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Programm / Programm / vhs@home / Digitale Vorträge
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Kurs abgeschlossen Stadt.Land.Welt - Web: Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung (D10105)

Mi. 22.09.2021 19:00 - 20:30 Uhr
Dozent: Leif Rättig

Mit dem langsamen Wiedereintreten in eine neue Normalität gibt es aktuell neben den persönlichen Fragen auch viele gesellschaftspolitische Fragestellungen, die die Menschen bewegen. Was lernen wir als Gesellschaft aus der Krise? Werden wir unsere Wirtschaft nachhaltiger gestalten oder gibt es danach ein fatales "weiter so" oder "jetzt erst recht"?

Diese und viele weitere aktuelle Fragen stehen in unmittelbarem Zusammenhang mit den 17
Zielen / Sustainable Development Goals der Agenda 2030, die von den Vereinten Nationen im Jahr 2015 verabschiedet wurden. Wie steht es um die 17 Ziele – ist ihre Umsetzung
gefährdet oder gibt es gerade jetzt eine Chance der Wende? Stadt.Land.Welt. – Web befragt
Expertinnen und Experten nach dem Stand des Zielesets als Ganzes und nach dem Stand einzelner Ziele.

Die digitale Veranstaltungsreihe findet im Rahmen des Programms Entwicklungsbezogene Bildung in Deutschland (EBD) statt und ist eine Kooperation zwischen Engagement Global und dem Deutschen Volkshochschulverband DVV und DVV International. Sie bleiben zu Hause und sind dennoch beim Lernen und Diskutieren dabei! Die Anmeldung zu den Veranstaltungen erfolgt über die teilnehmenden Volkshochschulen vor Ort. Sie benötigen lediglich einen PC/Laptop oder ein mobiles Endgerät mit einem Internetanschluss.

Moore sind wahre Klimahelden - allerdings nur wenn sie intakt sind. Intakt bedeutet konkret, dass sie ausreichend nass sind. Nur dann schlucken Sie das klimaschädliche CO². Lediglich 3% der globalen Landfläche bestehen aus Mooren. Sie speichern aber doppelt so viel CO², wie alle Wälder auf der Erde zusammen. In Deutschland (und auch in anderen Regionen der Erde) ist ein Großteil der Moore durch menschliches Handeln leider bereits gestört. Trockengelegte Moore setzen zu einem erheblichen Anteil den Klimakiller Kohlenstoffdioxid frei. Mit jedem Jahr, in dem sich daran nichts ändert, verlieren wir wertvolle Zeit. Die Renaturierung, also die Wiedervernässung von Mooren leistet daher einen entscheidenden Beitrag zum Klimaschutz und schafft zusätzlich Lieblings-Lebensräume für bedrohte Pflanzen und Tiere. Leif Rättig, Moorexperte der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein, zeigt, wie in den letzten 10 Jahren von den ca. 35.000 ha Flächen der Stiftung bereits knapp 2.000 ha Moor renaturiert wurden und welche regionalen und globalen Aufgaben noch auf uns zukommen.


Über den Referenten:
Leif Rättig beschäftigt sich seit seinem Studium der Geographie mit dem Klima und dem Klimaschutz. 2008-2010 war er als Projektleiter der bundesweiten Klimakampagne "für mich.für dich.fürs Klima" bei der Verbraucherzentrale tätig. Seit 2011 begleitet er bei der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein Moorschutzprojekte und arbeitet dort aktuell in der Stabstelle Klimaschutz.

Eine vorherige Anmeldung bis 24 Stunden vor Veranstaltungsbeginn ist erforderlich.Europa-Büros. Er war als Vertreter der Zivilgesellschaft am Prozess der Ausarbeitung der SDGs beteiligt. Seit 2011 koordiniert er die Civil Society Reflection Group on the Agenda 2030 for Sustainable Development.

Eine vorherige Anmeldung bis 24 Stunden vor Veranstaltungsbeginn ist erforderlich.

