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Programm / Programm / Mensch und Gesellschaft / Seniorenuni
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Keine Internetanmeldung möglich Philosophinnen: Ein vergessenes Kulturerbe (B18510.6)

Do. 30.01.2020 09:30 - 13:00 Uhr
Dozentin: Dr. Andrea Reichenberger

Es gibt sie durchaus: Bücher von und Bücher über Philosophinnen. So schrieb 1740 Émilie Du Châtelet ein Buch über die Grundlagen der Naturphilosophie oder Christine Ladd-Franklin 1883 eine Algebra der Logik. Im Jahre 1775 erschien von Adem Friedrich Böhmen eine Geschichte berühmter Frauenzimmer. Fast hundert Jahre zuvor, 1690, hatte Gilles Ménage seine Historia mulierum philosopharum veröffentlicht, ein historisches Lexikon zu 65 Philosophinnen aus beinahe über 2500 Jahre (2019 bei Meiner in lat.-dt. neu aufgelegt). Der Pariser Intellektuelle Ménage sprach sich für die Berufung von Frauen in die Académie française aus und begründete dies mit dem Argument, dass Frauen durch ihre Beiträge die Wissenschaft und Philosophie enorm bereichert hätten. Wiewohl inzwischen zahlreiche Studien zu Werk und Wirken von Philosophinnen vorliegen, von Überblicksdarstellungen bis hin zu Einzelanalysen, bleiben ihre Namen bis heute in Lexika und Einführungen unerwähnt. Kein Wort von ihnen im Philosophieunterricht an Schulen, keine Beachtung in universitärer Forschung und Lehre – von wenigen Ausnahmen abgesehen. Als hätte es Philosophinnen nie gegeben.

In der Veranstaltung geht es darum, auf dieses vergessene Kulturerbe aufmerksam zu machen. Dabei geht es um mehr und um anderes als darum, eine Namensliste vorzustellen. Anhand ausgewählter Beispiele soll die Bedeutung dieser Denkerinnen herausgestellt werden. Von Elisabeth von Böhmens messerscharfer Kritik am Cartesischen Leib-Seele-Problem und Émilie Du Châtelets Kritik an Newton und Leibniz über Ilse Rosenthal-Schneiders neokantianischer Interpretation der Einsteinschen Relativitätstheorie und Agnes Maxseins Deutung des Apriori bis hin zu Bertha von Suttners Friedensphilosophie. Wer waren diese Frauen? Und warum sind sie nicht in gleicher Weise wie Descartes, Leibniz, Newton oder Kant in die Geschichte eingegangen, obwohl sie Geschichte schrieben?

Keine Internetanmeldung möglich Politisch motivierte Kriminalität (B18510.6.1)

Do. 13.02.2020 09:30 - 13:00 Uhr
Dozentin: Christiane Knirsch

Ob Linksextremismus, Rechtsextremismus oder Islamismus/Salafismus - eins haben diese Strömungen gemeinsam: Sie lehnen die in Deutschland geltende freiheitlich demokratische Grundordnung ab. Viele sind offen für die Begehung von Straftaten bis hin zur Anwendung von Gewalt, um ihre Ziele durchzusetzen. Die Polizei spricht von politisch motivierter Kriminalität, wenn Straftaten aus einer politischen Motivation heraus geschehen oder sich gegen den Staat richten. Doch wie lässt sich Extremismus erkennen, ab wann gilt jemand als Extremist und wie kann dem Radikalisierungsprozess vorgebeugt werden? Diese Fragen sollen im Rahmen der Veranstaltung anhand aktueller Zahlen und Definitionen sowie Präventionsansätzen beantwortet werden.

