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Erlebniswochen
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Programm / Programm / Mensch und Gesellschaft / Philosophie und Religion
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Keine Internetanmeldung möglich Philosophiecafé: Philosophinnen (B13002)

Do. 05.03.2020 17:30 - 19:45 Uhr
Dozenten: Sabine Plaumann-Wulfert, Jan Koeckstadt, Dr. Andrea Reichenberger

Lebensnah, konkret und lebendig soll die Form des Diskutierens im Philosophiecafé sein, so wie in seinen sokratischen Ursprüngen auf dem Marktplatz der Stadt. Ob die Auseinandersetzung in besinnlicher Form oder auch in "heißen" Wortgefechten ausgetragen wird, ob es um tagesaktuelle Themen oder um immer wieder auf der Tagesordnung stehende Fragen nach Sinn, Lebensorientierung oder Glück geht - stets steht das Selber-Denken im Mittelpunkt. Philosophische Fachkenntnisse sind nicht erforderlich, dafür aber die Bereitschaft, in anregender Atmosphäre einmal im wahrsten Sinne des Wortes auf andere Gedanken zu kommen.

Es gibt sie durchaus: Bücher von und Bücher über Philosophinnen. So schrieb 1740 Émilie Du Châtelet ein Buch über die Grundlagen der Naturphilosophie oder Christine Ladd-Franklin 1883 eine Algebra der Logik. Im Jahre 1775 erschien von Adem Friedrich Böhmen eine Geschichte berühmter Frauenzimmer. Fast hundert Jahre zuvor, 1690, hatte Gilles Ménage seine Historia mulierum philosopharum veröffentlicht, ein historisches Lexikon zu 65 Philosophinnen aus beinahe über 2500 Jahre (2019 bei Meiner in lat.-dt. neu aufgelegt). Der Pariser Intellektuelle Ménage sprach sich für die Berufung von Frauen in die Académie française aus und begründete dies mit dem Argument, dass Frauen durch ihre Beiträge die Wissenschaft und Philosophie enorm bereichert hätten. Wiewohl inzwischen zahlreiche Studien zu Werk und Wirken von Philosophinnen vorliegen, von Überblicksdarstellungen bis hin zu Einzelanalysen, bleiben ihre Namen bis heute in Lexika und Einführungen unerwähnt. Kein Wort von ihnen im Philosophieunterricht an Schulen, keine Beachtung in universitärer Forschung und Lehre - von wenigen Ausnahmen abgesehen. Als hätte es Philosophinnen nie gegeben.
In der Veranstaltung geht es darum, auf dieses vergessene Kulturerbe aufmerksam zu machen. Dabei geht es um mehr und um anderes als darum, eine Namensliste vorzustellen. Anhand ausgewählter Beispiele soll die Bedeutung dieser Denkerinnen herausgestellt werden. Von Elisabeth von Böhmens messerscharfer Kritik am Cartesischen Leib-Seele-Problem und Émilie Du Châtelets Kritik an Newton und Leibniz über Ilse Rosenthal-Schneiders neokantianischer Interpretation der Einsteinschen Relativitätstheorie und Agnes Maxseins Deutung des Apriori bis hin zu Bertha von Suttners Friedensphilosophie. Wer waren diese Frauen? Und warum sind sie nicht in gleicher Weise wie Descartes, Leibniz, Newton oder Kant in die Geschichte eingegangen, obwohl sie Geschichte schrieben?

Eine Kursanmeldung ist nicht notwendig. Die Kursgebühr ist vor Ort bar zu entrichten.

Keine Internetanmeldung möglich Philosophiecafé (B13003)

Do. 26.03.2020 17:30 - 19:45 Uhr
Dozenten: Sabine Plaumann-Wulfert, Jan Koeckstadt

Lebensnah, konkret und lebendig soll die Form des Diskutierens im Philosophiecafé sein, so wie in seinen sokratischen Ursprüngen auf dem Marktplatz der Stadt. Ob die Auseinandersetzung in besinnlicher Form oder auch in "heißen" Wortgefechten ausgetragen wird, ob es um tagesaktuelle Themen oder um immer wieder auf der Tagesordnung stehende Fragen nach Sinn, Lebensorientierung oder Glück geht - stets steht das Selber-Denken im Mittelpunkt. Philosophische Fachkenntnisse sind nicht erforderlich, dafür aber die Bereitschaft, in anregender Atmosphäre einmal im wahrsten Sinne des Wortes auf andere Gedanken zu kommen.

