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Programm / Programm / Kultur / Tagesfahrten und Studienreisen
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Kurs abgeschlossen "Das Kind in der Kunst. Von Beckmann bis Zille" im Kunstmuseum Mühlheim a.d.R. (Z22015)

Fr. 27.04.2018 08:15 - 20:00 Uhr
Dozenten: Dr. Regina Bredenbach-Rämsch, Holtkamp Busreisen

Die Wortverbindung "Kind und Kunst" klingt so einprägsam und selbstverständlich, doch ist eine gemeinsame Geschichte dieser beiden Begriffe gerade einmal 100 Jahre alt. Erst am Ende des 19. Jahrhunderts wurde der Zusammenhang von Kind und Kunst erstmalig in dreifacher Hinsicht thematisiert: als wissenschaftliche Entdeckung, als pädagogisches Programm und als künstlerische Vision, d.h. erst im 19. und 20. Jahrhundert wird das Kind als Persönlichkeit überhaupt wahrgenommen und dargestellt.
Unter dem Titel "Das Kind in der Kunst. Von Beckmann bis Zille" präsentiert das Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr rund 70 Werke herausragender Künstler der Klassischen Moderne wie u. a. von Max Beckmann, Otto Dix, Lyonel Feininger, Alexej Jawiensky, Ernst Ludwig Kirchner, Paul Klee, Käthe Kollwitz, Max Liebermann, August Macke, Franz Marc, Paula Modersohn-Becker, Otto Mueller, Emil Nolde, Otto Pankok und Heinrich Zille.
Mit diesen Werken möchte die Ausstellung den tiefgreifenden Wandel in der Darstellungstradition nachzeichnen und in die historische Debatte rund um den Kinderkult des frühen 20. Jahrhunderts einführen. Kinderdarstellungen in der bildenden Kunst haben eine lange, bis in die Antike zurückreichende Tradition und sind eng mit der Kultur- und Sozialgeschichte verknüpft: Wurde z. B. noch bis zum Ende des Mittelalters - es gab keinen Begriff für "Kindheit" als eigenständige Lebensphase - das Kind in der bildenden Kunst nur im Kontext religiöser und allegorischer Darstellungen eingesetzt (als Christuskind, Engel oder Putto), so waren demgegenüber erst Künstler des 20. Jahrhunderts an keine Tradition oder an einen Auftrag gebunden und waren nicht mehr der Ästhetisierung und Idealisierung von Kindern verpflichtet (auch versehrte oder ausgegrenzte Kinder galten nun für bildwürdig). Ausgehend von neuen reformpädagogischen Visionen vom Recht des Kindes auf Anerkennung der eigenen Persönlichkeit wurde das allgemeine Verständnis von Mutterschaft, Kindheit und Erziehung auf eine neue Grundlage gestellt und stand im Kontext mit einer umfassenden Aufbruchstimmung, die sich in dieser Zeit in Kunst und im Geistesleben in Deutschland widerspiegelte: Das Kinderbildnis erfuhr insgesamt betrachtet einen Wandel vom Idealen zum Wahrheitlichen, vom Abbildhaften zum Sinnbildhaften.
Anmeldung bis zum 12.04.2018
Programm:
8.15 Uhr Abfahrt VHS-Haus, Hohenzollernstraße 43, 33330 Gütersloh
11.30 Uhr gemeinsamer Besuch der Ausstellung "Das Kind in der Kunst. Von Beckmann bis Zille" inkl. Führung (90 Min.)
Nach dem gemeinsamen Museumsbesuch mit Führung besteht die Gelegenheit zum individuellen Vertiefen dieser Ausstellung, dem Besuch der parallelen Dauerausstellung der Sammlungen sowie dem Besuch eines Restaurants/Cafés in der Innenstadt Mülheim oder einem Spaziergang an der nahegelegenen Ruhrpromenade zum Schloss Broich.
17.30 Uhr Rückfahrt nach Gütersloh
Programmänderungen vorbehalten.
Eingeschlossene Leistungen:
Fahrt im modernen Reisebus
Eintritt und Führung Ausstellung "Das Kind in der Kunst. Von Beckmann bis Zille"
Reiseleitung: Dr. Regina Bredenbach-Rämsch, Romanistin/Kunsthistorikerin

Rücktrittsbedingungen für Tagesfahrten:
Absagen sind bis spätestens zum Anmeldeschluss (12.04.2018) möglich. Danach betragen die Stornokosten 100%. Stellt der/die Absagende selbst eine Ersatzperson, entfallen die Stornokosten.