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Keine Internetanmeldung möglich Seniorenuni an der Volkshochschule Gütersloh im Studienjahr 2022/2023 (E18405)

Do. 22.09.2022 (09:30 - 13:00 Uhr) - Do. 25.05.2023
Dozentin: Monika Abel

Philosophie, Medizin, Kunst, Kultur-, Natur-, Literatur-, Rechts-, Wirtschafts-, Musik- und Geschichtswissenschaften bilden den inhaltlichen Rahmen eines akademisch orientierten Studienganges für Senior*innen an der Volkshochschule Gütersloh. In Vorlesungen werden interessante Inhalte, aktuelle Forschungsergebnisse und prägnante Themen aus den verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen im Sinne eines "Studiums generale" vorgestellt und diskutiert. In begleitenden Kolloquien können diese Inhalte und Kenntnisse vertieft werden.
Darüber hinaus regen Seminare und Studienexkursionen zur aktiven Mitarbeit an.
Im Laufe des Studiums besteht die Möglichkeit, dass sich die Studierenden eines ihnen persönlich wichtigen wissenschaftlichen Themas annehmen, das sie während der beiden Semester selbstständig alleine oder in einer Kleingruppe erarbeiten und am Ende des Studienjahres präsentieren.

Vorlesungen und Kolloquien finden an Donnerstagen jeweils von 9.30-13.00 Uhr statt.

Eine Anmeldung ist nur für den gesamten Studiengang und nicht für einzelne Vorlesungen möglich. Der nächste Studiengang startet im Herbstsemester 2023.

Kurs abgeschlossen Bevölkerungswachstum und Umweltkrise - Ist die Welt zu klein? (E18410)

Do. 22.09.2022 09:30 - 13:00 Uhr
Dozent: Paul Köhler

Auf unserer Erde leben nach aktuellen Schätzungen rund 7,8 Milliarden Menschen. Ungefähr 60 % auf dem asiatischen Kontinent, gefolgt von Afrika. Nach einer Prognose der Vereinten Nationen wird die Weltbevölkerung bis zum Jahr 2100 auf rund elf Milliarden Menschen anwachsen. Hauptgrund ist die steigende Lebenserwartung und eine sinkende Kindersterblichkeit durch ein verbessertes Gesundheitssystem. Mit den steigenden Bevölkerungszahlen nimmt auch der Bedarf an Ressourcen stetig zu, egal ob Land, Wasser oder Energie. Doch während die Menschheit gerade kein Ende zu kennen scheint, sind Lebensmittel und fossile Rohstoffe nur begrenzt verfügbar. Und ob allein technische Innovationen die Problematik entschärfen können ist fraglich.
Der klassische Ökonom Robert Thomas Malthus formulierte schon 1798 einen „Essay on the Principle of Population“. Er sah, dass die Bevölkerung mit der Zeit exponentiell wuchs, die Nahrungsmittelproduktion mit diesem Tempo aber nicht mithalten konnte. Also prophezeite er: Irgendwann wird der Lebensmittelbedarf so groß, dass man ihn nicht mehr decken kann. Die Folge: Kriege, Hunger und Tod.
Die Formel, die Malthus für das Bevölkerungswachstum aufstellte, bewegt seit 200 Jahren die Gemüter in Politik und Wissenschaft. Sie liegt auch den aktuellen Diskussionen um „Postwachstumsökonomie“ und „imperiale Lebensweise“ zugrunde.
Mit der Vorlesung „Bevölkerungswachstum und Umweltkrise - Ist die Welt zu klein?“ geht Dipl.-Volkswirt Paul Köhler, Leitender Regierungsdirektor bei der Bezirksregierung Arnsberg und seit vielen Jahren als Mentor für Wirtschaftswissenschaften an der FernUni Hagen tätig, der Frage nach und liefert sachlich fundierte Einschätzungen für die Diskussion.

