
Die Grenzen der Sinne bestimmen die Grenzen der eigenen Realität. So erleben Schlangen durch den Infrarotsinn und Fledermäuse per Echoortung ganz eigene Wirklichkeiten. Auch die Wahrnehmung des Menschen ist sehr individuell. Über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten. Denn das Repertoire der persönlichen Geschmacksrezeptoren ist sehr variabel, wie auch die Erinnerungen, die die Einordnung des Geschmacks bestimmen.
Der wahrgenommene Ausschnitt der Welt wird zudem stark von Interessen und so letztlich von der eigenen Aufmerksamkeit geformt. Letztere lässt sich aktiv lenken, am besten hin zur Sonderausstellung ´Das Gehirn´!"

Keine Internetanmeldung möglich Unser blauer Planet Erde - "Gefahren aus dem All" (B18510.3)

Do. 31.10.2019 09:30 - 13:00 Uhr
Dozent: Prof. Dr. Wolfram Winnenburg

Kosmische Kollisionen sind ein universales Phänomen der Natur, sie reichen von der Wechselwirkung subatomaren Teilchen bis zu kollidierenden Galaxien und Galaxienhaufen. Die Kollisionen können erzeugende oder zerstörerische Wirkung haben, voller Dynamik und blendend schön sein.
In der Frühzeit des Sonnensystems stürzten viele Asteroiden auf die jungen terrestrischen Planeten und den Erdmond. Auf der Erdoberfläche sind kaum noch Spuren aus dieser Zeit vorhanden, da Plattentektonik und Erosion die Erdkruste fortwährend umwälzen. Auf dem Mond jedoch wurden diese Narben konserviert. Aus dieser Zeit stammen die heute noch sichtbaren großen Einschlagkrater und die meisten der Hochlandkrater.
Aber auch in der jüngeren Zeit kommt es zu Kollisionen mit unserer Erde. Die Erde bewegt sich bei ihrer jährlichen Bahn um die Sonne durch einen Schwarm von kosmischem und auch - als negative Folge des Raumzeitalters - von anthropogenem "Schrott". Insbesondere mögliche Kollisionen mit NEOs - Kometen und Asteroiden - sind eine Gefahrenquelle. Denn von den etwa 10.000 entdeckten Asteroiden gelangen etwa 1.500 Asteroiden mit D > 1 km zeitweise in Erdnähe.

Keine Internetanmeldung möglich Bauhaus und Volkshochschule (B18510.3.1)

Do. 07.11.2019 09:30 - 13:00 Uhr
Dozentin: Dr. Donatella Chiancone-Schneider

Dieser Vortrag geht der Frage nach, welche Rolle die Frauen in einer vor hundert Jahren entstandenen, aber noch aktuell wirkenden künstlerischen Bewegung hatten. Wurde Weiblichkeit auch von den wegweisenden Meistern des Bauhauses mehr mit Haushalt als mit intellektueller Beschäftigung in Verbindung gebracht? Oder hatten Mädchen innerhalb dieser Schule die Chance, gleichwertig zu studieren, Karriere zu machen und gemeinsam an der aktiven Gestaltung der neuen Welt mitzuwirken?
Es geht auch um die Gemeinsamkeiten des Auftrags und gesellschaftspolitischen Selbstverständnisses des Bauhauses und der gleichzeitig entstandenen deutschen Volkshochschulen: Beide wurden gegründet, um breiteren Bevölkerungsschichten früher elitäre Güter (anspruchsvollen Wohnraum und höhere Bildung, also mehr Lebensqualität) zugänglich machen.

Keine Internetanmeldung möglich Familien und ihre Geheimnisse (B18510.4)

Do. 21.11.2019 09:30 - 13:00 Uhr
Dozentin: Gabriele Jaekel

Forschung und Medien haben in den letzten Jahren die Auswirkungen und psychischen Spätfolgen der traumatisierten Erlebnisse der Kriegsgenerationen In den Mittelpunkt gerückt.
Die sogenannte "braune Pädagogik", die Erziehungsideale des Naziregimes, verstärkten das Ausmaß der Traumatisierungen durch die Kriegserlebnisse, was bisher zu wenig beachtet wurde. Die Ergebnisse der Forschungen zeigen auf, dass die nie verarbeiteten traumatischen Erlebnisse der Eltern und Großeltern die nachfolgenden Generationen belasten und zu unterschiedlichen seelischen Folgen geführt haben.
Erst im Jahre 1980 entstand der Begriff der Posttraumatischen Belastungsstörung und wurde im amerikanischen Diagnose Manual aufgenommen.
Gabriele Jaekel, geb.1948 als Nachkriegskind, erzählt ihre Lebensgeschichte bis Ende des Jahres 1990. Das unheilvolle Schweigen der Eltern über Familiengeheimnisse, das Nazi-Regime und die Kriegszeit belastet sie und ihren Bruder und ist letzten Endes der Grund für die Zerrüttung der Familienbande. Sie will dieses belastende Erbe nicht an die nachfolgende Generation weitergeben, verstehen und verzeihen und endlich frei von Altlasten leben.

