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Erlebniswochen
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Programm / Programm / Mensch und Gesellschaft / Gütersloher Geschichte(n)
Programm / Programm / Mensch und Gesellschaft / Gütersloher Geschichte(n)
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Plätze frei Johanna Kazahendike - Die Übersetzerin des Neuen Testaments ins Herero (D11010)

Do. 04.11.2021 19:30 Uhr - 21:00 Uhr Uhr
Dozent: Eckhard Möller

Im ersten Vortrag soll es zunächst um die Gründe der Missionsbegeisterung der Gütersloher*innen gehen und deren Ursprung in der Erweckungsbewegung. Danach wird dann eine der bedeutendsten Persönlichkeiten der namibischen Geschichte in den Blick genommen. Johanna Kazahendikes Lebenslauf ist sehr gut erforscht. Dabei ist aber auf ihre Leistung kaum eingegangen worden und die Erfahrungen, die sie in Gütersloh gemacht hat, schwankend zwischen Sensationslust und offenem Rassismus. Es wird auch zu fragen sein, in welcher Tradition diese stand und wie weit und lange sie nachgewirkt hat.

Plätze frei Paul Matjamwo Mavanzilla - Angola, Berlin, Gütersloh, Kapstadt (D11020)

Do. 18.11.2021 19:30 Uhr - 21:00 Uhr Uhr
Dozent: Eckhard Möller

Schon der Titel des zweiten Vortrags deutet an, dass Mavanzilla ein ausgesprochen wechselvolles Leben hatte. 1881 wurde er, zusammen mit zwei anderen afrikanischen, Jungen nach Deutschland mitgebracht. Nach Misshandlungserfahrungen kam er dort in die Obhut eines westfälischen Pfarrers. Dessen Versuche, ihm eine Ausbildung als Missionar zukommen zu lassen, scheiterten. Es muss der Frage nachgegangen werden, ob das Scheitern auf Rassismus, der ihm entgegenschlug, oder auf eine allgemeine Unbehaustheit zurückzuführen ist. 1892 nach Kapstadt geschickt, hat er dort bis 1912 gelebt.

Plätze frei "Auferstanden aus Ruinen und der Zukunft zugewandt..." (D11080)

Mi. 10.11.2021 19:00 - 20:30 Uhr
Dozenten: Norbert Ellermann, Rudolf Herrmann

Am 2. April 1945 war mit dem Einmarsch der 2. US-Panzerdivision der Zweite Weltkrieg in Gütersloh zu Ende. Wie verliefen die letzten Wochen und Tage für die Menschen in der Stadt? Unter welchen Umständen sind die US-Amerikaner einmarschiert? Was machten Deutsche, Ausländer und US-Soldaten in der "Stunde Null"? Wie gelang der Wechsel von der Diktatur zur Demokratie, von der Zerstörung zum Wiederaufbau? Der reich illustrierte Vortrag wird von Berichten von Zeitzeug*innen ergänzt, die dabei waren und aus erster Hand berichten können.

Plätze frei Wer war wer in der NS-Zeit in Gütersloh? (D11090)

Mi. 24.11.2021 19:00 - 21:15 Uhr
Dozent: Norbert Ellermann

Die Gesellschaft in der Zeit des Nationalsozialismus wird in der Forschung und Vermittlung oft in vier Gruppen eingeteilt: Täter*innen und Opfer, Helfer*innen und Zuschauer*innen, alle mit typischen Merkmalen versehen. Doch die Menschen in den jeweiligen Situationen dürfen nicht stereotyp gesehen werden, sondern waren Individuen mit eigenen Charakteren und Entscheidungen. Opfer sind nicht grundsätzlich schwach, Täter*innen in den meisten Fällen keine seelenlosen Bestien, Helfer*innen nicht ohne weiteres auch Held*innen und Zuschauer*innen nicht unbedingt feige. Die Rollenverteilung ist auch nicht statisch, die Rolle kann gewechselt werden. Was außerdem oft vergessen wird, ist die damalige Dauerpräsenz von Diktatur und ab 1939 auch von Krieg. Anhand von illustrierten Biographien von damals in Gütersloh lebenden Menschen aus Politik und Wirtschaft, Militär und Polizei, Religion und Schule soll ein genaueres Bild auf die NS-Zeit geworfen werden.
Eine vorherige Anmeldung bis spätestens 24 Stunden vor Veranstaltungsbeginn ist erforderlich.

