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Programm / Programm / Mensch und Gesellschaft / Stadtführungen
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Plätze frei Heimat, Häuser, Handel – Die unbekannten Denkmäler von Gütersloh (E11005)

Sa. 12.11.2022 14:00 - 16:00 Uhr
Dozent: Dr. Michael Zirbel

Führung durch die Gütersloher Innenstadt mit Abschluss bei Kaffee und Kuchen, Treffpunkt vor dem Rathaus

Ein Blick in die Denkmalliste der Stadt Gütersloh zeigt, wie viele Denkmäler die Innenstadt noch aufweist. Auch wenn Bombenkrieg, Wiederaufbau und Stadterweiterung an vielen Stellen die alten Strukturen überdeckt haben, so sind dennoch viele Bauten erhalten, die Gütersloher Geschichte zeigen. Der Rundgang wird abgeschlossen mit Kaffee und Kuchen im „Bankery“, ein Gebäude, in dem ebenfalls viel Historie steckt.

Plätze frei Fahrradexkursion zu denkmalgeschützten Bauernhöfen (E11510)

Sa. 15.04.2023 13:00 - 16:00 Uhr
Dozent: Walter Holtkamp

Auf der etwa 21 Kilometer langen Radtour durch die Bauerschaften Kattenstroth, Pavenstädt und Blankenhagen mit Stadtführer Walter Holtkamp geht es von der Pankratiuskirche zu verschiedenen, zum Teil denkmalgeschützten Bauernhöfen. Dazu gehören unter anderem der Meierhof Bultmann, der Hof Barkey, der Meierhof Rassfeld und schließlich der Gasthof Mühlenstroth. Hier besteht zum Abschluss der Tour die Möglichkeit, gemeinsam zu einem traditionellen Pickertessen einzukehren.

Gesamtstrecke: 21 km, Zeit: ca. 3 Std. ohne "Pickerteinkehr"

Start: Parkplatz rechts neben der Pankratiuskirche, Unter den Ulmen 12, 33330 Gütersloh
Ziel: Gasthof Mühlenstroth, Postdamm 166, 33334 Gütersloh

Anmeldung ist unbedingt erforderlich.

Plätze frei Schulgeschichte(n) in der Innenstadt (E11555)

So. 02.04.2023 15:00 - 16:30 Uhr
Dozent: Dr. Franz Jungbluth

Als in Gütersloh 1818 die erste städtische Volksschule eingerichtet wurde, reichte ein großer Klassenraum, um die Kinder der unter 2.000 Einwohner:innen zu „beschulen“. Zum Ende des 19. Jahrhunderts hatte die wachsende Stadt nicht nur zusätzliche Volksschulen eingerichtet, sondern beherbergte zwei weiterführende Schulen mit überregionalem Einzug und ein Lehrerfortbildungsseminar. Der Rundgang beleuchtet die Geschichte und Entwicklung der heute noch in der Innenstadt bestehenden Schulen und führt zu einigen verschwundenen oder heute umgenutzten Bildungsorten.
Anmeldeschluss: Freitag, 31.03, 11:00 Uhr

Plätze frei #WeRemember - Stolpersteinrundgang durch die Gütersloher Innenstadt (E11560)

Sa. 05.11.2022 16:00 - 17:30 Uhr
Dozent: Dr. Franz Jungbluth

44 Stolpersteine erinnern an 16 Standorten in Gütersloh an jüdische Menschen, die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft wurden. Bei einem Rundgang "auf der Spur der Steine" wird an einem halben Dutzend Verlegestellen Halt gemacht und an Schicksale und Biografien dieser Gütersloher Bürgerinnen und Bürger in der NS-Zeit erinnert. Außerdem beinhaltet die Führung zwei weitere zentral gelegene Erinnerungsorte an die Zeit des Nationalsozialismus. Der Rundgang bietet biografisches und informatives Wissen über die bis 1938 bestehende jüdische Gemeinde und die nationalsozialistische Herrschaft in Gütersloh und regt zur Reflektion über aktuelle Formen des Erinnerns an.

Anmeldeschluss: Freitag, 4. November, 11:00 Uhr

Plätze frei Jüdisches Leben in Dorf und Stadt Gütersloh (E11565)

So. 27.11.2022 14:00 - 15:30 Uhr
Dozent: Norbert Ellermann

Die wechselvolle Geschichte der Gütersloher jüdischen Gemeinde steht im Mittelpunkt dieses Stadtrundgangs. An ausgesuchten Orten wird gezeigt, welche Bedeutung die jüdischen Mitbürger*innen im gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Leben der Stadt besaßen, aber auch mit welchen brutalen Mitteln sie aus unserer Mitte ausgegrenzt, vertrieben und ermordet wurden.
Eine vorherige Anmeldung ist erforderlich.

