Digitale Angebote
Digitale Angebote
Gesellschaft
Gesellschaft
Kultur
Kultur
Gesundheit
Gesundheit
Sprachen
Sprachen
Beruf
Beruf
Grundbildung
Grundbildung
Erlebniswochen
Erlebniswochen
Programm / Programm / Mensch und Gesellschaft / Nachhaltigkeit
Programm / Programm / Mensch und Gesellschaft / Nachhaltigkeit

Plätze frei 17 Ziele für ein gutes Leben - Was sich bis 2030 alles ändern muss (C10006)

Di. 09.02.2021 19:00 Uhr - 20:30 Uhr Uhr
Dozent: Georg Krämer

Wenn die Welt eine Zukunft haben soll, dann muss sie grundlegend anders gestaltet werden als bisher. Dies ist die Kernbotschaft der "Agenda 2030", die vor einigen Jahren alle Staaten der Erde feierlich geschlossen haben.
Die 17 "nachhaltigen Entwicklungsziele" (Sustainable Development Goals, SDG) weisen dazu den Weg.
In der Veranstaltung wollen wir diese 17 Ziele näher erläutern und deutlich machen, welche Herausforderungen damit verbunden sind - für die Länder des globalen Südens wie auch für unser Land.

Eine vorherige Anmeldung bis spätestens 24 Stunden vor Veranstaltungsbeginn ist erforderlich.

Plätze frei Klima, Umwelt und unsere Zukunft (C20107)

Mi. 10.02.2021 15:30 - 17:00 Uhr
Dozent: Prof. Dr. Jean-Claude Muller

Der Ausdruck Anthropozän ist ein Vorschlag zur Benennung einer neuen geochronologischen Epoche: nämlich des Zeitalters, in dem der Mensch seit dem Beginn der industriellen Revolution zu einem der wichtigsten Einflussfaktoren auf die biologischen, geologischen und atmosphärischen Prozesse auf der Erde geworden ist. Die bekanntesten Aspekte dieser neuen Epoche sind die globale Klimaerwärmung, das Massenaussterben von vielen Lebensarten, Übernutzung oder Verlust zur Verfügung stehender Ressourcen (fossile Energie, Mineralien, Böden, Weltmeere, Wasser). Seit der Mitte des 20. Jahrhunderts wächst der Einfluss des Menschen auf die Erde exponentiell (Kohlendioxid in der Atmosphäre, steigende Oberflächentemperatur, Versauerung der Meere). Die Frage stellt sich: Wie viele von uns verträgt die Erde? Wir werden immer mehr. Die Ansprüche der Menschen steigen. Aber die Ressourcen schrumpfen. Und wenn wir tatsächlich unter 2 Grad Celsius globale Erwärmung bleiben wollen, müssten die weltweiten Emissionen sofort und drastisch sinken. Das ist aber nicht in Sicht.
Was können wir tun? Ist die Welt zu retten? Das Anthropozän ist jetzt an einem Punkt angekommen, an dem immer mehr Menschen begreifen, dass es so nicht weitergeht. Hoher Energieverbrauch, Technik und mehr Wissen in den Industrieländern haben Wohlstand, Medizin und Bildung gebracht. Aber soziale Ungerechtigkeit und Armut in anderer Ländern treibt die Bevölkerungsexplosion immer weiter. Um diese Explosion zu stoppen, brauchen wir mehr ökonomische Entwicklung. Das bedeutet auch mehr Wachstum, was wiederum mehr Energiekonsum und Klimaerwärmung hervorbringt. Um diesen Teufelskreis zu brechen ist ein Kulturwandel notwendig. Dazu müsste sich die Zivilgesellschaft zu einer veränderten Kulturgesellschaft weiter entwickeln. Das Gegenkonzept zur Idee des Anthropozäns ist eine neue Humanökologie. Sie kann Wege zur kulturellen Erneuerung der Menschen aufweisen und gleichzeitig daran mitwirken, neue Strukturen und Grundfähigkeiten zu entwickeln, angesichts der Klima- und Umweltkatastrophe ein humanes Leben zu führen.
Eine Anmeldung bis spätestens 24 Stunden vor Veranstaltungsbeginn ist erforderlich.
Die Kursgebühr ist an der Tageskasse zu entrichten.