Keine Internetanmeldung möglich Archäologische Ausgrabung - Zutritt gestattet (B18510.5)

Do. 05.12.2019 09:30 - 13:00 Uhr
Dozentin: Dr. Birgitta Hübner

Das Interesse der Bevölkerung an archäologischen Ausgrabungen, spektakulären Funden und Grabungsergebnissen ist recht groß und ungebrochen. Doch der Zutritt zu wissenschaftlichen Untersuchung im Bereich der Bodendenkmalpflege ist nach wie vor problematisch und meistens nicht möglich.
So bleibt dem interessierten Laien oft nicht mehr als nur der Blick über den Zaun.
Die Veranstaltung bietet die Möglichkeit, den Archäologen einmal über die Schulter zu schauen und ihre Arbeit im Detail kennen zu lernen.
Dabei werden auch wissenschaftliche Methoden und Ergebnisse im Bereich der Luftbildarchäologie, Dendrochronologie, Paläogenetik und Isotopenanalysen zur Sprache kommen.
Am konkreten Beispiel der Ausgrabungen im Römerlager von Oberaden wird die Arbeit der Archäologen vorgestellt. Zu erfahren ist, wie die Wissenschaftler Schicht um Schicht in die Tiefe gehen, um dem Boden seine Geheimnisse zu entreißen.
Historischer Kontext:
Mit dem Bau römischer Militärlager, der Stützpunkte an der Lippe, versuchte Kaiser Augustus schon sehr früh, die Nordostgrenze seines Imperiums zu stabilisieren, um die Provinzialisierung der rechtsrheinischen Gebiete vorzubereiten.
Das Wissen um diese Ereignisse verdanken wir in erster Linie den umfangreichen archäologischen Ausgrabungen, die in unserer unmittelbaren Nachbarschaft durchgeführt werden.

Keine Internetanmeldung möglich Philosophinnen: Ein vergessenes Kulturerbe (B18510.6)

Do. 30.01.2020 09:30 - 13:00 Uhr
Dozentin: Dr. Andrea Reichenberger

Es gibt sie durchaus: Bücher von und Bücher über Philosophinnen. So schrieb 1740 Émilie Du Châtelet ein Buch über die Grundlagen der Naturphilosophie oder Christine Ladd-Franklin 1883 eine Algebra der Logik. Im Jahre 1775 erschien von Adem Friedrich Böhmen eine Geschichte berühmter Frauenzimmer. Fast hundert Jahre zuvor, 1690, hatte Gilles Ménage seine Historia mulierum philosopharum veröffentlicht, ein historisches Lexikon zu 65 Philosophinnen aus beinahe über 2500 Jahre (2019 bei Meiner in lat.-dt. neu aufgelegt). Der Pariser Intellektuelle Ménage sprach sich für die Berufung von Frauen in die Académie française aus und begründete dies mit dem Argument, dass Frauen durch ihre Beiträge die Wissenschaft und Philosophie enorm bereichert hätten. Wiewohl inzwischen zahlreiche Studien zu Werk und Wirken von Philosophinnen vorliegen, von Überblicksdarstellungen bis hin zu Einzelanalysen, bleiben ihre Namen bis heute in Lexika und Einführungen unerwähnt. Kein Wort von ihnen im Philosophieunterricht an Schulen, keine Beachtung in universitärer Forschung und Lehre – von wenigen Ausnahmen abgesehen. Als hätte es Philosophinnen nie gegeben.

In der Veranstaltung geht es darum, auf dieses vergessene Kulturerbe aufmerksam zu machen. Dabei geht es um mehr und um anderes als darum, eine Namensliste vorzustellen. Anhand ausgewählter Beispiele soll die Bedeutung dieser Denkerinnen herausgestellt werden. Von Elisabeth von Böhmens messerscharfer Kritik am Cartesischen Leib-Seele-Problem und Émilie Du Châtelets Kritik an Newton und Leibniz über Ilse Rosenthal-Schneiders neokantianischer Interpretation der Einsteinschen Relativitätstheorie und Agnes Maxseins Deutung des Apriori bis hin zu Bertha von Suttners Friedensphilosophie. Wer waren diese Frauen? Und warum sind sie nicht in gleicher Weise wie Descartes, Leibniz, Newton oder Kant in die Geschichte eingegangen, obwohl sie Geschichte schrieben?

Keine Internetanmeldung möglich Politisch motivierte Kriminalität (B18510.6.1)

Do. 13.02.2020 09:30 - 13:00 Uhr
Dozentin: Christiane Knirsch

Ob Linksextremismus, Rechtsextremismus oder Islamismus/Salafismus - eins haben diese Strömungen gemeinsam: Sie lehnen die in Deutschland geltende freiheitlich demokratische Grundordnung ab. Viele sind offen für die Begehung von Straftaten bis hin zur Anwendung von Gewalt, um ihre Ziele durchzusetzen. Die Polizei spricht von politisch motivierter Kriminalität, wenn Straftaten aus einer politischen Motivation heraus geschehen oder sich gegen den Staat richten. Doch wie lässt sich Extremismus erkennen, ab wann gilt jemand als Extremist und wie kann dem Radikalisierungsprozess vorgebeugt werden? Diese Fragen sollen im Rahmen der Veranstaltung anhand aktueller Zahlen und Definitionen sowie Präventionsansätzen beantwortet werden.



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