Plätze frei Gütersloher Kirchengeschichte. Evangelisches Nazareth oder friedliche Koexistenz (E11570)

Sa. 19.11.2022 16:30 Uhr - 18:45 Uhr Uhr
Dozent: Dr. Franz Jungbluth

Der alte Kirchplatz gilt nicht umsonst als die „Geburtszelle“ Güterslohs, denn erst durch die Kirche wurde aus einer Ansammlung von Höfen und Weilern ein Dorf. Und auch ansonsten ist die Gütersloher Stadtgeschichte bis ins 20. Jahrhundert hinein von Religion und Kirche(n) geprägt! Wegen der starken protestantischen Erweckungsbewegung galt die Stadt lange als eine evangelische Hochburg. Ein Rundgang zu den drei Innenstadtkirchen und anderen – teilweise ehemals – religiösen Einrichtungen zeigt jedoch, dass Gütersloh von jeher durch beide christlichen Konfessionen geprägt war.
Anmeldeschluss: Freitag, 13. November, 11:00 Uhr

Plätze frei Von der ehemaligen Synagoge zum neuen jüdischen Friedhof (E11573)

So. 29.01.2023 14:00 - 16:00 Uhr
Dozent: Norbert Ellermann

In der Nacht vom 9. zum 10. November 1938, in der sogenannten Reichspogromnacht, wurde auch die Synagoge der Jüdischen Gemeinde Gütersloh durch Brandstiftung zerstört. Ausgehend von dem dortigen Synagogen-Gedenkstein führt die Exkursion zum 1866 angelegten neuen jüdischen Friedhof, der von den Nationalsozialisten nicht zerstört wurde und sich heute inmitten einer Wohngegend befindet. Auf dem öffentlich nicht zugänglichen Friedhof besteht die Möglichkeit, Näheres über jüdische Friedhofskultur zu erfahren. Beim Besuch des Friedhofs werden auch nichtjüdische Männer gebeten, aus Respekt vor den Toten eine Kopfbedeckung zu tragen.

Plätze frei Blücher, Volkening und der Taufengel - Auf den Spuren der preußischen Geschichte (E11575)

So. 16.04.2023 15:00 - 16:30 Uhr
Dozent: Dr. Franz Jungbluth

1815 wurde Gütersloh als Teil der Provinz Westfalen preußisch. Ein Wendepunkt, der sich für die Stadtgeschichte als glücklich herausstellen sollte. Zumindest wurde die Entwicklung vom beschaulichen Kirchdorf zur florierenden Stadt mit Bahnanschluss und Gymnasium durch diese Zugehörigkeit deutlich befördert. Vor dem Hintergrund verwundert es nicht, dass das Gütersloher Bürgertum überwiegend große Sympathien für die Hohenzollernherrschaft hegte. Die Stadtführung führt zu verschwundenen und noch sichtbaren Andenken an die Gütersloher "Preußenzeit", erläutert die engen Beziehungen der Dalkestadt zu gleich zwei gekrönten Häuptern und mutmaßt, dass selbst der Ruf Güterslohs als "evangelisches Nazareth" ohne die preußische Monarchie nicht begründet worden wäre.

Anmeldeschluss: Freitag, 13.04., 11:00 Uhr

Anmeldung möglich Von der Heilanstalt zum neuro-psychiatrischen Zentrum. Rundgang über das Gelände (E11576)

So. 04.06.2023 14:00 - 16:15 Uhr in LWL-Klinikgelände, Treffpunkt Schranke hinter Haus 1
Dozent: Dr. Franz Jungbluth

Seit etwas mehr als 100 Jahren hat Gütersloh eine psychiatrische Klinik. Bei ihrer Eröffnung kurz nach dem Ersten Weltkrieg brach die „Provinzial-Heilanstalt“ bewusst mit den großen Verwahranstalten des 19. Jahrhunderts: statt Wegsperren und Zwangsjacken setzte das Konzept des Gründungsdirektors Hermann Simon auf Arbeitstherapie und ein geregeltes soziales Leben. Statt großflächiger Kasernenbauten wurden die Behandelten in pavillonähnlichen Häusern inmitten eines großzügigen Parks untergebracht. Der Park ist heute noch erhalten und ein Gang über das Geländen ist gleichzeitig eine Spurensuche nach den inhaltlichen, organisatorischen und baulichen Entwicklungen, die die Gütersloher Psychiatrie im Laufe ihrer hundertjährigen Geschichte geprägt haben. An das dunkelste Kapitel – die Verschleppung von über 1.000 Patient*innen in Tötungsanstalten während der NS-Zeit – erinnert seit 2014 eine Gedenkstätte in der klinikeigenen Kreuzkirche, deren Besuch ebenfalls Bestandteil der Führung ist.
Anmeldeschluss: Freitag, 3. 06., 11:00 Uhr

Plätze frei Gütersloh im Nationalsozialismus (E11580)

Fr. 05.05.2023 18:00 - 20:15 Uhr
Dozent: Norbert Ellermann

Wie verlief der Aufstieg der NSDAP in Gütersloh? Wo waren deren Stützpunkte in der Stadt? Welche Rolle haben die SS und die Polizei während des Nationalsozialismus gespielt? Was war das Schicksal der Gegner und Opfer des Dritten Reiches? Welche jüdischen Geschäfte gab es? Wie verliefen die Pogrome gegen die jüdischen Bürger*innen 1938? Diesen und anderen Fragen wird der Stadtrundgang nachgehen.



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