Plätze frei Stadt.Land.Welt - Web: Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung (D10106)

Mi. 03.11.2021 19:00 - 20:30 Uhr
Dozentin: Gabi Netz

Mit dem langsamen Wiedereintreten in eine neue Normalität gibt es aktuell neben den persönlichen Fragen auch viele gesellschaftspolitische Fragestellungen, die die Menschen bewegen. Was lernen wir als Gesellschaft aus der Krise? Werden wir unsere Wirtschaft nachhaltiger gestalten oder gibt es danach ein fatales "weiter so" oder "jetzt erst recht"?

Diese und viele weitere aktuelle Fragen stehen in unmittelbarem Zusammenhang mit den 17
Zielen / Sustainable Development Goals der Agenda 2030, die von den Vereinten Nationen im Jahr 2015 verabschiedet wurden. Wie steht es um die 17 Ziele " ist ihre Umsetzung
gefährdet oder gibt es gerade jetzt eine Chance der Wende? Stadt.Land.Welt. " Web befragt
Expertinnen und Experten nach dem Stand des Zielesets als Ganzes und nach dem Stand einzelner Ziele.

Die digitale Veranstaltungsreihe findet im Rahmen des Programms Entwicklungsbezogene Bildung in Deutschland (EBD) statt und ist eine Kooperation zwischen Engagement Global und dem Deutschen Volkshochschulverband DVV und DVV International. Sie bleiben zu Hause und sind dennoch beim Lernen und Diskutieren dabei! Die Anmeldung zu den Veranstaltungen erfolgt über die teilnehmenden Volkshochschulen vor Ort. Sie benötigen lediglich einen PC/Laptop oder ein mobiles Endgerät mit einem Internetanschluss.

Grundbildung als Fundament einer Bildung für Nachhaltige Entwicklung
Ziel 4: Inklusive, gleichberechtigte und hochwertige Bildung gewährleisten und Möglichkeiten lebenslangen Lernens für alle fördern

Rechnen, Schreiben, Lesen sind die bekanntesten Säulen der Grundbildung und essenzielle Kompetenzen für die Bewältigung des Alltags. Mit dem SDG 4 „Inklusive, gleichberechtigte und hochwertige Bildung gewährleisten und Möglichkeiten lebenslangen Lernens für alle fördern“ rückt die Bedeutung von Bildung für eine Nachhaltige Entwicklung der Weltgesellschaft in den Fokus. Es wurde die Notwendigkeit erkannt, die Grundbildungskompetenzen zu stärken – weltweit, aber auch in einem hochentwickelten Land wie Deutschland. Die Beeinträchtigungen des Bildungsbereichs als Folge der Coronapandemie lassen befürchten, dass der Grundbildungsbedarf in den kommenden Jahren noch steigen wird.

Aber welche Rolle spielt Nachhaltigkeit in der Grundbildung? Gehört die Kompetenz, sein Leben an Nachhaltigkeitskriterien auszurichten, zur Grundbildung, oder ist dieses Thema weit weg von der Lebensrealität der Teilnehmenden? Kann die Bildung für Nachhaltige Entwicklung auch als thematische Basis zur Vermittlung von Grundbildungskompetenzen genutzt werden? Am Beispiel der Gesundheitsbildung werden praktische Einblicke in den Themenkomplex der Nachhaltigkeit in der Grundbildung vorgestellt, und vor dem Hintergrund des vhs-Lernportals wird gezeigt, warum das Thema Nachhaltigkeit auch in der Grundbildung in Deutschland ein wichtiges Thema ist. Dabei erfahren wir auch, wieso der sinnvolle Umgang mit Lebensmittelresten, die Auswahl des richtigen Babyspielzeugs und die Wirkung des Busfahrens auf die eigene Fitness thematisch Grundbildung und Nachhaltigkeit verknüpfen. Zudem werden anhand von Projektbespielen des DVV International die Grundbildungssituation und die Bedeutung der Vermittlung von Nachhaltigkeit in Ländern des Globalen Süden erläutert.