Keine Internetanmeldung möglich Tunneleffekt - Durchdringung von Energiebarrieren (B18510.6.2)

Do. 27.02.2020 09:30 - 13:00 Uhr
Dozent: Prof. Dr. Wolfram Winnenburg

Harry Potter kann vieles, was wir nicht können, auch durch Mauern gehen: Um zum Gleis 9 3/4 zu gelangen, wo der Zug zur Zauberschule Hogwarts hält, schlüpfen er und seine Mitschüler durch eine Wand zwischen den Gleisen neun und zehn. Was im wirklichen Leben unmöglich ist, gehört in der Welt der Quantenphysik zur Normalität: Der Durchgang von Teilchen wie etwa Elektronen durch einen Potentialwall kann auch dann erfolgen, wenn die kinetische Energie dieser Teilchen geringer ist als die Höhe der Barriere.
Der quantenmechanische Tunneleffekt wurde erstmals 1928 im Zusammenhang mit dem Alphazerfall der Atomkerne von G. Gamow diskutiert; er ermöglicht die Erklärung der spontanen Kernspaltung, der Feldemission von Elektronen aus Metalloberflächen, der Kernfusionsprozesse in Sternen. Eine der bekanntesten Anwendungen des Tunneleffekts ist das Rastertunnelmikroskop.

Keine Internetanmeldung möglich Käthe Kollwitz - Ausstellung im Museum Peter August Böckstiegel (B18510.6.3)

Do. 05.03.2020 09:30 - 13:00 Uhr
Dozent: David Riedel

In Kooperation mit dem LWL-Museum fürKunst und Kultur in Münster präsentiert
die Ausstellung selten gezeigte Schätze
der klassischen Moderne aus dem
Besitz dieses Museums. Rund 70 Werke,
qualitätvolle Aquarelle, Zeichnungen und
Grafiken, zeigen dabei künstlerische
Bezugspunkte Peter August Böckstiegels
und sollen die künftige Ausstellungsarbeit
in Werther umreißen: Die Avantgarde
zu Beginn des 20. Jahrhunderts aus
Bielefeld ( Peter August Böckstiegel,
Victor und Georg Tuxhorn, Hermann
Stenner ) und Westfalen ( Wilhelm
Morgner und Christian Rohlfs) sowie die
Protagonisten des deutschen Expressionismus
(»Brücke«, »Blauer Reiter«, Ernst
Barlach, Käthe Kollwitz, Max Beckmann,
Lovis Corinth ). Zur Ausstellung erscheint
ein Katalog.
AUSSTELLUNGSVORSCHAU
»Expressionismus! Arbeiten auf
Papier aus dem LWL-Museum für
Kunst und Kultur in Münster«
29.9.–12.1.20
Ab Februar 2020
Käthe Kollwitz
in Kooperation mit dem Käthe-Kollwitz-Museum, Berlin
August

Keine Internetanmeldung möglich Was ist Arbeit? (B18510.7)

Do. 12.03.2020 09:30 - 13:00 Uhr
Dozent: Dr. Björn Vedder

Arbeit ist ein wesentlicher Bestandteil der bürgerlichen Gesellschaft, sowohl was die Verteilung von Gütern betrifft als auch den Wert beziehungsweise Selbstwert der Person. Was ist Arbeit eigentlich genau? Und was kann sie in einer Gesellschaft sein, der die Arbeit abhanden zu kommen droht? Und wäre das Abhandenkommen der Arbeit ein Fluch oder ein Segen?
Mit diesen Fragen wollen wir uns anhand verschiedener philosophischer und literarischer Texte von Hesiod bis in die Gegenwart beschäftigen.

Keine Internetanmeldung möglich Moralische Verletzungen (B18510.7.1)

