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Erlebniswochen
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Programm / Programm / Kultur / Mittwochs um halb vier
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Keine Internetanmeldung möglich Antarktis (B20100)

Mi. 26.02.2020 15:30 - 17:00 Uhr
Dozent: Dr. Wilhelm Döhrmann

Die Schiffsreise beginnt in Ushuaia an der Südspitze Südamerikas. Es geht dann über die Falkland Inseln, Südgeorgien, Südorkney Inseln zur antarktischen Halbinsel und über die Drake Straße zurück nach Ushuaia. Faszinierend ist insbesondere die Tierwelt: man begegnet unzähligen Pinguinen, Pelzrobben, See Elefanten, Walen.
Gibt es im nördlichen Teil der Reise noch viele höhere Pflanzen und damit relativ viel Grün im Landschaftsbild, so dominiert im südlichen Teil das Eis. Mächtige Gletscher, zahlreiche Eisschollen und riesige Tafeleisberge bestimmen das Bild, fast immer sind Pinguine und Robben dabei.
Man trifft auf Spuren bedeutender Entdeckungsreisender wie z.B. Ernest Shackleton. Spielten im 19. und 20. Jahrhundert Robbenjagd und Walfang eine wichtige wirtschaftliche Rolle, so nimmt heute der Tourismus immer mehr an Bedeutung zu. Dabei wird auf hohen Standard beim Umweltschutz Wert gelegt.

Kurs abgeschlossen Ein Spaziergang durch Weimars Altstadt (B20101)

Mi. 09.10.2019 15:30 - 17:00 Uhr
Dozent: Claus-Ulrich Ahl

Weimar ist vor allem für sein kulturelles Erbe bekannt.
Wer an Weimar denkt, dem kommen zunächst nur Goethe und Schiller in den Sinn, deren Wohnhäuser mitten in der Stadt noch heute zu besichtigen sind. Aber Wieland, der Prinzenerzieher, und Herder, der Pastor und Naturphilosoph gehören ebenfalls dazu.
Dieses "Viergestirn" schuf die "Weimarer Klassik", deren Spuren noch heute die Altstadt prägen. Schon zuvor und auch danach wirkte Weimar wie ein Magnet auf Geistesgrößen und Künstler wie Johann Sebastian Bach, Lucas Cranach und Franz Liszt.
Dafür erhielt Weimar 1998 von der UNESCO den Titel "Weltkulturerbe" zuerkannt. Der zweite Kulturerbetitel ging an Weimar wegen der Bauhausbewegung, einer schnörkellosen architektonisch-designerischen Epoche des frühen 20. Jahrhunderts, die sich durch gerade Linienführung und Funktionalität auszeichnet und den sog. Jugendstil ablöste. Das Bauhaus wurde vor genau 100 Jahren von Walter Gropius gegründet. Die Ideen aus dieser Zeit werden noch heute in der "Bauhaus-Universität" vervollkommnet.
Am 11. August 1919 - auch vor 100 Jahren - wurde im "Nationaltheater" zu Weimar die Verfassung der "Weimarer Republik" verabschiedet. Die verfassungsgebende Versammlung hatte das damals unruhige Berlin verlassen, um hier ohne Störungen durch gewalttätige Demonstrationen und Krawalle, das künftige "Grundgesetz" auf demokratischer Grundlage zu beraten.
Doch Weimar ist noch mehr.
Bei einem Spaziergang durch die Weimarer Altstadt wird das "Klassische Weimar" wieder lebendig. Zu sehen sind: Die Herderkirche, die Herzogin-Anna-Amalia-Bibliothek, der Park an der Ilm mit Goethes Gartenhaus, das Nationaltheater, das Wittumspalais, das Schillerhaus, das Goethehaus am Frauenplan und die Fürstengruft.

Kurs abgeschlossen Romantische Straße (B20102)

Mi. 30.10.2019 15:30 - 17:00 Uhr
Dozenten: Karl-Wilhelm Specht, N.N.

Die "Romantische Straße" verbindet seit mehr als 60 Jahren als erste deutsche Touristenstraße kulturelle Besonderheiten zwischen Würzburg und Füssen. Kapellen, Kirchen, Kathedralen einerseits, Burgen, Schlösser, Residenzen andererseits kennzeichnen viele der von ihr berührten Ortschaften im fränkisch-bayerischen Raum. Mittelalterliche Städtchen wie Rothenburg ob der Tauber, Dinkelsbühl und Nördlingen sind besondere Höhepunkte. Die prachtvollen Kirchen des Alpenvorlandes in Rottenbuch, Steingaden und in der Wies wetteifern mit den berühmten Königsschlössern Hohenschwangau und Neuschwanstein vor alpiner Kulisse. Weniger bekannte Sehenswürdigkeiten wie der Bayerische Jagdfalkenhof am Barockschloss Schillingsfürst und der Sonnenuhrenweg von Röttingen im Taubertal kommen ebenso zur Geltung wie spektakuläre Bürgerbauten, z.B. die Rathäuser von Augsburg und Landsberg am Lech. Hinzu kommen immer wieder frühlingshafte Impressionen anmutiger Landschaften, einschließlich ihrer Pflanzen, Tiere und geologischen Besonderheiten sowie der Menschen in ihrem bunten, geselligen Tun.