Kurs abgeschlossen Aus dem Alltag eines Musikdramaturgen (E18420)

Do. 20.10.2022 09:30 - 13:00 Uhr
Dozentin: Jon Philipp von Linden

Geht man ins Theater und liest Besetzungszettel der bevorstehenden (oder genossenen) Aufführung, taucht darin unweigerlich der Begriff „Dramaturgie“ auf. Wer sich die Zeit nimmt, zu einer Konzert- oder Werkeinführung zu gehen, erlebt dort häufig eine Dramaturgin oder einen Dramaturgen als Moderator*in; auch in Kritiken oder Vorankündigungen ist gelegentlich von einer Person dieses Berufsstands die Rede. Aber was macht man als Dramaturg eigentlich wirklich?
Das Schöne an diesem Beruf ist: Er hat viele Facetten und die lassen sich in gewissem Rahmen den eigenen Fähigkeiten und Vorlieben anpassen. Wer sich gut mit Fremdsprachen auskennt, wird ein ebenso dankbares Betätigungsfeld finden wie jemand, der (oder die) Management-Fähigkeiten, musikalische Praxiserfahrung, einen Germanistik-Doktortitel oder bereits eine Karriere als Regisseur*in vorweisen kann. Der gemeinsame Nenner dürfte im Dunstkreis Text und Sprache plus Verständnis für künstlerische Vorgänge sowie „ein Schuss Theaterblut“ liegen.
Die heute an Stadttheatern ausgeübte Tätigkeit im Konzert- und Musikdramaturgiebereich unterscheidet sich noch einmal deutlich von derjenigen in Schauspiel oder Tanz. Jón Philipp von Linden, Musiktheater- und Konzertdramaturg am Theater Bielefeld, bietet einen Blick hinter die Kulissen dieses Berufsfelds.

Kurs abgeschlossen „Leuchtende Liebe – Lachender Tod“ (Teil 1) (E18425)

Do. 27.10.2022 09:30 - 13:00 Uhr
Dozent: Thomas Sander

Die Vorlesung beschäftigt sich mit der Entstehung der Gattung Oper um 1600 und zeigt ihre Entwicklung bis zur Epoche der Klassik. Betrachtet werden sowohl der monodische Gesang der frühen Barockzeit und das Entstehen kunstvoller Vokalornamentik als auch die Ausprägung von ariosen Formen und diverse Funktionen von Chor- und Tanzszenen im 18. Jahrhundert. Im Mittelpunkt der Betrachtung stehen Werke der europäischen Opernliteratur von Monteverdi, Purcell, Rameau, Händel, Gluck und Mozart.

Kurs abgeschlossen Kardiogramm. Ein Blick in die Anamnese einer Krise im Osten Europas (E18426)

Do. 03.11.2022 09:30 - 13:00 Uhr
Dozent: Markus Lesinski

Spätestens i.J. 2014 haben Menschen in Europa bemerkt, dass sich im europäischen Osten mit der Besetzung der Krim durch Russland und separatistischen Bewegungen in der Ukraine eine Krise anbahnt. Am 24.02.2022 hat sie durch den Einmarsch russischer Truppen in die Ukraine sichtbare Spuren auch in Deutschland bis in die Gegenwart hinein hinterlassen.

Wie in einem Kardiogramm lassen sich Entwicklungen und Wellen in Aspekten von Geschichte, Volkswirtschaft, Energiewirtschaft, Technik, Politik, Gesellschaft und Religion beobachten. Gleichzeitig stellt das Kardiogramm Anfragen an eigenes Verhalten und eigene Einstellungen und Werte. Ein Blick in die Anamnese lässt Bewegungen, Ursachen und Auswirkungen in russischen, ukrainischen und westeuropäischen Quellen nachspüren.

Markus Lesinski, evangelisch-lutherischer Pastor mit Ausbildung als Theologe, Orientalist und Osteuropahistoriker arbeitet nach seinen Dienstorten im russischen Fernen Osten (Chabarovsk), im niedersächsischen Tief- und Hochland sowie von Neu-Delhi aus in den Metropolen Nordindiens, Bangladeschs und Nepals nun an den Ufern der Weser (Münster St. Bonifatius zu Hameln). Weiterhin ist er zudem in Projekten in Ägypten und Äthiopien aktiv.