Über die Referentin:
Als "Dorfkind" ging Gabi Netz zum Lehramtsstudium (Spanisch, Französisch) ins Ruhrgebiet und erlebte somit sehr verschiedene Ausprägungen der Wertschätzung nachhaltigen Lebens. Nach 20 Jahren beruflichen Engagements für die digitale Unterstützung für den Schulunterricht wechselte sie zum DVV in die Erwachsenenbildung. Dort leitet sie seit 2017 Projekte, die das vhs-Lernportal mit grundbildenden Inhalten ausstatten.

Eine vorherige Anmeldung bis 24 Stunden vor Veranstaltungsbeginn ist erforderlich.

Kurs abgeschlossen Vhs.web-Vortrag: Die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die deutsche Migration (D10110)

Di. 21.09.2021 19:00 - 20:30 Uhr
Dozent: Dr. Stefan Rother

Die Corona-Pandemie hat unzweifelhaft Spuren in der deutschen Migrationspolitik hinterlassen. Wie viele andere Länder auch hat die Bundesrepublik Deutschland im letzten Jahr Einreisebeschränkungen erlassen und Asylverfahren modifiziert. Gleichzeitig werden Migration und Migrationspolitik eine wesentliche Rolle in der kommenden Phase der Wiedereröffnung der deutschen Gesellschaft spielen. Der Vortrag schildert die aktuellen Entwicklungen in der Migrationspolitik und berücksichtigt die Auswirkungen der Corona-Pandemie.

Den Zugangslink zum Webinar und den Link zum Login-Leitfaden finden Sie in Ihrer Anmeldebestätigung.
Ihr Webinar läuft mit dem Video-Conferencing-System edudip. Technische Voraussetzungen für die Teilnahme: Desktop-Rechner oder Notebook, iPad oder iPhone sowie eine Webcam und ein Headset. Die Internetverbindung sollte mindestens eine Bandbreite von 6 MBit/s haben, empfohlen sind 16 MBit/s. Wir empfehlen, kein WLAN, sondern eine drahtgebundene Internetverbindung zu nutzen. Für edudip müssen Sie keine Software herunterladen.
Eine vorherige Anmeldung bis 24 Stunden vor Veranstaltungsbeginn ist erforderlich.

Plätze frei Vhs.web-Vortrag: Tiere auf dem Teller - Zur Psychologie des Fleischkonsums (D10120)

Mi. 13.10.2021 19:00 - 20:30 Uhr
Dozentin: Dr. Tamara Schneider

Dr. Tamara Pfeiler
Psychologisches Institut
Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Vielen Menschen ist bewusst, dass es sich bei Vegetarismus und Veganismus um Überzeugungssysteme handelt, die beinhalten, dass das Essen von Fleisch oder allgemein das Essen von Tieren abgelehnt wird. Doch auch die soziale Norm Tiere zu essen geht mit Überzeugungen einher, die dieses Verhalten legitimieren.
Die Psychologin Dr. Tamara Schneider hat viele Jahre zur Psychologie des Tiere Essens geforscht und international dazu publiziert. Sie erklärt in ihrem Vortrag u.a., warum die meisten von uns keine selbstbestimmte Entscheidung in Bezug auf ihr Ernährungsverhalten getroffen haben und zeigt auf, welche psychologischen Phänomene damit einhergehen, dass wir manche Tiere essen und die anderen streicheln.

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Plätze frei Vhs.web-Vortrag: Die Digitalisierung in der Landwirtschaft (D10130)

Do. 25.11.2021 19:00 - 20:30 Uhr
Dozent: Dr. Stefan Paulus

Dr. Stefan Paulus
Remote Sensing Specialist
Forscher am Institut für Zuckerrübenforschung
Universität Göttingen

Die moderne Land- und Pflanzenwirtschaft digitalisiert sich zunehmend, Begriffe wie Umweltsensorik, 3D-Technologien und Satellitenerkundung sind auch hier keine Fremdworte mehr. Wie aber können die Ergebnisse dieser modernen Datenkanäle genutzt werden und welche Vorteile kann eine digitalisierte Landwirtschaft bringen? Der Referent schildert in anschaulichen und praktischen Beispielen aktuelle Entwicklungen in der Landwirtschaft.