Keine Internetanmeldung möglich Das Piemont (B20104)

Mi. 20.11.2019 15:30 - 17:00 Uhr
Dozent: Dr. Frank Duwe

Am Fuße des großen Westalpenbogens rückt die Po-Ebene besonders nah an die Berge heran. Östlich davon liegt das im Mittelalter historisch bedeutsame Monferrato, etwas weiter südlich die anmutige Hügellandschaft der Langhe. Hier sind auch die wohl berühmtesten piemontesischen Weine mit internationalem Renommée zu Hause, allen voran der Barolo. Seit der Antike haben sich in diesen vielseitigen Landschaften kontinuierlich zahlreiche Baudenkmäler erhalten, die das Piemont zu einer der dichtesten Kulturregionen Europas machen und einen repräsentativen Querschnitt durch die europäische Kunstgeschichte darstellen. Berühmt wurde die Region aber auch politisch durch die Herrschaft der Savoyer, die, ursprünglich von der anderen Alpenseite stammend, im 17./18. Jh. ihre neue Residenz Turin zu der, neben Rom, bedeutendsten Barockstadt Italiens machten. Der schachbrettartige Stadtgrundriss aus römischer Zeit wurde in die ambitionierte neue Planung übernommen. In und um Turin finden wir einige der hervorragendsten Bauwerke aus jener Zeit, die insbesondere von zwei der bedeutendsten Baumeister geplant und errichtet wurden: Guarino Guarini (17. Jh.) und Filippo Juvarra (18. Jh.). Insofern ist es nicht zufällig, dass es im Großraum Turin gleich mehrere Eintragungen auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes gibt. 1861 wurde in Turin das Königreich Italien proklamiert. Bis 1865 war die Stadt daraufhin die erste (provisorische) Hauptstadt des neuen italienischen Staates.

Keine Internetanmeldung möglich China: Auf dem Weg in ein Goldenes Zeitalter? (B20106)

Mi. 04.12.2019 15:30 - 17:00 Uhr
Dozent: Dr. Stefan Roggenbuck

Kaum eine Nation hat in den letzten 30 Jahren einen derartigen Aufschwung erlebt wie China, das bevölkerungsreichste Land der Welt. Die Wirtschaft boomt mit enormen Wachstumsraten, Megastädte sind entstanden. Mit dem Entwicklungsplan "Made in China 2025" wandelt sich das Land von der Werkbank der Welt zum Hightech-Standort. Westliche Firmen werden aufgekauft, eigene Forschungszentren aufgebaut, chinesische Firmen erobern globale Märkte. Nicht nur in Sachen Urbanität, Elektromobilität und digitale Kommunikation werden Standards gesetzt. Die meisten Dollar-Milliardäre gibt es mittlerweile in China; die Mittelschicht ist kräftig gewachsen. Auch politisch ist das Reich der Mitte global auf dem Vormarsch und erhebt Ansprüche einer Weltmacht. Wie ist das in so kurzer Zeit möglich gewesen?
Sozialwissenschaftlich ist der Blick auf das Entwicklungsmodell "sozialistische Marktwirtschaft/Einparteienstaat" genauso interessant wie auf dessen Schattenseiten (Menschenrechte, Massenarmut, Spaltung der Gesellschaft, Umwelt, etc.). Ebenfalls wichtig ist die Beschäftigung mit der reichen Geschichte und Kultur des Landes. Warum ist China mit seiner fernöstlichen Philosophie (Konfuzius) so ganz anders als der Westen, und warum wird andererseits die westliche Lebensart trotzdem so stark nachgeahmt? Wird es eines Tages gelingen, den gesellschaftlichen Zustand der "idealen Gleichheit" für alle (gemäß KP-Entwicklungsmodell) zu erreichen, auch für die 300 Millionen Wanderarbeiter? In jedem Fall ist die Begegnung mit China eine inspirierende Herausforderung. Eine Reise in das riesige Land wird zu einer einzigartigen Bereicherung, wie sie der Referent Dr. Stefan Roggenbuck gemacht hat. Er hat die für Europäer unfassbaren Megametropolen besucht und berichtet anschaulich in seinen Vorträgen als Soziologe darüber. Dabei geht er auf die vielen Fragen ein, die sich Menschen aus dem Westen stellen und versucht Antworten darauf zu finden.

