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Erlebniswochen
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Programm / Programm / Mensch und Gesellschaft / VHS für Jugendliche
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Keine Internetanmeldung möglich Wissenschaft trifft Schule: Aufklärung und Humanismus (B16999)

Mi. 30.10.2019 10:00 - 11:30 Uhr
Dozentin:

Im Übergang vom 18. zum 19. Jahrhundert begann sich einhergehend mit gesellschaftlichen Umbrüchen das gegenwärtige Verständnis von Freiheit zu entwickeln. Humanistische Ideen wurden in Philosophie, Literatur, Wissenschaft und Kunst gebildet. Dadurch veränderte sich das Bild vom Menschen. Das vernunfts- und selbstbestimmte Individuum konnte sein Denken und Handeln frei entfalten. Durch die Aufklärung wurde diese Entwicklung weiter gefördert. Überholte Dogmen und Vorurteile wurden aufgegeben, Vernunft galt als höchstes Gut. Die Grundlage für Freiheit, Mündigkeit und Würde war geschaffen. Bestehende politische und religiöse Ordnungen und Systeme veränderten sich durch die Hervorhebung individueller Rechte.

Keine Internetanmeldung möglich Wissenschaft trifft Schule: Die Täter von Auschwitz (B17000)

Mo. 11.11.2019 19:00 - 20:30 Uhr
Dozent: Roland Vossebrecker

"Auschwitz, das Stammlager, war eine kleine Stadt. Es war eine kleine Stadt mit seinem Klatsch und Tratsch. (...) Es gab eine Kantine, es gab ein Kino, es gab ein Theater mit regelmäßigen Vorführungen. Es gab einen Sportverein, in dem ich auch war. Es war Jubel, Trubel, Heiterkeit. Wie eine Kleinstadt." (SS-Mann Oskar Gröning)
Zwischen dem Frühjahr 1940 und Januar 1945 versahen etwa 7.000 SS-Männer und etwa 200 Frauen Dienst im Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz als Kommandanten, Lagerführer, Ärzte, Blockführer oder Wachleute. Viele weitere Menschen waren z. B. als Eisenbahner, als Wissenschaftler oder Zivilarbeiter in das "System Auschwitz" eingebunden. Sie alle leisteten ihren Beitrag zum Funktionieren dieses Systems und beteiligten sich dadurch unmittelbar oder indirekt an der Misshandlung, Versklavung, Ausbeutung und industriellen Ermordung von Millionen von Menschen.
- Wer wären diese Täter?
- Was für ein gesellschaftliches Leben führten sie in Auschwitz?
- Welche Handlungsspielräume hatten sie?
- Wie rechtfertigten sie ihr Tun?
Und:
- Was hat das heute mit uns zu tun?
Der Vortrag wird diesen Fragen mit ausgewählten Täterbiographien und vielen Originalzitaten nachspüren.

Keine Internetanmeldung möglich Wissenschaft trifft Schule: Der Stern von Bethlehem - Vision oder Realität? (B17001)

Mo. 09.12.2019 19:00 - 20:30 Uhr
Dozent: Prof. Dr. Wolfram Winnenburg

In wenigen Tagen feiern wir wieder das Weihnachtsfest, die Geburt Christi. Aus dem Matthäus-Evangelium entnehmen wir die Überlieferung von einem geheimnisvollen Stern, der den Weisen aus dem Morgenland den Weg nach Bethlehem zur Geburtsstätte Jesu gewiesen haben soll. Sterne sind für Astronomen Gegenstand ihrer Forschung. Es ist daher naheliegend, neben der religiösen Bedeutung des geheimnisvollen Sterns - heute bekannt als Stern von Bethlehem, Stern der Weisen oder einfach Weihnachtsstern - auch astronomische Zusammenhänge zu bedenken.
Evangelium und Astronomie in Übereinstimmung bringen zu wollen, ist für viele Theologen eher eine intellektuelle Spielerei als ein Forschungsvorhaben, insbesondere deshalb, weil die Erscheinung am Himmel von ihnen nicht als physischer, sondern als geistiger Leitstern verstanden wird.
Spricht man dem Stern von Bethlehem nicht von vornherein jeglichen historischen Kontext ab, so seien folgende Fragen erlaubt: Gab es diesen Stern von Bethlehem wirklich, welche astronomische Erscheinung verbirgt sich dahinter und erfüllte er tatsächlich seine Funktion als Wegweiser? Oder ist das Ganze doch nur eine fromme Legende bzw. eine Erfindung orientalischer Sterndeuter?

