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Programm / Programm / Mensch und Gesellschaft / Seniorenuni
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Anmeldung auf Warteliste Seniorenuni an der Volkshochschule Gütersloh im Studienjahr 2018/2019 (A18510)

Do. 20.09.2018 (09:30 - 13:00 Uhr) - Do. 23.05.2019
Dozentin: Monika Abel

Philosophie, Medizin, Kunst, Kultur-, Natur-, Literatur-, Rechts-, Wirtschafts-, Musik- und Geschichtswissenschaften bilden den inhaltlichen Rahmen eines akademisch orientierten Studienganges für Senioren an der Volkshochschule Gütersloh. In Vorlesungen werden interessante Inhalte, aktuelle Forschungsergebnisse und prägnante Themen aus den verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen im Sinne eines "Studiums generale" vorgestellt und diskutiert. In begleitenden Kolloquien können diese Inhalte und Kenntnisse vertieft werden.
Darüber hinaus regen Seminare zur aktiven Mitarbeit an, und eine Studienexkursion führt kurz vor dem Ende des Studienjahres nach Essen.
Im Laufe des Studiums besteht die Möglichkeit, dass sich die Studierenden eines ihnen persönlich wichtigen wissenschaftlichen Themas annehmen, das sie während der beiden Semester selbstständig alleine oder in einer Kleingruppe erarbeiten und am Ende des Studienjahres präsentieren.

Das Programm:
Vorlesungen und Kolloquien jeweils von 9.30-13.00 Uhr

Dies sind die Themen des Studienjahres 2018/2019:

Kurs abgeschlossen Industriekultur (A18510.1)

Do. 20.09.2018 09:30 - 13:00 Uhr
Dozentin: Dr. Birgitta Hübner

Geologische und historische Voraussetzungen haben das Ruhrgebiet zum größten industriellen Ballungszentrum Europas werden lassen. Die rasante Entwicklung der letzten 200 Jahre führte zu erheblichen Veränderungen für Mensch und Landschaft. Die Vorlesung widmet sich der Montangeschichte der Region und behandelt konkret den Zeitraum von 1750 bis heute.
Am Beispiel der Stadt Essen - im Jahr 2017 als "Grüne Hauptstadt Europas" geadelt - wird gezeigt, welchen Strukturwandel die Region mittlerweile erlebt hat. Mit der Schließung der ersten Zeche 1958 vor genau 60 Jahren wurde das Ende des Industriezeitalters eingeläutet. Mit dem Vorstellen der Zeche und Kokerei Zollverein, seit 2001 zur Welterbestätte ernannt, wird der Wandel vom Montanstandort zur Kultur- und Freizeitlandschaft aufgezeigt.
Ganz aktuell widmet sich das Ruhrmuseum auf Zollverein dem Thema Kohleausstieg in Form der Ausstellung "Das Zeitalter der Kohle - Eine europäische Geschichte". Nun ist Schicht im Schacht!

Kurs abgeschlossen Tanzmusik (A18510.2)

Do. 11.10.2018 09:30 - 13:00 Uhr
Dozent: Thomas Sander

Wenn von Tanz und Tanzmusik die Rede ist, denken wir zumeist an Standardtänze unserer Zeit oder auch an Ballettabende im Theater. Doch wie tanzten die Menschen im Mittelalter, zur Zeit der Renaissance, des Barocks oder der Romantik? Wo liegen die Ursprünge des Balletts? Welchen Einfluss hat der Jazz auf den Gesellschaftstanz?
Diesen und anderen Fragen geht die Vorlesung nach vermittelt einen Überblick über die geschichtliche Entwicklung des Tanzes und seiner vielfältigen Erscheinungsformen.

Keine Internetanmeldung möglich Neutronenstern-Kollision - Goldbrüter im All (A18510.3)

Do. 08.11.2018 09:30 - 13:00 Uhr
Dozent: Prof. Dr. Wolfram Winnenburg

Eine echte Sensation wurde am 16. Oktober 2017 auf einer Pressekonferenz in Washington D. C. verkündet: Zum ersten Mal hatten Astronomen die elektromagnetischen Begleitsignale vom Verschmelzungsakt eines Neutronen-Doppelsternsystems beobachtet, das kurz zuvor anhand seiner abgestrahlten Gravitationswellen "gehört" wurde.
Mit unterschiedlichen Messmethoden konnten komplementäre Informationen über das Kilonova-Event GW170817 im Zeitraum von drei Minuten vor der Verschmelzung der Neutronensterne bis zu einigen Wochen danach gewonnen werden. Dies ist nicht nur der Einstieg in die "Multi-Messenger-Astronomie", sondern liefert auch die ersehnte Erklärung für die Bildung schwerster Elemente wie Gold, Platin und Uran.

