vhs@home
vhs@home
Gesellschaft
Gesellschaft
Kultur
Kultur
Gesundheit
Gesundheit
Sprachen
Sprachen
Beruf
Beruf
Grundbildung
Grundbildung
Erlebniswochen
Erlebniswochen
Programm / Programm / Mensch und Gesellschaft / Gütersloher Geschichte(n)
Programm / Programm / Mensch und Gesellschaft / Gütersloher Geschichte(n)

Kurs abgeschlossen Das Kriegsende 1945 in Gütersloh (D11200)

Mi. 06.04.2022 19:00 - 21:15 Uhr
Dozenten: Norbert Ellermann, Rudolf Herrmann

Am 2. April 1945 war mit dem Einmarsch der 2. US-Panzerdivision der Zweite Weltkrieg in Gütersloh zu Ende. Wie verliefen die letzten Wochen und Monate für die Menschen in der Stadt? Was versuchten die NS-Machthaber noch um den von ihnen propagierten Endsieg zu erreichen? Wo waren in der Stadt die Verteidigungsstellungen mit den Panzersperren? Welche Rollen spielten Bürgermeister Josef Bauer und Pastor Paul Gronemeyer? Wie kamen die US-Amerikaner schließlich in die Stadt? Und wie ging das Leben für Deutsche, Ausländer und die US-Soldaten weiter?

Kurs abgeschlossen Der weiße Tod von Gütersloh (D11210)

Mi. 18.05.2022 19:00 - 20:30 Uhr
Dozenten: Norbert Ellermann, Rudolf Herrmann

von Rudolf Herrmann mit einer Einleitung durch Norbert Ellermann
Der entlassene KZ-Häftling Hermann Schmidtkunz, genannt "Der Weiße Tod", war ab Ende Mai 1945 in Gütersloh zu finden, wo er mit einer von den Alliierten und später von Bürgermeister Thöne ausgestellten Bescheinigung ausgestattet auf die Suche nach ehemaligen NS-Tätern ging. Mit einem weißen Anzug gekleidet und einem illegal beschlagnahmten weißen Cabrio unterwegs gab er sich als "Polizeichef" aus. Hermann Schmidtkunz verhaftete vor allem NS-Funktionsträger, die er dann den Alliierten übergab. Vorher, währenddessen und danach beging er allerdings selbst alle möglichen Straftaten bis hin zur bestialischen Ermordung von zwei jungen Männern, so dass er im Jahr 1955 in der Presse als "gefährlichster Verbrecher der Nachkriegszeit" bezeichnet wurde.
Rudolf Herrmann hat ab Mai 2015 im Stadtarchiv Gütersloh zu Hermann Schmidtkunz geforscht und auch mit Zeitzeug*innen gesprochen. Die Ergebnisse wird er in einem illustrierten Vortrag vorstellen.
Vorherige Anmeldung bis spätestens 24 Stunden vor Veranstaltungsbeginn ist erforderlich.

Kurs abgeschlossen Fahrradexkursion zu denkmalgeschützten Bauernhöfen (D11510)

Sa. 30.04.2022 13:00 - 16:00 Uhr
Dozent: Walter Holtkamp

Auf der etwa 21 Kilometer langen Radtour durch die Bauerschaften Kattenstroth, Pavenstädt und Blankenhagen mit Stadtführer Walter Holtkamp geht es von der Pankratiuskirche zu verschiedenen, zum Teil denkmalgeschützten Bauernhöfen. Dazu gehören unter anderem der Meierhof Bultmann, der Hof Barkey, der Meierhof Rassfeld und schließlich der Gasthof Mühlenstroth. Hier besteht zum Abschluss der Tour die Möglichkeit, gemeinsam zu einem traditionellen Pickertessen einzukehren.

Gesamtstrecke: 21 km, Zeit: ca. 3 Std. ohne "Pickerteinkehr"

Start: Parkplatz rechts neben der Pankratiuskirche, Unter den Ulmen 12, 33330 Gütersloh
Ziel: Gasthof Mühlenstroth, Postdamm 166, 33334 Gütersloh

Anmeldung ist unbedingt erforderlich.

