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Programm / Programm / Mensch und Gesellschaft / Geschichte
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Plätze frei Heimat, Häuser, Handel – Die unbekannten Denkmäler von Gütersloh (E11005)

Sa. 12.11.2022 14:00 - 16:00 Uhr
Dozent: Dr. Michael Zirbel

Führung durch die Gütersloher Innenstadt mit Abschluss bei Kaffee und Kuchen, Treffpunkt vor dem Rathaus

Ein Blick in die Denkmalliste der Stadt Gütersloh zeigt, wie viele Denkmäler die Innenstadt noch aufweist. Auch wenn Bombenkrieg, Wiederaufbau und Stadterweiterung an vielen Stellen die alten Strukturen überdeckt haben, so sind dennoch viele Bauten erhalten, die Gütersloher Geschichte zeigen. Der Rundgang wird abgeschlossen mit Kaffee und Kuchen im „Bankery“, ein Gebäude, in dem ebenfalls viel Historie steckt.

Plätze frei Handwerk, Wohnen, Kirche – Das Wesen der Stadt (E11010)

Mi. 09.11.2022 19:00 - 20:30 Uhr
Dozent: Dr. Michael Zirbel

Die Gründung von Städten war ein gewaltiger kultureller Fortschritt. Zum ersten Mal gab es Orte in der Stadt und außerhalb der Stadt. Stadt und Landschaft wurden voneinander geschieden. Und es bildete sich eine neue Elite. Sie entwickelte Gedanken zur Philosophie, sorgte für den technischen Fortschritt und fand neue Formen des Handels. Städte wurden zur Keimzelle einer neuen Zivilisation.

Plätze frei Die Pubertät der Republik (E11015)

Mi. 07.12.2022 19:00 - 20:30 Uhr
Dozent: Dr. Michael Zirbel

Goggomobil und Nierentisch – waren das die 1950er Jahre? Nach der Katastrophe des Zweiten Weltkrieges suchte die deutsche Gesellschaft nach anderen Werten. Auch im Städtebau erkannten die Stadtplaner neue Chancen: Die zerbombten Innenstädte schufen eine willkommene Gelegenheit, die Stadt neu zu erfinden. Wie im kleinen Maßstab der Nierentisch, so entdeckte auch die Stadtplanung neue ästhetische Grundlagen und schuf geschwungene durchgrünte Stadtteile. Die 1950er Jahre waren besondere Jahre, die eine sehr eigene Kultur schufen.

Plätze frei Handelswelten – Das Kaufhaus als Begegnung (E11020)

Mi. 08.02.2023 19:00 - 20:30 Uhr
Dozent: Dr. Michael Zirbel

Zur Stadt gehört seit ihrer Gründung der Handel. Er war einer der tragenden Säulen ihrer wirtschaftlichen Entwicklung. Die Hanse-Städte sind hier ein beredtes Beispiel. Um 1900 entstand ein neuer Handelsort: Das Kaufhaus. Eine völlig neue Konzeption ermöglichte den Kauf von Luxus, bot aber auch geringerem Einkommen neue preiswerte Waren. Seit einiger Zeit machen die klassischen Kaufhäuser einen Wandel durch. Was für einen Wert für die Stadt hatten die Kaufhäuser? Welche Zukunft haben sie? Auch Gütersloh, das in den 1960er Jahren noch sehr stolz war auf das „Großkaufhaus“, ist von diesem Wandel betroffen.

Plätze frei „Wenn du aus dem Rathaus kommst…“ Rathaus und Stadt als eine Einheit (E11025)

Mi. 01.03.2023 19:00 - 20:30 Uhr
Dozent: Dr. Michael Zirbel

Sobald sich die Städte entwickelten schufen sie sich eine Struktur, um das Gemeinwesen zu organisieren. Aus der antiken „Agora“ entwickelte sich die Demokratie, die später im Rathaus ihren Niederschlag fand. Das Bürgertum schuf sich dort Orte von Auseinandersetzung und Rechtsprechung. Rathäuser wurden zu den Insignien eines starken Bürgertums, das sich dem Adel entgegenstellte. Was sind Rathäuser heute? Verwaltungsbauten? Orte von Politik und Diskussion? Auch Rathäuser müssen sich den geänderten gesellschaftlichen Bedingungen stellen.

Kurs abgeschlossen Die Geschichte der Ukraine vom Zweiten Weltkrieg bis heute (E11410)

Di. 27.09.2022 19:00 - 20:30 Uhr
Dozent: Norbert Ellermann

Norbert Ellermann besuchte als pädagogischer Mitarbeiter der Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg im Oktober 2019 für ein paar Tage Winnyzja in der Ukraine. Er war in der ungefähr 266 km südwestlich von Kiew gelegenen Stadt im Rahmen eines deutsch-ukrainischen Ausstellungsprojektes zu sowjetischen Kriegsgefangenen sowie internationalen Fachkräfteaustausches. In Winnyzja gab es während des Zweiten Weltkrieges mehrere Lager für Gefangene des NS-Systems sowie acht Kilometer nördlich das so genannte Führerhauptquartier "Werwolf". In seinem illustrierten Vortrag gibt Norbert Ellermann einen historischen Überblick zur wechselvollen Geschichte der Ukraine vom Zweiten Weltkrieg bis heute mit persönlichen Anmerkungen zu den Menschen bzw. Situationen, die er in der Ukraine kennenlernte bzw. erlebte.

Eine vorherige Anmeldung ist erforderlich.
Die Teilnehmergebühr ist an der Abendkasse zu entrichten.