Die aktuellen Themen des Philosophiecafés entnehmen Sie bitte der Tagespresse oder informieren Sie sich im Internet unter www.vhs-gt.de.

Gerne senden wir Ihnen auch zu den einzelnen Terminen einen Newsletter mit einer persönlichen Einladung zu. Dazu hinterlassen Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse oder Ihre Postadresse in der Geschäftsstelle der VHS unter Tel. 822925.

Eine Kursanmeldung ist nicht notwendig. Die Kursgebühr ist vor Ort bar zu entrichten.

Keine Internetanmeldung möglich Philosophiecafé (B13004)

Do. 23.04.2020 17:30 - 19:45 Uhr
Dozenten: Sabine Plaumann-Wulfert, Jan Koeckstadt

Lebensnah, konkret und lebendig soll die Form des Diskutierens im Philosophiecafé sein, so wie in seinen sokratischen Ursprüngen auf dem Marktplatz der Stadt. Ob die Auseinandersetzung in besinnlicher Form oder auch in "heißen" Wortgefechten ausgetragen wird, ob es um tagesaktuelle Themen oder um immer wieder auf der Tagesordnung stehende Fragen nach Sinn, Lebensorientierung oder Glück geht - stets steht das Selber-Denken im Mittelpunkt. Philosophische Fachkenntnisse sind nicht erforderlich, dafür aber die Bereitschaft, in anregender Atmosphäre einmal im wahrsten Sinne des Wortes auf andere Gedanken zu kommen.

Die aktuellen Themen des Philosophiecafés entnehmen Sie bitte der Tagespresse oder informieren Sie sich im Internet unter www.vhs-gt.de.

Gerne senden wir Ihnen auch zu den einzelnen Terminen einen Newsletter mit einer persönlichen Einladung zu. Dazu hinterlassen Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse oder Ihre Postadresse in der Geschäftsstelle der VHS unter Tel. 822925.

Eine Kursanmeldung ist nicht notwendig. Die Kursgebühr ist vor Ort bar zu entrichten.

Keine Internetanmeldung möglich Das christliche Weltbild des Abendlandes vor und nach Charles Darwin (B13025)

Mo. 16.03.2020 19:00 - 20:30 Uhr
Dozent: Peter Leifeld

Der Schwund christlichen Glaubensgutes in der Moderne liegt nicht unwesentlich daran, dass die katholische Kirche den Schlüssel zur modernen, naturwissenschaftlichen Sicht auf die Welt und die Dinge nicht haben wollte und sich über ein Jahrhundert dieser neuen Weltwahrnehmung verschloss. Die Päpste verboten zwischen ca. 1850 und 1957 (Pius IX. bis Pius XII.) im sogenannten Antimodernismusstreit ihren Theologen die notwendige theologische und geistig-religiöse Durchdringung der naturwissenschaftlichen neuen Weltsicht und Erkenntnisse. Die offizielle Kirche blieb im mittelalterlichen, klerikal-herrschaftlichen Denken der (Neu-)Scholastik verhaftet.
Warum?
Die tonangebenden Kreise der Kirche versteiften sich auf die Weltsicht der Bibel (z.B. die Welt wurde in sechs Tagen von Gott geschaffen, die Sonne dreht sich um die Erde, der Mensch ist die Krone der Schöpfung; Gott spricht zu den Menschen), wie sie von der frühen Kirche bis zur Hochscholastik mit Akribie entwickelt wurde.
Die grundlegenden Erkenntnisse von Nikolaus Kopernikus (1473-1543), Galileo Galilei (1564-1642), Johannes Kepler (1571-1630) galten daher eher als vom Teufel eingeflüstert, so dass sich die Inquisition darum kümmern musste.
Immanuel Kants (+ 1804) "Kritik der reinen Vernunft" begründete dann, dass zwischen den naturwissenschaftlichen, philosophischen und theologischen Denkhori-zonten und den damit jeweils verbundenen Kompetenzen zu unterscheiden ist.
Und als Charles Darwin (1809-1882) um 1850 entdeckte, dass die Evolution eine dominierende Rolle spielt (woraus die Behauptung abgeleitet wurde: der Mensch stamme vom Affen ab!), war die Gesprächsbereitschaft auf null gesunken. Innerkirchliche Denker wie der "Vater der modernen katholischen Kirchengeschichtsschreibung" Alfred Firmin Loisy (1857-1940) oder der geachtete Paläontologe und Jesuit Pierre Teilhard de Chardin (1881-1955) wurden entweder exkommuniziert oder mit Lehr- und Publikationsverbot auf Lebenszeit belegt.