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Plätze frei Vhs.web-Vortrag: Globale Entwicklungspolitik im 21. Jahrhundert, Chancen, Heraus (D10140)

Di. 07.12.2021 19:00 - 20:30 Uhr
Dozent: Dr. Thomas Greven

Dr. Thomas Greven
Privatdozent für Politikwissenschaft an der Freien Universität Berlin assoziiertes Mitglied des International Center for Development and Decent Work (ICDD) der Universität Kassel
unabhängiger Vortragender politischer Berater Analyst

Die moderne Entwicklungspolitik steht vor großen Herausforderungen. Auch ohne die Auswirkungen der Corona-Pandemie haben die letzten Jahre deutlich gezeigt wie eng die Welt mittlerweile vernetzt ist und wie schnell lokale Konflikte und Problemstellungen globale Auswirkungen haben können. Gleichwohl sind nicht alle Anzeichen negativ, denn es gibt in der Weltgemeinschaft zunehmend Bemühungen, auch international nachhaltig Hilfe leisten zu können. Ob und wie die Entwicklungspolitik im 21. Jahrhundert bestehen kann, wird dieser Vortrag aufzeigen.

Den Zugangslink zum Webinar und den Link zum Login-Leitfaden finden Sie in Ihrer Anmeldebestätigung.
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Eine vorherige Anmeldung bis 24 Stunden vor Veranstaltungsbeginn ist erforderlich.

Kurs abgeschlossen vhs.wissen live: Die großen Katastrophen der Vergangenheit (D10150)

Mo. 06.09.2021 18:30 - 20:00 Uhr
Dozentin: Neill Ferguson

Katastrophen lassen sich nicht vorhersagen. Sie treten nicht in Zyklen auf. Und dennoch: Wenn das Unheil zuschlägt, sollten wir besser gerüstet sein als die Römer beim Ausbruch des Vesuv, die Menschen im Mittelalter bei der rasenden Verbreitung der Pest in ganz Europa oder die Russen bei der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl.
Aber sind wir das? Haben wir nicht gerade in der Corona-Pandemie alles erlebt an imperialer Überheblichkeit, bürokratischer Erstarrung und tiefer Spaltung?
In seinem Buch »Doom« schaut Niall Ferguson mit dem Blick des Historikers und Ökonomen auf die unterschiedlichsten Katastrophen in der Menschheitsgeschichte. Wir müssen unsere Lektionen aus diesen historischen Beispielen lernen, damit künftige Katastrophen uns nicht in den Untergang führen.

Niall Ferguson ist einer der bekanntesten und renommiertesten Historiker unserer Zeit. Er war Professor für Geschichte an der Harvard University und lehrte u.a. an der Oxford University, an der Stanford University und der London School of Economics and Political Science. Er gilt als Spezialist für Finanz- und Wirtschafts- und europäische Geschichte. Sein Buch über den Ersten Weltkrieg bei DVA (»Der falsche Krieg«) war ein großer internationaler Erfolg.

Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt.

Kurs abgeschlossen vhs.wissen live: Auf der Suche nach Eindeutigkeit. (D10153)

Mi. 22.09.2021 19:30 - 21:00 Uhr
Dozent: Prof. Dr. Thomas Bauer

Während die Welt immer komplexer wird, ist gleichzeitig - nicht nur in westlichen Gesellschaften - ein Rückgang an Ambiguitätstoleranz festzustellen. Die Fähigkeit, Widersprüche auszuhalten, Ungewissheiten zu ertragen, andere Sichtweisen gelten zu lassen, ist offensichtlich weltweit im Schwinden begriffen. Dies hat nicht nur Auswirkungen auf die Gesellschaft, etwa auf die Akzeptanz von Demokratie, sondern auch auf jene Bereiche der Kultur, die auf Ambiguitätstoleranz angewiesen sind, ja dazu beitragen könnten, Ambiguitätstoleranz in der Gesellschaft zu stärken wie Theater, Kunst und Musik. Auch ein auf möglichst schnelle und effiziente Ausbildung gerichtetes Bildungssystem lässt immer weniger Raum für spielerische Kreativität.