Do. 26.03.2020 09:30 - 13:00 Uhr
Dozent: Dr. Matthias Buschmeier

In den vergangenen Jahrzehnten wurden psychopathologische Phänomene, die Kriegsteilnehmer nach der Rückkehr zeigten, oft unter dem Begriff der posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) verhandelt. Die Anerkennung als psychische Krankheit war und ist wichtig, damit Zivilisten, aber auch Soldaten, die massiver Gewalt ausgesetzt waren, der sie hilf- und wehrlos gegenüber standen, behandelt werden konnten.
In den vergangenen Jahren hat sich aber vor allem in den USA gezeigt, dass Veteranen Symptome zeigen können, die mit der Diagnose PTBS nur unzureichend zu erklären sind. So ist zum Beispiel die Suizidrate bei Drohnenpiloten, die zum Teil gar nicht im Kriegsgebiet operieren, sondern nach ihrer täglichen Einsatzzeit zurück nach Hause gehen, ausgeprägt hoch. Es hat sich gezeigt, dass diese stark unter Handlungen litten, die zwar einerseits rechtlich im Rahmen ihrer Einsatztätigkeit gedeckt sind, die aber andererseits gegen eigene oder gesellschaftlich tief etablierte moralische Vorstellungen verstoßen. Unter dem Begriff der "moralischen Verletzung" (moral injury) wird dies in den USA stark diskutiert.
Die Veranstaltung bietet einen Einblick in diese Diskussion und welche soziokulturellen Implikate hier mitgeführt werden. Dabei soll auch anhand von literarischen Beispielen gezeigt werden, wie stark moralische Verletzungen Menschen betreffen können. Literarisches Erzählen ist zudem in den USA ein Ansatzpunkt für die Reintegration von Veteranen in die Gesellschaft. Diskutiert werden sollen zudem Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den Kriegserfahrungen nach dem Zweiten Weltkrieg und heute.

Keine Internetanmeldung möglich Sakrale Architektur der Moderne zwischen Spiritualität und Sachlichkeit (B18510.8)

Do. 02.04.2020 09:30 - 13:00 Uhr
Dozent: Dr. Frank Duwe

Kirchenbauten als Orte der religiösen Praxis waren über im Mittelalter über viele Jahrhunderte immer auch auratisch und spirituell zu verstehen. Sie stellten die über Logik und Rationalität hinaus gehenden Rahmenbedingungen für die Kontemplation der Gläubigen. Mit der Renaissance setzte der Siegeszug der positiven Wissenschaften ein, und mit diesem letztendlich die Entzauberung der Welt. Glaube und Spiritualität mussten sich neu positionieren. Die Reformation bedeutete eine Neubewertung des Menschen in der Welt und eine individualisierte Verinnerlichung der religiösen Glaubenspraxis. Mit der Moderne setzte sich dieser Prozess radikalisiert immer weiter fort. Sakrale Gebäude folgten häufig in erster Linie autonomen Kriterien moderner Baukunst. Und trotzdem gibt es auf diesem Gebiet eine ganze Reihe von Beispielen, die die Modernität und die auratische Spiritualität eine sakralen Raumes in Einklang bringen können oder gezielt mit Brüchen in diesen Bezügen arbeiten, was dann auch wieder "typisch modern" wäre. Im Verlauf des Seminars soll anhand von zahlreichen Beispielen geklärt werden, was moderne Spiritualität in unserer Zeit bedeuten und in welchem Zusammenhang sie mit moderner Sachlichkeit stehen kann, und wie sich dieses Spannungsfeld zu einer architektonischen Praxis der Moderne verhält. Neben dem "umbauten Raum" im engeren Sinne sollen auch Fragen der Lichtführung (z. B. in Form der Fenstergestaltung etc.) in den Mittelpunkt rücken. Konkrete Beispiele von der Zeit des Jugendstils bis in die Gegenwartsarchitektur werden die Diskussion der genannten Fragestellungen illustrieren. Bauten renommierter Architekten wie z. B. von Eiermann, Böhm, Aalto, Piano, Botta u.a. werden ebenso vertreten sein, wie lichtgestaltende Kirchenfenster von Chagall, Richter oder Knoebel.

