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Programm / Programm / Mensch und Gesellschaft / Politik und Gesellschaft
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Plätze frei Story Telling für Powerfrauen (B12015)

Mi. 11.03.2020 15:30 Uhr - 19:00 Uhr
Dozentin: Eva Bruno

Eigentlich ist die Situation kompliziert für Sie - Ihre Position ist infrage gestellt.
Mit einem Lächeln retten Sie sich in eine Story und Ihre kontrovers eingestellten Gesprächspartner hören gespannt zu.
Das ist der Effekt der Nested - Loop - Technik, einer durchaus erlernbaren Kunst.
Durch das Story Telling verschaffen Sie sich nicht nur eine Atempause, sondern auch Gehör für Ihr Hauptargument.
Für einen kleinen Imbiss in der Pause ist gesorgt.

Keine Internetanmeldung möglich Ein Spaziergang durch Weimars Altstadt (B20101)

Mi. 09.10.2019 15:30 - 17:00 Uhr
Dozent: Claus-Ulrich Ahl

Weimar ist vor allem für sein kulturelles Erbe bekannt.
Wer an Weimar denkt, dem kommen zunächst nur Goethe und Schiller in den Sinn, deren Wohnhäuser mitten in der Stadt noch heute zu besichtigen sind. Aber Wieland, der Prinzenerzieher, und Herder, der Pastor und Naturphilosoph gehören ebenfalls dazu.
Dieses "Viergestirn" schuf die "Weimarer Klassik", deren Spuren noch heute die Altstadt prägen. Schon zuvor und auch danach wirkte Weimar wie ein Magnet auf Geistesgrößen und Künstler wie Johann Sebastian Bach, Lucas Cranach und Franz Liszt.
Dafür erhielt Weimar 1998 von der UNESCO den Titel "Weltkulturerbe" zuerkannt. Der zweite Kulturerbetitel ging an Weimar wegen der Bauhausbewegung, einer schnörkellosen architektonisch-designerischen Epoche des frühen 20. Jahrhunderts, die sich durch gerade Linienführung und Funktionalität auszeichnet und den sog. Jugendstil ablöste. Das Bauhaus wurde vor genau 100 Jahren von Walter Gropius gegründet. Die Ideen aus dieser Zeit werden noch heute in der "Bauhaus-Universität" vervollkommnet.
Am 11. August 1919 - auch vor 100 Jahren - wurde im "Nationaltheater" zu Weimar die Verfassung der "Weimarer Republik" verabschiedet. Die verfassungsgebende Versammlung hatte das damals unruhige Berlin verlassen, um hier ohne Störungen durch gewalttätige Demonstrationen und Krawalle, das künftige "Grundgesetz" auf demokratischer Grundlage zu beraten.
Doch Weimar ist noch mehr.
Bei einem Spaziergang durch die Weimarer Altstadt wird das "Klassische Weimar" wieder lebendig. Zu sehen sind: Die Herderkirche, die Herzogin-Anna-Amalia-Bibliothek, der Park an der Ilm mit Goethes Gartenhaus, das Nationaltheater, das Wittumspalais, das Schillerhaus, das Goethehaus am Frauenplan und die Fürstengruft.

Keine Internetanmeldung möglich Romantische Straße (B20102)

Mi. 30.10.2019 15:30 - 17:00 Uhr
Dozent: Karl-Wilhelm Specht

Die "Romantische Straße" verbindet seit mehr als 60 Jahren als erste deutsche Touristenstraße kulturelle Besonderheiten zwischen Würzburg und Füssen. Kapellen, Kirchen, Kathedralen einerseits, Burgen, Schlösser, Residenzen andererseits kennzeichnen viele der von ihr berührten Ortschaften im fränkisch-bayerischen Raum. Mittelalterliche Städtchen wie Rothenburg ob der Tauber, Dinkelsbühl und Nördlingen sind besondere Höhepunkte. Die prachtvollen Kirchen des Alpenvorlandes in Rottenbuch, Steingaden und in der Wies wetteifern mit den berühmten Königsschlössern Hohenschwangau und Neuschwanstein vor alpiner Kulisse. Weniger bekannte Sehenswürdigkeiten wie der Bayerische Jagdfalkenhof am Barockschloss Schillingsfürst und der Sonnenuhrenweg von Röttingen im Taubertal kommen ebenso zur Geltung wie spektakuläre Bürgerbauten, z.B. die Rathäuser von Augsburg und Landsberg am Lech. Hinzu kommen immer wieder frühlingshafte Impressionen anmutiger Landschaften, einschließlich ihrer Pflanzen, Tiere und geologischen Besonderheiten sowie der Menschen in ihrem bunten, geselligen Tun.