Keine Internetanmeldung möglich GEO 600: Exkursion zum Gravitationswellendetektor (A18510.3.1)

Fr. 16.11.2018 07:45 - 18:00 Uhr
Dozent: Prof. Dr. Wolfram Winnenburg

Was ist GEO600?
"Das GEO600-Projekt hat den direkten Nachweis von Gravitationswellen mit Hilfe eines Laserinterferometers von 600 m Armlänge zum Ziel. Gravitationswellen sind extrem kleine Kräuselungen in der Struktur der Raumzeit, verursacht durch astrophysikalische Ereignisse wie Supernovae oder massive Doppelsternsysteme (Neutronensterne, Schwarze Löcher), die sich vereinigen. Sie wurden von Albert Einstein 1916 vorhergesagt und wurden erstmals am 14. September 2015 beobachtet.
GEO600 ist Teil eines weltweiten Netzwerks der Gravitationswellendetektoren und dient als Ideenschmiede und Prüfstand für fortschrittliche Detektortechnologien. Die meisten der Schlüsseltechnologien, die zur nie zuvor erreichten Empfindlichkeit von Advanced LIGO beigetragen haben und die Entdeckung ermöglichten, wurden innerhalb der GEO-Kollaboration entwickelt und getestet. Beispiele sind Signalüberhöhung, resonante Seitenband-Extraktion und monolithische Spiegelaufhängungen. AEI-Forschende haben gemeinsam mit Kollegen des Laser Zentrum Hannover e.V. außerdem die Hochleistungslasersysteme von aLIGO entwickelt und am Detektor installiert. Die Laser sind entscheidend für die hochpräzisen Messungen.
Die Führung dauert rund 90 Minuten und umfasst neben einer Einführung in Einsteins Gravitationswellen eine Besichtigung des Detektorgeländes mit vielen Blicken hinter die Kulissen der Spitzenforschungseinrichtung und allgemeinverständliche Erklärungen zum Funktionsprinzip von Gravitationswellen-Detektoren wie GEO600."

Neue Technologien habe die Gesellschaft immer wieder verändert - meist in unvorhersehbarer Weise und Heftigkeit. Die Zusammenhänge zwischen einer Technologie und seinen gesellschaftlichen Folgewirkungen waren dabei nicht immer leicht ersichtlich. Prognosen über die Zukunft daher regelmäßig fehlerhaft. Der Computer als sich rapide ausbreitende Technologie und die Digitalisierung als das durch ihn beförderte Konzept lösen enorme Umwälzungsprozesse aus, deren Konturen wir nur unscharf zu erkennen beginnen. Wenn Beobachtung, Analyse und Kommunikation immer und überall möglich ist, verändert das nicht nur die Politik und die Wirtschaft, sondern es bedarf gänzlich neuer Ordnungsformen und Sozialtechniken. Bestehende Strukturmuster und Wertesystem werden dabei in Frage gestellt und vielfach aufgelöst.
Dabei trifft nicht nur die Omnipräsenz technischer Systeme, sondern auch ihre spezifische Struktur besonderes Gewicht. Wenn Gesellschaft sich über Kommunikation konstituiert, dann bedeutet der Übergang von der schriftlichen zur elektronischen Kommunikation einen Umbruch, der in seiner Bedeutung nicht überschätzt werden kann. Die Vertrauenskrise bestehender Institutionen wie Politik oder Medien lässt sich auch darauf zurück führen, dass diese ihre neue Rolle erst finden müssen. Hierfür sind sie genötigt, ihre Funktion und Notwendigkeit neu zu erklären und so gesellschaftliche Legitimation zu erfahren. Welche Veränderungen können wir schon beobachten, und welche lassen sich bereits vermuten? Wie können wir als Individuum und als Gesellschaft mit den Anforderungen solcher Umwälzungsprozesse sinnvoll umgehen?