Plätze frei Das Kriegsende 1945 in Gütersloh (D11200)

Mi. 06.04.2022 19:00 - 21:15 Uhr
Dozenten: Norbert Ellermann, Rudolf Herrmann

Am 2. April 1945 war mit dem Einmarsch der 2. US-Panzerdivision der Zweite Weltkrieg in Gütersloh zu Ende. Wie verliefen die letzten Wochen und Monate für die Menschen in der Stadt? Was versuchten die NS-Machthaber noch um den von ihnen propagierten Endsieg zu erreichen? Wo waren in der Stadt die Verteidigungsstellungen mit den Panzersperren? Welche Rollen spielten Bürgermeister Josef Bauer und Pastor Paul Gronemeyer? Wie kamen die US-Amerikaner schließlich in die Stadt? Und wie ging das Leben für Deutsche, Ausländer und die US-Soldaten weiter?

Plätze frei Der weiße Tod von Gütersloh (D11210)

Mi. 18.05.2022 19:00 - 20:30 Uhr
Dozenten: Norbert Ellermann, Rudolf Herrmann

von Rudolf Herrmann mit einer Einleitung durch Norbert Ellermann
Der entlassene KZ-Häftling Hermann Schmidtkunz, genannt "Der Weiße Tod", war ab Ende Mai 1945 in Gütersloh zu finden, wo er mit einer von den Alliierten und später von Bürgermeister Thöne ausgestellten Bescheinigung ausgestattet auf die Suche nach ehemaligen NS-Tätern ging. Mit einem weißen Anzug gekleidet und einem illegal beschlagnahmten weißen Cabrio unterwegs gab er sich als "Polizeichef" aus. Hermann Schmidtkunz verhaftete vor allem NS-Funktionsträger, die er dann den Alliierten übergab. Vorher, währenddessen und danach beging er allerdings selbst alle möglichen Straftaten bis hin zur bestialischen Ermordung von zwei jungen Männern, so dass er im Jahr 1955 in der Presse als "gefährlichster Verbrecher der Nachkriegszeit" bezeichnet wurde.
Rudolf Herrmann hat ab Mai 2015 im Stadtarchiv Gütersloh zu Hermann Schmidtkunz geforscht und auch mit Zeitzeug*innen gesprochen. Die Ergebnisse wird er in einem illustrierten Vortrag vorstellen.
Vorherige Anmeldung bis spätestens 24 Stunden vor Veranstaltungsbeginn ist erforderlich.

Plätze frei "Es wird wieder gestorben werden müssen" - Lektürekurs (D11260)