Keine Internetanmeldung möglich Karl Marx (B18510.9)

Do. 23.04.2020 09:30 - 13:00 Uhr
Dozent: Paul Köhler

Im letzten Jahr jährte sich der zweihundertste Geburtstag von Karl Marx. Der Jahrestag war ein gefundener Anlass für die übliche mediale Blitzlicht-Aufmerksamkeit, er bot aber auch die Chance zu einer genaueren und vertieften Beschäftigung mit Person und Werk des großen Kopfarbeiters.
Der deutsche Philosoph, Ökonom und Theoretiker der internationalen Arbeiterbewegung hat mit seinen umstrittenen Interpretationen zweifelsfrei die Welt verändert. Seiner grundlegenden Untersuchung des Kapitals kommt dabei auch im 21. Jahrhundert insbesondere nach der Finanz- und Weltwirtschaftskrise 2008 wieder verstärkt Aktualität zu. Die - unerledigte - Marx`schen Analysen der kapitalistischen Produktionsweise sind für die
gegenwärtige Erkenntnis von Ökonomie und Gesellschaft ausgesprochen relevant und dabei auch anschlussfähig für neuere Konzepte kritischer Gesellschaftstheorie. Allerdings sind die Marx`schen Gedankengänge komplex, verwickelt und nur schwer auf Anhieb einsehbar. In der Vorlesung sollen deshalb die Grundzüge seiner "Kritik der Politischen Ökonomie", wie sie in seinem bekanntesten Werk "Das Kapital" dargelegt sind, nachvollzogen werden.
Textauszüge aus dem Marx`schen Werk sowie weiterführende Materialien werden zur Verfügung gestellt.

Keine Internetanmeldung möglich Gottfried Böhm in NEVIGES - Tony Cragg in WUPPERTAL (B18510.90)

Do. 07.05.2020 8:30 - 19:00 Uhr
Dozenten: Monika Abel, Dr. Frank Duwe

Die Wallfahrtskirche "Maria, Königin des Friedens" auf dem Hardenberg im Velberter Ortsteil Neviges geht auf eine Marienerscheinung des Franziskanermönches Antonius Schirley im Jahre 1676 zurück. Als einige Jahre später der Paderborner und Münsteraner Fürstbischof Ferdinand zu Fürstenberg nicht nur nach Genesung von einer schweren Krankheit zum ersten prominenten Pilger nach Neviges an den Ort des heiligen Geschehens wurde, sondern auch das dort im Bau befindliche Franziskanerkloster finanzierte, begann der unaufhaltsame Aufstieg Neviges‘ zu einer berühmten Wallfahrtsstätte. Unter Architekturfachleuten und Bauhistorikern ist die heutige Wallfahrtskirche nicht minder berühmt. Der international renommierte Architekt Gottfried Böhm baute sie in den Jahren 1961 bis 1973 im Stil des damals populären "Brutalismus" als eine riesige "Kirchenplastik" aus Sichtbeton. Mehr als 50 Jahre später gilt dieser Bau als eine der bedeutendsten Inkunabel der Architekturgeschichte der letzten 60 Jahre.
Das zweite Ziel der Exkursion wird sich mit der Villa und dem Skulpturenpark "Waldfrieden" in Wuppertal befassen. Nach Zerstörung im Zweiten Weltkrieg ließ der Fabrikant Herberts durch den Architekten Franz Krause von 1947 bis 1950 sein Anwesen vor den Toren Wuppertals - Villa und Park - neu errichten, ein einzigartiges Kleinod seiner Zeit. 2006 erwarb der weltbekannte und heute in Wuppertal ansässige Künstler Tony Cragg den Leerstand und gründete dort einen einmaligen Ort für Kunstausstellungen, der von seiner Stiftung betreut wird. Der Park wurde dabei zum Skulpturenpark, die Villa zu einem Ensemble von Ausstellungsräumlichkeiten, in denen sich die Historie der Nachkriegsjahre mit Gegenwartskunst trifft.

Keine Internetanmeldung möglich Präsentation der Studienarbeiten und Zertifikatsübergabe (B18510.93)

Do. 28.05.2020 09:30 - 13:00 Uhr
Dozentin: Monika Abel

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