Keine Internetanmeldung möglich 1918: Künstler an der Front und ihr Weg nach dem Ersten Weltkrieg (A18510.5)

Do. 06.12.2018 09:30 - 13:00 Uhr
Dozentin: Dr. Donatella Chiancone-Schneider

Zahlreiche fortschrittliche Künstler, die sich 1914 freiwillig zum Kriegsdienst gemeldet hatten, wurden nach Ende des Konflikts plötzlich konservativer in ihrem Ausdruck. Die deutschen Expressionisten und ihre internationalen Avantgarde-Kollegen, mit denen sie vor der militärischen Auseinandersetzung konstruktiv zusammengearbeitet hatten, schienen zunächst geistig gelähmt zu sein, die meisten von ihnen starteten dann ihre Kunst unter ganz anderen ästhetischen Voraussetzungen neu. Mit Bild- und Textzitaten aus der Kriegszeit rekonstruiert Dr. Donatella Chiancone-Schneider eine sehr differenzierte, historische Situation und versetzt das Publikum in die Zeit vor hundert Jahren. Der Darstellung einzelner Schicksale und stilistischer Entwicklungen geht eine kurze historische Einführung voran, danach werden insbesondere die Lage ausgewählter deutscher Künstler an der Front und deren Umgang mit dem erlebten Trauma fokussiert, das sie trotz einiger Gemeinsamkeiten sehr individuell verarbeiteten.

Keine Internetanmeldung möglich "Die Würde des Menschen ist unantastbar" (A18510.6)

Do. 31.01.2019 09:30 - 13:00 Uhr
Dozent: Dr. Helmut Klatt

Die Würde des Menschen ist oberster Wert des Grundgesetzes und oberster Zweck allen Rechts. Ihre Garantie ist tragendes Prinzip der verfassungsmäßigen Ordnung, Fundamentalnorm der Verfassung und Grundnorm der Rechtsordnung sowie Ausgangs- und Mittelpunkt des Staatsverständnisses.
Sie ist der Brennpunkt, in dem sich die obersten Prinzipien wie Demokratie, Rechtsstaat und Sozialstaat sammeln und auf alle Bestimmungen der Verfassung zurückwirken.
So lautet das Lob dieser Norm in Politik und Gesellschaft, - ein Grund, sich mit dieser Norm näher zu befassen.

Keine Internetanmeldung möglich Ein Impressionist aus Dresden - Der Maler und Grafiker Robert Sterl (A18510.6.1)

Do. 07.02.2019 09:30 - 13:00 Uhr
Dozent: David Riedel

Robert Sterl gilt neben Max Liebermann, Lovis Corinth und Max Slevogt als bedeutender Vertreter des deutschen Impressionismus. Als Professor an der Dresdner Kunstakademie trifft er 1913 auf Peter August Böckstiegel und fördert den jungen Studenten. Dieser wiederum beginnt in den 1920er-Jahren Gemälde, Zeichnungen und Grafiken von Robert Sterl zu sammeln. Nach dessen Tod vermittelt Böckstiegel viele Werke aus dem Nachlass an Bielefelder Sammler. Der Vortrag wirft einen intensiven Blick auf das Schaffen des Künstlers im Kontext seiner Zeit, auf seine berühmten Darstellungen der Dirigenten und Musiker des Dresdner Konzertlebens, sowie auf die besondere Beziehung Sterls zu Westfalen zur zeitgleich stattfindenden Ausstellung im Museum Peter August Böckstiegel.

Keine Internetanmeldung möglich Europa am Scheideweg! Gegenwärtige Herausforderungen und Zukunft in Europa! (A18510.7)

Do. 14.02.2019 09:30 - 13:00 Uhr
Dozent: Dr. Gerhard Schüsselbauer

Die EU sieht sich nach wie vor gewaltigen Herausforderungen in Gegenwart und Zukunft gegenüber! Wie geht es weiter mit der EU-Integration? Diese Frage beschäftigt derzeit viele Menschen in Europa.
In seiner Rede zur Lage der Union stellte EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker seine Prioritäten für das Jahr 2018 vor und skizzierte seine Vision, wie sich die Europäische Union bis zum Jahr 2025 weiterentwickeln könnte. In seiner Grundsatzrede Ende September 2017 hat auch Emmanuel Macron, französischer Staatspräsident, seine Vision für Europa vorgestellt. Auch er möchte die EU voranbringen und fordert sogar eine Neugründung der EU. Wie realistisch sind diese Ideen, und welche konkreten Vorschläge gibt es für die Bereiche Wirtschaftspolitik, Brexit, Klimapolitik und Asylpolitik?



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