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Programm / Programm / Mensch und Gesellschaft / Philosophie und Religion
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Kurs abgeschlossen Philosophiecafé (Z13002)

So. 04.02.2018 16:30 - 18:45 Uhr
Dozenten: Sabine Plaumann-Wulfert, Jan Koeckstadt, Johanna Wagner

"Mein Kühlschrank ist schuld!" - Künstliche Intelligenzen als verantwortliche Akteure?

"Die Roboter kommen" titelte der Spiegel im Dezember 2017 und verkündete damit eine Halbwahrheit. Denn die Roboter kommen nicht nur, sie sind bereits da. In unterschiedlichen Bereichen durchdringen künstliche Intelligenzen zunehmend unsere Lebenswelt. Angefangen bei Rasenmäher- und Industrierobotern bis hin zu intelligenten Kühlschränken, Suchmaschinen, Börsencomputern, Pflegerobotern, Kampfdrohnen und selbstfahrenden Autos ist vieles bereits im Einsatz oder in der Entwicklung.
Wie jede neue Technologie wirft auch die fortschreitende Entwicklung künstlicher Intelligenzen gesamtgesellschaftliche, juristische und ethische Frage auf. Von besonderer Relevanz ist dabei die Frage, wer für das Verhalten der Systeme und die daraus entstehenden Folgen verantwortlich ist.
Durch die zunehmende Autonomie und Lernfähigkeit der Systeme könnte man es als unfair ansehen, die Entwickler oder die Nutzer zur Verantwortung zu ziehen. Da wir aber sogenannte Verantwortungslücken vermeiden wollen, steht plötzlich die Frage im Raum, ob man nicht das System selbst zur Verantwortung ziehen kann oder vielleicht sogar sollte. Um tatsächlich ein moralisch verantwortlicher Akteur zu sein, müsste das System allerdings bestimmte Voraussetzungen erfüllen.
Was sind diese Voraussetzungen? Und kann eine künstliche Intelligenz sie jemals erfüllen?
Aus Sicht der Philosophie sind potentielle Antworten auf diese Fragen äußerst spannend, da sie nicht nur Lösungen für aktuelle gesellschaftliche Probleme liefern können, sondern auch Aufschluss darüber geben, was uns eigentlich zu verantwortlichen Akteuren macht und wie unsere Praxis der Verantwortungszuschreibung funktioniert.

Lebensnah, konkret und lebendig soll die Form des Diskutierens im Philosophiecafé sein, so wie in seinen sokratischen Ursprüngen auf dem Marktplatz der Stadt. Ob die Auseinandersetzung in besinnlicher Form oder auch in "heißen" Wortgefechten ausgetragen wird, ob es um tagesaktuelle Themen oder um immer wieder auf der Tagesordnung stehende Fragen nach Sinn, Lebensorientierung oder Glück geht - stets steht das Selber-Denken im Mittelpunkt. Philosophische Fachkenntnisse sind nicht erforderlich, dafür aber die Bereitschaft, in anregender Atmosphäre einmal im wahrsten Sinne des Wortes auf andere Gedanken zu kommen.
Die aktuellen Themen des Philosophiecafés entnehmen Sie bitte der Tagespresse oder informieren Sie sich im Internet unter www.vhs-gt.de. Gerne senden wir Ihnen auch zu den einzelnen Terminen einen Newsletter mit einer persönlichen Einladung zu. Dazu hinterlassen Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse oder Ihre Postadresse in der Geschäftsstelle der VHS unter Tel. 822925.

Eine Kursanmeldung ist nicht notwendig. Die Kursgebühr ist vor Ort bar zu entrichten.

Kurs abgeschlossen Philosophiecafé: Schuld-Kultur (Z13004)

So. 15.04.2018 16:30 - 18:45 Uhr
Dozenten: Sabine Plaumann-Wulfert, Dr. Matthias Buschmeier, Leander Bansmann

Schuld-Kultur - Warum erzählen wir uns Geschichten unserer Schuld?

In den letzten Jahrzehnten hat sich die Tendenz entwickelt, bei aktuellen gesellschaftlichen Problemen wie Fragen der ökonomischen Ausbeutung oder des Umweltschutzes vor allem an unser Schuldgefühl als Verbraucher zu appellieren.
Neben der politischen Instrumentali-sierung des Schuldgefühls werden Schuld und Scham aber auch mit Blick auf die Kulturgeschichte als Kräfte entdeckt, die zum Beispiel das Triebwerk moralischer Revolutionen darstellen.
Dass politische Diskurse zunehmend als Schulddiskurse geführt werden, hat aber auch Kritik an den destruktiven Folgen der Wiederkehr von Kollektivschuldauffassungen hervorgerufen.
Aktuelle Forschungen in unterschiedlichen Disziplinen werfen aber die (alte) Frage auf, ob Schuldbeziehungen für kulturelle Legitimations- und Transformationsprozesse eine produktive Kraft darstellen.
Im Philosophiecafé werden aktuelle Schuldkonzepte in den Geisteswissenschaften diskutiert.

Lebensnah, konkret und lebendig soll die Form des Diskutierens im Philosophiecafé sein, so wie in seinen sokratischen Ursprüngen auf dem Marktplatz der Stadt. Ob die Auseinandersetzung in besinnlicher Form oder auch in "heißen" Wortgefechten ausgetragen wird, ob es um tagesaktuelle Themen oder um immer wieder auf der Tagesordnung stehende Fragen nach Sinn, Lebensorientierung oder Glück geht - stets steht das Selber-Denken im Mittelpunkt. Philosophische Fachkenntnisse sind nicht erforderlich, dafür aber die Bereitschaft, in anregender Atmosphäre einmal im wahrsten Sinne des Wortes auf andere Gedanken zu kommen.
Die aktuellen Themen des Philosophiecafés entnehmen Sie bitte der Tagespresse oder informieren Sie sich im Internet unter www.vhs-gt.de. Gerne senden wir Ihnen auch zu den einzelnen Terminen einen Newsletter mit einer persönlichen Einladung zu. Dazu hinterlassen Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse oder Ihre Postadresse in der Geschäftsstelle der VHS unter Tel. 822925.

Eine Kursanmeldung ist nicht notwendig. Die Kursgebühr ist vor Ort bar zu entrichten.

Kurs abgeschlossen "Das finstere Mittelalter" - Kirchliche Inquisition und ketzerische Bewegung (Z13025)

Mo. 19.03.2018 19:00 - 20:30 Uhr
Dozent: Peter Leifeld

Spätestens im 3. Jahrhundert bildete sich die Unterscheidung von "wahrem Glauben" ("Orthodoxie") und "irriger Lehre" ("Häresien") heraus: Die Irrgläubigen wurden feierlich ausgestoßen.
Ketzer orientierten sich dann im Hohen Mittelalter am Ideal der in Besitzlosigkeit, Einfachheit und Brüderlichkeit lebenden ersten Christen. Ihr Konfliktpartner wurde die machtvolle römische Papst-Kirche, die Religion, Politik, Recht, Gesellschaft und Führungseliten prägte. Zusehends lernte sie, "die Wahrheit" mit Schwert und Feuer der Inquisition zu erstreiten. Jetzt wurde aus der Protestbewegung der "Katharer" (der "Reinen") der Inbegriff der "Ketzer". Kirchliche Hexen-Feindbilder waren bis in das 18. Jahrhundert Spätfolgen dieses Ketzer-Bildes.

Eine Kursanmeldung ist nicht notwendig. Die Kursgebühr ist vor Ort bar zu entrichten.