Mi. 02.02.2022 (19:30 - 21:00 Uhr) - So. 22.05.2022
Dozent: Dr. Franz Jungbluth

Bereits seit Beginn des 20. Jahrhunderts wurden in der westlichen Wissenschaft Debatten über den Wert menschlichen Lebens und eine mögliche "Auslese" wertvoller Gene geführt und dabei auch Zwangssterilisation oder die passive Tötung durch unterlassene Behandlung bestimmter Krankheitsbilder diskutiert. Nach dem Kriegsausbruch 1939 wurden in Deutschland und den von Deutschland besetzten Gebieten über 70.000 Menschen mit Behinderungen oder psychischen Erkrankungen als "erbkrank" und "lebensunwert" systematisch ermordet. Die Bezeichnung als "Euthanasie" (griechisch "gutes Sterben") ist einerseits eine nicht hinnehmbare Verharmlosung, andererseits als Zusammenfassung aller organisierten Tötungsaktionen gebräuchlich.
Anhand zeitgenössischer Quellen geht der Kurs der Entwicklung von eugenischen Tendenzen in der Wissenschaft der 1920er Jahre zu deren schrecklichen Umsetzung in die Praxis nach und beleuchtet die Folgen der "Euthanasie"-Morde für die Stellung der westdeutschen Psychiatrien in der Nachkriegszeit. Besondere Berücksichtigung finden Quellen mit Bezug zur damaligen Provinzialheilanstalt Gütersloh. Deren Gründungsdirektor Hermann Simon gehörte im Kaiserreich und der Weimarer Republik einerseits zu den fortschrittlichen Reformern der Anstaltspsychiatrie, vertrat andererseits in Aufsätzen und Vorträgen eugenisch-darwinistisches Gedankengut.
Die Veranstaltung findet 14tägig mittwochs statt und beinhaltet einen Rundgang über das Gelände des heutigen LWL-Klinikums Gütersloh an einem Sonntagnachmittag (22.5.2022).
Kleingruppe

Plätze frei Fahrradexkursion zu denkmalgeschützten Bauernhöfen (D11510)

Sa. 09.04.2022 13:00 - 16:00 Uhr
Dozent: Walter Holtkamp

Auf der etwa 21 Kilometer langen Radtour durch die Bauerschaften Kattenstroth, Pavenstädt und Blankenhagen mit Stadtführer Walter Holtkamp geht es von der Pankratiuskirche zu verschiedenen, zum Teil denkmalgeschützten Bauernhöfen. Dazu gehören unter anderem der Meierhof Bultmann, der Hof Barkey, der Meierhof Rassfeld und schließlich der Gasthof Mühlenstroth. Hier besteht zum Abschluss der Tour die Möglichkeit, gemeinsam zu einem traditionellen Pickertessen einzukehren.

Gesamtstrecke: 21 km, Zeit: ca. 3 Std. ohne "Pickerteinkehr"

Start: Parkplatz rechts neben der Pankratiuskirche, Unter den Ulmen 12, 33330 Gütersloh
Ziel: Gasthof Mühlenstroth, Postdamm 166, 33334 Gütersloh

Anmeldung ist unbedingt erforderlich.

Plätze frei Stadtrundgang Gütersloh - Die unentdeckte Mittelstadt. (D11515)

Sa. 07.05.2022 15:00 - 18:00 Uhr
Dozent: Dr. Michael Zirbel

Gütersloh gehört zu den "unentdeckten" Mittelstädten. Die Stadt ist nicht Metropole und nicht ländlicher Raum. Gleichzeitig ist sie Sitz von Traditionsfirmen, die auf dem Weltmarkt mitmischen und zum privaten und öffentlichen Wohlstand beigetragen haben.
Die Stadtführung erschließt die urbanen Potenziale und städtebaulichen Strukturen, wie sie über die Jahrhunderte gewachsen sind. Wie Zwiebelringe haben sich die gründerzeitlich geprägten Wohn- und Geschäftsstraßen, Industrieareale und die Stadterweiterungen der Nachkriegszeit um den mittelalterlichen Kern gelegt. Die Kernstadt von Gütersloh ist geprägt durch das Nebeneinander von unterschiedlichen Epochen und Nutzungen.
Start und Ziel ist der Hauptbahnhof von Gütersloh, der mit allen Verkehrsmitteln gut zu erreichen ist.
Die Strecke ist 7 km lang und barrierefrei.

Anmeldung ist erforderlich.

Kurs abgeschlossen Jüdisches Leben in Dorf und Stadt Gütersloh (D11520)

So. 19.09.2021 14:00 - 15:30 Uhr
Dozent: Norbert Ellermann

Die wechselvolle Geschichte der Gütersloher jüdischen Gemeinde steht im Mittelpunkt dieses Stadtrundgangs. An ausgesuchten Orten wird gezeigt, welche Bedeutung die jüdischen Mitbürger*innen im gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Leben der Stadt besaßen, aber auch mit welchen brutalen Mitteln sie aus unserer Mitte ausgegrenzt, vertrieben und ermordet wurden.



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