Keine Internetanmeldung möglich China: Auf dem Weg in ein Goldenes Zeitalter? (B20106)

Mi. 04.12.2019 15:30 - 17:00 Uhr
Dozent: Dr. Stefan Roggenbuck

Kaum eine Nation hat in den letzten 30 Jahren einen derartigen Aufschwung erlebt wie China, das bevölkerungsreichste Land der Welt. Die Wirtschaft boomt mit enormen Wachstumsraten, Megastädte sind entstanden. Mit dem Entwicklungsplan "Made in China 2025" wandelt sich das Land von der Werkbank der Welt zum Hightech-Standort. Westliche Firmen werden aufgekauft, eigene Forschungszentren aufgebaut, chinesische Firmen erobern globale Märkte. Nicht nur in Sachen Urbanität, Elektromobilität und digitale Kommunikation werden Standards gesetzt. Die meisten Dollar-Milliardäre gibt es mittlerweile in China; die Mittelschicht ist kräftig gewachsen. Auch politisch ist das Reich der Mitte global auf dem Vormarsch und erhebt Ansprüche einer Weltmacht. Wie ist das in so kurzer Zeit möglich gewesen?
Sozialwissenschaftlich ist der Blick auf das Entwicklungsmodell "sozialistische Marktwirtschaft/Einparteienstaat" genauso interessant wie auf dessen Schattenseiten (Menschenrechte, Massenarmut, Spaltung der Gesellschaft, Umwelt, etc.). Ebenfalls wichtig ist die Beschäftigung mit der reichen Geschichte und Kultur des Landes. Warum ist China mit seiner fernöstlichen Philosophie (Konfuzius) so ganz anders als der Westen, und warum wird andererseits die westliche Lebensart trotzdem so stark nachgeahmt? Wird es eines Tages gelingen, den gesellschaftlichen Zustand der "idealen Gleichheit" für alle (gemäß KP-Entwicklungsmodell) zu erreichen, auch für die 300 Millionen Wanderarbeiter? In jedem Fall ist die Begegnung mit China eine inspirierende Herausforderung. Eine Reise in das riesige Land wird zu einer einzigartigen Bereicherung, wie sie der Referent Dr. Stefan Roggenbuck gemacht hat. Er hat die für Europäer unfassbaren Megametropolen besucht und berichtet anschaulich in seinen Vorträgen als Soziologe darüber. Dabei geht er auf die vielen Fragen ein, die sich Menschen aus dem Westen stellen und versucht Antworten darauf zu finden.

Keine Internetanmeldung möglich Klima, Umwelt und unsere Zukunft (B20107)

Mi. 29.01.2020 15:30 - 17:00 Uhr
Dozent: Prof. Dr. Jean-Claude Muller

Der Ausdruck Anthropozän ist ein Vorschlag zur Benennung einer neuen geochronologischen Epoche: nämlich des Zeitalters, in dem der Mensch seit dem Beginn der industriellen Revolution zu einem der wichtigsten Einflussfaktoren auf die biologischen, geologischen und atmosphärischen Prozesse auf der Erde geworden ist. Die bekanntesten Aspekte dieser neuen Epoche sind die globale Klimaerwärmung, das Massenaussterben von vielen Lebensarten, Übernutzung oder Verlust zur Verfügung stehender Ressourcen (fossile Energie, Mineralien, Böden, Weltmeere, Wasser). Seit der Mitte des 20. Jahrhunderts wächst der Einfluss des Menschen auf die Erde exponentiell (Kohlendioxid in der Atmosphäre, steigende Oberflächentemperatur, Versauerung der Meere). Die Frage stellt sich: Wie viele von uns verträgt die Erde? Wir werden immer mehr. Die Ansprüche der Menschen steigen. Aber die Ressourcen schrumpfen. Und wenn wir tatsächlich unter 2 Grad Celsius globale Erwärmung bleiben wollen, müssten die weltweiten Emissionen sofort und drastisch sinken. Das ist aber nicht in Sicht.
Was können wir tun? Ist die Welt zu retten? Das Anthropozän ist jetzt an einem Punkt angekommen, an dem immer mehr Menschen begreifen, dass es so nicht weitergeht. Hoher Energieverbrauch, Technik und mehr Wissen in den Industrieländern haben Wohlstand, Medizin und Bildung gebracht. Aber soziale Ungerechtigkeit und Armut in anderer Ländern treibt die Bevölkerungsexplosion immer weiter. Um diese Explosion zu stoppen, brauchen wir mehr ökonomische Entwicklung. Das bedeutet auch mehr Wachstum, was wiederum mehr Energiekonsum und Klimaerwärmung hervorbringt. Um diesen Teufelskreis zu brechen ist ein Kulturwandel notwendig. Dazu müsste sich die Zivilgesellschaft zu einer veränderten Kulturgesellschaft weiter entwickeln. Das Gegenkonzept zur Idee des Anthropozäns ist eine neue Humanökologie. Sie kann Wege zur kulturellen Erneuerung der Menschen aufweisen und gleichzeitig daran mitwirken, neue Strukturen und Grundfähigkeiten zu entwickeln, angesichts der Klima- und Umweltkatastrophe ein humanes Leben zu führen.



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