Keine Internetanmeldung möglich Klima, Umwelt und unsere Zukunft (B20107)

Mi. 29.01.2020 15:30 - 17:00 Uhr
Dozent: Prof. Dr. Jean-Claude Muller

Der Ausdruck Anthropozän ist ein Vorschlag zur Benennung einer neuen geochronologischen Epoche: nämlich des Zeitalters, in dem der Mensch seit dem Beginn der industriellen Revolution zu einem der wichtigsten Einflussfaktoren auf die biologischen, geologischen und atmosphärischen Prozesse auf der Erde geworden ist. Die bekanntesten Aspekte dieser neuen Epoche sind die globale Klimaerwärmung, das Massenaussterben von vielen Lebensarten, Übernutzung oder Verlust zur Verfügung stehender Ressourcen (fossile Energie, Mineralien, Böden, Weltmeere, Wasser). Seit der Mitte des 20. Jahrhunderts wächst der Einfluss des Menschen auf die Erde exponentiell (Kohlendioxid in der Atmosphäre, steigende Oberflächentemperatur, Versauerung der Meere). Die Frage stellt sich: Wie viele von uns verträgt die Erde? Wir werden immer mehr. Die Ansprüche der Menschen steigen. Aber die Ressourcen schrumpfen. Und wenn wir tatsächlich unter 2 Grad Celsius globale Erwärmung bleiben wollen, müssten die weltweiten Emissionen sofort und drastisch sinken. Das ist aber nicht in Sicht.
Was können wir tun? Ist die Welt zu retten? Das Anthropozän ist jetzt an einem Punkt angekommen, an dem immer mehr Menschen begreifen, dass es so nicht weitergeht. Hoher Energieverbrauch, Technik und mehr Wissen in den Industrieländern haben Wohlstand, Medizin und Bildung gebracht. Aber soziale Ungerechtigkeit und Armut in anderer Ländern treibt die Bevölkerungsexplosion immer weiter. Um diese Explosion zu stoppen, brauchen wir mehr ökonomische Entwicklung. Das bedeutet auch mehr Wachstum, was wiederum mehr Energiekonsum und Klimaerwärmung hervorbringt. Um diesen Teufelskreis zu brechen ist ein Kulturwandel notwendig. Dazu müsste sich die Zivilgesellschaft zu einer veränderten Kulturgesellschaft weiter entwickeln. Das Gegenkonzept zur Idee des Anthropozäns ist eine neue Humanökologie. Sie kann Wege zur kulturellen Erneuerung der Menschen aufweisen und gleichzeitig daran mitwirken, neue Strukturen und Grundfähigkeiten zu entwickeln, angesichts der Klima- und Umweltkatastrophe ein humanes Leben zu führen.

Keine Internetanmeldung möglich Familien und ihre Geheimnisse (B20108)

Mi. 12.02.2020 15:30 - 17:00 Uhr
Dozentin: Gabriele Jaekel

Forschung und Medien haben in den letzten Jahren die Auswirkungen und psychischen Spätfolgen der traumatisierten Erlebnisse der Kriegsgenerationen in den Mittelpunkt gerückt.
Die sogenannte "braune Pädagogik", die Erziehungsideale des Naziregimes, verstärkten das Ausmaß der Traumatisierungen durch die Kriegserlebnisse, was bisher zu wenig beachtet wurde.
Die Ergebnisse der Forschungen zeigen auf, dass die nie verarbeiteten traumatischen Erlebnisse der Eltern und Großeltern die nachfolgenden Generationen belasten und zu unterschiedlichen seelischen Folgen geführt haben.
Erst im Jahre 1980 entstand der Begriff der Posttraumatischen Belastungsstörung und wurde im amerikanischen Diagnose Manual aufgenommen.
Gabriele Jaekel, geb.1948 als Nachkriegskind, erzählt ihre Lebensgeschichte bis Ende des Jahres 1990. Das unheilvolle Schweigen der Eltern über Familiengeheimnisse, das Nazi-Regime und die Kriegszeit belastet sie und ihren Bruder und ist letzten Endes der Grund für die Zerrüttung der Familienbande. Sie will dieses belastende Erbe nicht an die nachfolgende Generation weitergeben, verstehen und verzeihen und endlich frei von Altlasten leben.