Keine Internetanmeldung möglich Wissenschaft trifft Schule: Philosophinnen (B17002)

Mo. 10.02.2020 19:00 - 20:30 Uhr
Dozentin: Dr. Andrea Reichenberger

"Die Roboter kommen" titelte der Spiegel im Dezember 2017 und verkündete damit eine Halbwahrheit. Denn die Roboter kommen nicht nur, sie sind bereits da. In unterschiedlichen Bereichen durchdringen künstliche Intelligenzen zunehmend unsere Lebenswelt. Angefangen bei Rasenmäher- und Industrierobotern bis hin zu intelligenten Kühlschränken, Suchmaschinen, Börsencomputern, Pflegerobotern, Kampfdrohnen und selbstfahrenden Autos ist vieles bereits im Einsatz oder in der Entwicklung.
Wie jede neue Technologie wirft auch die fortschreitende Entwicklung künstlicher Intelligenzen gesamtgesellschaftliche, juristische und ethische Frage auf. Von besonderer Relevanz ist dabei die Frage, wer für das Verhalten der Systeme und die daraus entstehenden Folgen verantwortlich ist.
Durch die zunehmende Autonomie und Lernfähigkeit der Systeme könnte man es als unfair ansehen, die Entwickler oder die Nutzer zur Verantwortung zu ziehen. Da wir aber sogenannte Verantwortungslücken vermeiden wollen, steht plötzlich die Frage im Raum, ob man nicht das System selbst zur Verantwortung ziehen kann oder vielleicht sogar sollte. Um tatsächlich ein moralisch verantwortlicher Akteur zu sein, müsste das System allerdings bestimmte Voraussetzungen erfüllen.
Was sind diese Voraussetzungen? Und kann eine künstliche Intelligenz sie jemals erfüllen?
Aus Sicht der Philosophie sind potentielle Antworten auf diese Fragen äußerst spannend, da sie nicht nur Lösungen für aktuelle gesellschaftliche Probleme liefern können, sondern auch Aufschluss darüber geben, was uns eigentlich zu verantwortlichen Akteuren macht und wie unsere Praxis der Verantwortungszuschreibung funktioniert.

Keine Internetanmeldung möglich Wissenschaft trifft Schule: Was ist ein Mann? Was ist eine Frau? (B17003)

Mi. 11.03.2020 19:00 - 20:30 Uhr
Dozent: Dr. Björn Vedder

Was ist ein Mann? Was ist eine Frau? Wir wissen, dass unser Geschlecht nicht nur eine Frage der Biologie ist, also der körperlichen Fakten, sondern auch der Kultur, die festlegt, was als männlich und was als weiblich gilt und damit bestimmte Werte, Vorurteile und Funktionen verbindet. Diese kulturellen Zuschreibungen des Geschlechts wollen wir uns anschauen? Wie verhalten sie sich zu den biologischen? Ist nicht alles Kulturelle nur eine Sache der Vereinbarung? Ist die Unterscheidung zwischen Mann und Frau mithin beliebig? Welche Formen des Zusammenlebens und der Politik sind mit den geschlechtlichen Stereotypen verbunden? Gibt es, um nur ein Bespiel zu nennen, neben der vielbeschworenen Brüderlichkeit aller Menschen nicht auch eine Schwesterlichkeit?