Anmeldung möglich vhs.wissen live: Ist Geschichte gestaltbar? (E11450)

Mo. 30.01.2023 19:30 - 21:00 Uhr
Dozenten: Kurt Bayertz, Patrick Bahners

Die Idee, dass Menschen ihre Geschichte machen oder gestalten können, ist aus dem politischen Leben nicht verschwunden. Im Gegenteil scheint sie angesichts der akut gewordenen globalen Probleme wie dem Klimaschutz eine Art Wiedergeburt zu erleben.
»We are here to make history« – mit diesen Worten stimmte 2014 der damalige Generalsekretär der Vereinten Nationen, Ban Ki-moon, die Regierungsvertreter auf den Klimagipfel in New York ein. Nicht nur Regierungsvertreter und Politiker, auch Bürger und Aktivisten erheben den Anspruch, Geschichte gestalten zu können. Aber die Vorstellung, dass menschliches Handeln sich nicht innerhalb einer vorgegebenen kosmischen Ordnung oder am Leitfaden einer göttlichen Vorsehung abspielt, ist verhältnismäßig jung: Sie ist ein Produkt der Aufklärung. Und unumstritten war sie zu keinem Zeitpunkt. Im Gegenteil: Von Beginn an war sie mit grundsätzlichen, teils religiös, teils philosophisch, teils empirisch motivierten Bedenken konfrontiert.
Kurt Bayertz lehrte bis 2017 praktische Philosophie an der Universität Münster. Für sein Buch „Der aufrechte Gang – Eine Geschichte des anthropologischen Denkens“ wurde er mit dem Tractatus-Preis für philosophische Essayistik ausgezeichnet.
Patrick Bahners ist Journalist im Feuilleton der FAZ. Er hatte Lehraufträge am Historischen Seminar der Universität Bonn und am Institut für Literaturwissenschaft der Universität Frankfurt am Main inne. 2003/2004 war er Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin. 2012 hatte er die Dahrendorf-Gastprofessur an der Universität Konstanz inne.
Eine Anmeldung bis 24 Stunden vor Veranstaltungsbeginn ist erforderlich.
Online-Veranstaltung zur Einzelnutzung durch Teilnehmende: Die Teilnehmenden melden sich an und bekommen einen Zugangslink zugesendet. Einmalig ist dazu der kostenlose Download von http://zoom.us erforderlich.

Plätze frei Der Flugplatz Gütersloh von 1937 bis 2013 (E11470)

Do. 23.03.2023 19:00 - 20:30 Uhr
Dozent: Norbert Ellermann

Im Zuge der Aufrüstung des Dritten Reiches wurde nach zweijähriger Bauzeit im April 1937 der Flugplatz Gütersloh an die Luftwaffe der Deutschen Wehrmacht übergeben, die ihn bis März 1945 nutzte. Nach der Einnahme des Flugplatzes durch US-Truppen im April 1945 wurde die Anlage ein paar Monate später den Briten übergeben, die ihn bis 1993 für die Royal Air Force und danach bis 2013 für die British Army betrieben. Nach dem Abzug der Briten im Jahr 2016 wird ein Teil des ehemaligen Flugplatzgeländes für die Natur reserviert sein, ein anderer Teil einer gewerblichen Nutzung zugeführt werden.
Der reich illustrierte Vortrag gibt einen Überblick über die wechselvolle Geschichte des Flugplatzes.

Plätze frei Von der ehemaligen Synagoge zum neuen jüdischen Friedhof (E11573)

So. 29.01.2023 14:00 - 16:00 Uhr
Dozent: Norbert Ellermann

In der Nacht vom 9. zum 10. November 1938, in der sogenannten Reichspogromnacht, wurde auch die Synagoge der Jüdischen Gemeinde Gütersloh durch Brandstiftung zerstört. Ausgehend von dem dortigen Synagogen-Gedenkstein führt die Exkursion zum 1866 angelegten neuen jüdischen Friedhof, der von den Nationalsozialisten nicht zerstört wurde und sich heute inmitten einer Wohngegend befindet. Auf dem öffentlich nicht zugänglichen Friedhof besteht die Möglichkeit, Näheres über jüdische Friedhofskultur zu erfahren. Beim Besuch des Friedhofs werden auch nichtjüdische Männer gebeten, aus Respekt vor den Toten eine Kopfbedeckung zu tragen.

Anmeldung möglich Von der Heilanstalt zum neuro-psychiatrischen Zentrum. Rundgang über das Gelände (E11576)

So. 04.06.2023 14:00 - 16:15 Uhr in LWL-Klinikgelände, Treffpunkt Schranke hinter Haus 1
Dozent: Dr. Franz Jungbluth

Seit etwas mehr als 100 Jahren hat Gütersloh eine psychiatrische Klinik. Bei ihrer Eröffnung kurz nach dem Ersten Weltkrieg brach die „Provinzial-Heilanstalt“ bewusst mit den großen Verwahranstalten des 19. Jahrhunderts: statt Wegsperren und Zwangsjacken setzte das Konzept des Gründungsdirektors Hermann Simon auf Arbeitstherapie und ein geregeltes soziales Leben. Statt großflächiger Kasernenbauten wurden die Behandelten in pavillonähnlichen Häusern inmitten eines großzügigen Parks untergebracht. Der Park ist heute noch erhalten und ein Gang über das Geländen ist gleichzeitig eine Spurensuche nach den inhaltlichen, organisatorischen und baulichen Entwicklungen, die die Gütersloher Psychiatrie im Laufe ihrer hundertjährigen Geschichte geprägt haben. An das dunkelste Kapitel – die Verschleppung von über 1.000 Patient*innen in Tötungsanstalten während der NS-Zeit – erinnert seit 2014 eine Gedenkstätte in der klinikeigenen Kreuzkirche, deren Besuch ebenfalls Bestandteil der Führung ist.
Anmeldeschluss: Freitag, 3. 06., 11:00 Uhr



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