Kurs abgeschlossen Oder-Neiße-Radweg (B20109)

Mi. 25.09.2019 15:30 - 17:00 Uhr
Dozent: Dr. Wilhelm Döhrmann

Der Radweg verläuft von der Neiße-Quelle in Tschechien über Zittau, Görlitz, Frankfurt/Oder und Anklam nach Usedom, insgesamt etwa 650 km. Er ist hervorragend ausgeschildert, verläuft meist abseits der Straßen, oft auf einem Deich und ist überwiegend in sehr gutem Zustand.
Die Neiße ist ein Nebenfluß der Oder; seit 1990 bilden Oder und Neiße die Ostgrenze Deutschlands. Sie teilt heute mehrere Städte in einen deutschen und einen polnischen Teil.
Start ist in der alten Handelsstadt Zittau. Über Görlitz, für viele eine der schönsten Städte Deutschlands, geht es dann nach Bad Muskau mit dem von Fürst Pückler angelegten Landschaftspark (UN-Weltkulturerbe). Weiter durch das Lausitzer Industriegebiet, das durch Glas- und Textilindustrie sowie Energiewirtschaft (Braunkohlentagebau und -Kraft-werke) geprägt ist.
Auf dem nächsten Abschnitt sind 3 Themen interessant: das Oderhochwasser, die Erschließung des Oderbruchs und der Nationalpark Unteres Odertal, außerdem an Sehenswürdigkeiten Kloster Neuzelle, Frankfurt/Oder und Küstrin.
Auf dem letzten Abschnitt verläßt der Radweg die Oder und verläuft durch die wunderschöne Moränenlandschaft Mecklenburg-Vorpommerns. Nach einem Abstecher nach Stettin und kurzem Aufenthalt in Anklam, dem Geburtsort von Otto von Lilienthal, endet der Radweg dann auf der Insel Usedom in den Heilbädern Heringsdorf und Ahlbeck.

Keine Internetanmeldung möglich Yellowstone - Wyomings wilde Wunderwelt (B20110)

Mi. 11.03.2020 15:30 - 17:00 Uhr
Dozent: Karl-Wilhelm Specht

Im Süden des US-Staates Wyoming liegt Amerikas ältester Nationalpark, gleichzeitig das älteste Schutzgebiet seiner Art auf der Erde. Seit über einem Jahrhundert werden die faszinierenden Naturerscheinungen bewahrt, die Jahr für Jahr Millionen von Besuchern anziehen. Heiße Quellen und Schlammtümpel, darunter der weltberühmte "Old Faithful", die prächtigen Sinterterrassen von Mammoth, die ausgedehnten Wälder und glasklaren Hochgebirgsseen, die riesigen Wasserfälle des Yellowstone River - endlos scheint die Zahl der Naturschönheiten in diesem vulkani-schen Einbruchskrater. Dazu tummelt sich eine artenreiche Tierwelt in ih-rem angestammten Lebensraum: Bisons und Wapitihirsche, Elche und Pronghorn-Antilopen, Erdhörnchen und Murmeltiere und viele mehr. Der Reisebericht wird ergänzt durch den Besuch des Dinosour-Nationalparks mit seiner Ausgrabungsstätte bemerkenswerter Fossilien und des Grand Teton-Schutzgebietes mit seiner farbenprächtigen Flora. Zum Schluss geht es zum Devil`s Tower-Nationalmonument mit seiner Präriehunde-Kolonie und auf dem Oregon Trail zum berühmtem Fort Laramie im Wilden Westen.

Keine Internetanmeldung möglich Gabriele Münter und der Blaue Reiter (B20110.1)

Mi. 25.03.2020 15:30 - 17:00 Uhr
Dozent: Dr. Frank Duwe

Gabriele Münter war eine bedeutende Künstlerpersönlichkeit des deutschen Expressionismus in dessen süddeutscher Ausprägung - der des "Blauen Reiter", dessen Rotationszentrum Münters Haus in Murnau war. Die Öffentlichkeit kennt Gabriele Münter meist nur als Schülerin und Lebensgefährtin Wassily Kandinskys. Dass sie darüber hinaus auch eine respektable Künstlerin mit ganz eigenständigen Beiträgen zur damaligen Avantgarde war, wird vielfach vergessen. Geleitet durch reduktionistische Ideen, ein tiefes Verständnis für Farbe, fasziniert vom Japonismus und der Einfachheit bäuerlichen Lebens gelang es ihr, einen beachtenswerten eigenen Stil im Dialog mit den Strömungen des "Blauen Reiter" zu entwickeln. Münter gehört zu den wenigen frühen Frauen der Moderne, die in ihrer Offenheit und Experimentierfreudigkeit als Malerin, Fotografin und Grafikerin einen wichtigen Platz in der Kunst der klassischen Moderne einnimmt.