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Erlebniswochen
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Programm / Programm / Mensch und Gesellschaft / Geschichte
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Kurs abgeschlossen 70 Jahre Europa – Eine interaktive Filmvorstellung (D10204)

Mi. 04.05.2022 19:00 - 20:30 Uhr
Dozent: Ingo Espenschied

Bürokraten, Lobbyisten oder Gesetze über krumme Gurken. Das ist das Bild, das viele mit der Europäischen Union verbinden. Doch wie ist das gemeinschaftliche Europa wirklich?
Wie konnte es dem französischen Außenminister Robert Schuman in einem wahren Politkrimi am 09. Mai 1950 gelingen, Europa zu schaffen? Was waren seine Absichten, und welches Erbe hat er hinterlassen? Wo liegen die Stärken und Schwächen der heutigen Europäischen Union, und welche Reformen wären aktuell notwendig?
Es sind Fragen, die für die Zukunft aller Europäerinnen und Europäer von zentraler Bedeutung sind.
In einer spannenden, live kommentierten multimedialen Zeitreise auf Großbildleinwand entführt der renommierte Politologe und Vortragsprofi Ingo Espenschied seine Zuschauer*innen durch die Entstehungsgeschichte Europas und seine wechselhafte Entwicklung der letzten sieben Jahrzehnte.
Die Veranstaltung wird gemeinsam von dem Europe Direct Kreis Gütersloh, der Stadt Gütersloh und der Volkshochschule Gütersloh organisiert.

Keine Internetanmeldung möglich Wissenschaft trifft Schule: Verbrechen für die „Volksgesundheit“ (D17055)

Di. 07.06.2022 19:00 - 20:30 Uhr
Dozent: Dr. Franz Jungbluth

Die sogenannten Nürnberger Rassegesetze von 1935 bildeten nicht nur die Grundlage von rassistischer Diskriminierung und Verfolgung im Nationalsozialismus. Auch Menschen mit Behinderung, chronischen oder psychischen Erkrankungen wurden ab diesem Zeitpunkt als „erbkrank“ entrechtet, erfasst, teilweise zwangssterilisiert und in den 1940er Jahren schließlich ermordet. Mindestens 120.000 Menschen fielen diesen Verbrechen zum Opfer – darunter auch mehr als 1.000 Patient:innen der Gütersloher psychiatrischen Heilanstalt. Wie in den meisten deutschen Kliniken fanden keine Morde vor Ort statt, das Gütersloher Kllinikpersonal lieferte jedoch Material für die Verhandlungen der „Erbgesundheitsgerichte“ und ordnete die Verlegung von Schutzbefohlenen in die Tötungsanstalten der „Euthanasie“-Aktionen an. Der Vortrag ordnet die Verbrechen von 1935 bis 1945 in die Geschichte der Gütersloher Klinik ein und thematisiert Folgewirkungen und Gedenken.

Kurs abgeschlossen vhs.wissen live: Hat Europa eine kulturelle Identität? (D20960)

Di. 12.04.2022 19:30 - 21:00 Uhr
Dozenten: Prof. Dr. Dr. Aleida Assmann, Jürgen Kaube

Europa ist ein Vielvölkerkontinent. Jede einzelne Nation nimmt für sich in Anspruch, über eine eigene nationale Identität zu verfügen.
Gibt es trotzdem so etwas wie eine übergreifende Identität Europas, die über den Verweis auf ein abendländisch-christlich-jüdisches Erbe hinausreicht?
Mit was genau wäre Europa in kultureller Hinsicht identisch? Die Frage ist nicht neu, aber sie stellt sich immer wieder neu, weil sich die übergreifenden Themen stetig verändern.
Gegenwärtig steht ein anderes Erbe im Mittelpunkt der Debatten über die kulturelle Identität Europas: die koloniale Vergangenheit des Kontinents und sein Verhältnis zur außereuropäischen Welt.

Welche Konsequenzen dieses Verhältnis und die damit verbundenen Fragen um Schuld und Wiedergutmachung für das europäische kulturelle Selbstverständnis hat,
diskutieren Prof. Michael Hochgeschwender und der Feuilletonchef und Herausgeber der FAZ Jürgen Kaube.
Moderiert wird das Gespräch von Georgios Chatzoudis.
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Deutsch-Italienischen Zentrum Villa Vigoni und der Gerda Henkel Stiftung statt.

Online-Veranstaltung zur Einzelnutzung durch Teilnehmende: Die Teilnehmenden melden sich an und bekommen einen Zugangslink zugesendet. Einmalig ist dazu der kostenlose Download von http://zoom.us erforderlich.