Plätze frei Stadtrundgang Gütersloh - Die unentdeckte Mittelstadt. (D11515)

Sa. 28.05.2022 15:00 - 17:00 Uhr
Dozent: Dr. Michael Zirbel

Gütersloh gehört zu den "unentdeckten" Mittelstädten. Die Stadt ist nicht Metropole und nicht ländlicher Raum. Gleichzeitig ist sie Sitz von Traditionsfirmen, die auf dem Weltmarkt mitmischen und zum privaten und öffentlichen Wohlstand beigetragen haben.
Die Stadtführung erschließt die urbanen Potenziale und städtebaulichen Strukturen, wie sie über die Jahrhunderte gewachsen sind. Wie Zwiebelringe haben sich die gründerzeitlich geprägten Wohn- und Geschäftsstraßen, Industrieareale und die Stadterweiterungen der Nachkriegszeit um den mittelalterlichen Kern gelegt. Die Kernstadt von Gütersloh ist geprägt durch das Nebeneinander von unterschiedlichen Epochen und Nutzungen.
Start und Ziel ist der Hauptbahnhof von Gütersloh, der mit allen Verkehrsmitteln gut zu erreichen ist.
Die Strecke ist 7 km lang und barrierefrei.
Eine Anmeldung bis spätestens Mittwoch, 25. Mai 2022, 12:00 Uhr ist erforderlich.

Kurs abgeschlossen Von der Heilanstalt zum neuro-psychiatrischen Zentrum (D11555)

Sa. 07.05.2022 14:30 - 16:45 Uhr
Dozent: Dr. Franz Jungbluth

Seit etwas mehr als 100 Jahren hat Gütersloh eine psychiatrische Klinik. Bei ihrer Eröffnung kurz nach dem Ersten Weltkrieg brach die "Provinzial-Heilanstalt" bewusst mit den großen Verwahranstalten des 19. Jahrhunderts: Statt Wegsperren und Zwangsjacken setzte das Konzept des Gründungsdirektors Hermann Simon auf Arbeitstherapie und ein geregeltes soziales Leben. Statt großflächiger Kasernenbauten wurden die Behandelten in pavillonähnlichen Häusern inmitten eines großzügigen Parks untergebracht. Der Park ist heute noch erhalten und ein Gang über das Gelände ist gleichzeitig eine Spurensuche nach den inhaltlichen, organisatorischen und baulichen Entwicklungen, die die Gütersloher Psychiatrie im Laufe ihrer hundertjährigen Geschichte geprägt haben. An das dunkelste Kapitel - die Verschleppung von über 1.000 Patient*innen in Tötungsanstalten während der NS-Zeit - erinnert seit 2014 eine Gedenkstätte in der klinikeigenen Kreuzkirche, deren Besuch ebenfalls Bestandteil der Führung ist.

Kurs abgeschlossen Gütersloh im Nationalsozialismus (D11580)

Fr. 06.05.2022 18:00 - 20:15 Uhr
Dozent: Norbert Ellermann

Wo war in Gütersloh das Büro der NSDAP, wo das der freien Gewerkschaften, das am 2. Mai 1933 besetzt wurde? Welche Rolle hat die Polizei während des Nationalsozialismus und des Zweiten Weltkriegs gespielt? Welche jüdischen Geschäfte gab es? Wie sind die Pogrome gegen die jüdischen Bürger*innen 1938 verlaufen? Diesen und anderen Fragen wird der Stadtrundgang nachgehen.

Eine vorherige Anmeldung bis spätestens Freitag, 12:00 Uhr ist erforderlich.

Keine Internetanmeldung möglich Wissenschaft trifft Schule: Verbrechen für die „Volksgesundheit“ (D17055)

Di. 07.06.2022 19:00 - 20:30 Uhr
Dozent: Dr. Franz Jungbluth

Die sogenannten Nürnberger Rassegesetze von 1935 bildeten nicht nur die Grundlage von rassistischer Diskriminierung und Verfolgung im Nationalsozialismus. Auch Menschen mit Behinderung, chronischen oder psychischen Erkrankungen wurden ab diesem Zeitpunkt als „erbkrank“ entrechtet, erfasst, teilweise zwangssterilisiert und in den 1940er Jahren schließlich ermordet. Mindestens 120.000 Menschen fielen diesen Verbrechen zum Opfer – darunter auch mehr als 1.000 Patient:innen der Gütersloher psychiatrischen Heilanstalt. Wie in den meisten deutschen Kliniken fanden keine Morde vor Ort statt, das Gütersloher Kllinikpersonal lieferte jedoch Material für die Verhandlungen der „Erbgesundheitsgerichte“ und ordnete die Verlegung von Schutzbefohlenen in die Tötungsanstalten der „Euthanasie“-Aktionen an. Der Vortrag ordnet die Verbrechen von 1935 bis 1945 in die Geschichte der Gütersloher Klinik ein und thematisiert Folgewirkungen und Gedenken.