Thomas Bauer ist Professor für Arabistik und einer der besten Islamwissenschaftler. Er ist von der Deutschen Forschungsgemeinschaft 2013 mit dem renommierten Leibniz-Preis ausgezeichnet worden. Zuletzt ist von ihm bei C.H. Beck das Buch "Warum es kein islamisches Mittelalter gab. Das Erbe der Antike und der Orient" erschienen.

Anmeldung möglich vhs.wissen live: Realität des Risikos (D10154)

Mo. 27.09.2021 19:30 - 21:00 Uhr
Dozent: Julian Nida-Rümelin

Menschen sind Gefahren ausgesetzt und viele dieser Gefahren sind von Menschen verursacht oder beeinflusst.
Wir leben nicht heute erst in der "postmodernen Moderne" (Ulrich Beck) in einer "Risikogesellschaft", vielmehr war die Menschheit von jeher Risiken ausgesetzt und hat versucht, diese durch eigenes Tun günstig zu beeinflussen. Bevor Menschheitsgeißeln wie die Pest, die Pocken, Masern etc. durch Hygienemaßnahmen und Impfungen unter Kontrolle gebracht wurden, gehörten Epidemien zu den größten Menschheitsgefahren.
Uns ist unterdessen bewusst, dass es damit nicht vorüber ist. Kriege, Umweltzerstörung, Großtechnologien vernichten und gefährden Menschenleben, sind aber allein von Menschen verantwortet.
Die Realität des Risikos zwingt uns zu einer rationalen Auseinandersetzung: Wie sollen wir auf Risiken reagieren und welche Rolle spielend dabei ethische Kriterien?

Julian Nida-Rümelin gilt als einer der renommiertesten Philosophen in Deutschland und lehrt Philosophie und politische Theorie an der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Er gehörte als Staatsminister für Kultur und Medien dem ersten Kabinett Schröder an. Er ist Mitglied der Akademie der Wissenschaften zu Berlin und der Europäischen Akademie der Wissenschaften. Im Frühjahr 2021 veröffentlichte er gemeinsam mit Nathalie Weidenfeld bei Piper "Die Realität des Risikos: Über den vernünftigen Umgang mit Gefahren".

Anmeldung möglich vhs.wissen live: Das Risikoparadox (D10156)

Di. 12.10.2021 19:30 - 21:00 Uhr
Dozentin: Ortwinn Renn

Was uns wirklich bedroht und wie wir richtig damit umgehen Nahezu täglich bringen uns die Medien neue Hiobsbotschaften: steigende Kriminalität, gentechnisch veränderte Lebensmittel oder Elektrosmog. Wird unser Leben nicht immer gefährlicher, unsicherer, risikoreicher? Ortwin Renn, der international anerkannte Risikoforscher und renommierte Technik- und Umweltsoziologe, sagt: nein. Die durchschnittliche Lebenserwartung steigt beständig, in vielerlei Hinsicht geht es uns immer besser. Wie fürchten uns, so Renn, vor "falschen" Gefahren, verschließen aber die Augen vor Risiken, die uns und unsere Nachwelt erheblich bedrohen. Renn zeigt, welches diese sind, warum wir sie unterschätzen und wie wir im Sinne der Nachhaltigkeit verantwortungsvoll damit umgehen können.

Ortwin Renn ist Wissenschaftlicher Direktor am Institut für Transformative Nachhaltigkeitsforschung (Institute for Advanced Sustainability Studies, IASS) in Potsdam und Professor für Umwelt und Techniksoziologie an der Universität Stuttgart. Außerdem leitet er das Forschungsinstitut DIALOGIK. Seine Hauptforschungsfelder sind Risikoanalyse (Governance, Wahrnehmung und Kommunikation), Theorie und Praxis der Bürgerbeteiligung bei öffentlichen Vorhaben, Transformationsforschung sowie sozialer und technischer Wandel in Richtung einer nachhaltigen Entwicklung

In Zusammenarbeit mit der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech).



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