Kurs abgeschlossen Klimawandel und Migration. Was schulden wir Klimaflüchtlingen? (E18435)

Do. 24.11.2022 09:30 - 13:00 Uhr
Dozent: Dr. Johannes Graf Keyserlingk

Im Laufe des 21. Jahrhunderts wird der Klimawandel den bereits erheblichen Einwanderungsdruck, dem die EU und Nordamerika ausgesetzt sind, noch deutlich verstärken. Die Schätzungen schwanken zwischen 50 und 500 Millionen weiteren Migranten bis 2050, die aufgrund von Dürren, Überschwemmungen, Extremwetter sowie durch den Anstieg des Meeresspiegels ihre Länder verlassen werden müssen. Wie sollen wir mit den betroffenen Klimamigrant*innen bzw. Klimaflüchtlingen umgehen? In der Veranstaltung soll der Intuition nachgegangen werden, dass es moralisch besonders fragwürdig wäre, jenen Menschen die Einwanderung nach Europa zu verwehren, an deren Fluchtursachen wir durch unsere (hohen) Treibhausgasemissionen kausal beteiligt sind. Dabei werden wir eine Reihe begrifflicher, moralischer und politischer Schwierigkeiten diskutieren. Welche moralisch-normative Rolle spielt etwa die Tatsache, dass es analytisch oftmals unmöglich sein wird zu bestimmen, ob es wirklich der Klimawandel war, der einen bestimmten Migrationsstrom ausgelöst hat? Wie stellt sich die rechtlich entscheidende Unterscheidung zwischen (Klima-)Migrant und (Klima-)Flüchtling dar? Und wie geht man mit der gerade in Diskussionen zur Klimamigration häufig aufgestellten Forderung nach offenen Grenzen um, wenn ein solches universelles Recht auf Einwanderung absehbar mit der Verstärkung bereits bestehender xenophober und populistischer Tendenzen in Europa einhergehend würde?

Keine Internetanmeldung möglich Neueste neurophysiologische Erkenntnisse zum Zusammenhang Bewegung –Intellige (E18440)

Do. 08.12.2022 09:30 - 13:00 Uhr
Dozent: Markus Kraus-Erdl

Das menschliche Bewegungssystem und seine Verknüpfung mit kognitiven Kompetenzen (Intelligenz) ist Grundlage unterschiedlicher Ansätze der Forschung zur therapeutischen Nutzung in der neurologischen Rehabilitation („kognitiv therapeutische Übungen“, Prof. Perfetti), der sportpsychologischen Verknüpfung im Bereich „Brain Gym“, aber auch in der Entwicklung der Robotik, in der bewegungsphysiologische Erkenntnisse die Basis zur Entwicklung von u.a. Exoskeletten bilden.
In dieser Vorlesung erhalten Sie einen Überblick über die neuesten Forschungsergebnisse und deren Einsatz in den unterschiedlichen Bereichen Sport, Therapie und Robotik.

Spätestens seit Dürer gehört das Genre des Selbstbildnisses zu den wichtigsten Zeugnissen eines Künstlers und seines Schaffens - dem Thema haben sich Künstlerinnen und Künstler jedoch mit unterschiedlicher Intensität und Begeisterung gewidmet. Im 20. Jahrhundert erfährt es durch die Erschütterungen in der Welt- und Kunstgeschichte, aber auch durch einen veränderten Blick des Menschen auf sich selbst eine bedeutsame Entwicklung. Ausgehend von den Werken der Expressionisten und vor allem Max Beckmann weitet sich der Blick auf Künstler wie Andy Warhol oder Martin Kippenberger - ein fokussierter, aber alles andere als vollständiger Blick auf wichtige Positionen des Selbstporträts in der modernen und zeitgenössischen Kunst.

Keine Internetanmeldung möglich "Die Entstehung der Götter" - Antike Religionen und ihre Schöpfungsmythen (E18450)

Do. 23.02.2023 09:30 - 13:00 Uhr
Dozentin: Dr. Birgitta Hübner

Wie kommen die Götter in den Himmel?
Die Götter im Himmel, die Menschen auf Erden?
Sind die Götter wirklich im Himmel, oder haben wir sie da nur verortet?
Der Vortrag betrachtet Religionen einiger großer Kulturen und richtet dabei den Fokus gezielt auf Schöpfungsmythen, um schließlich in Bezug auf das Christentum und Mysterienreligionen des Orients vorhandene Adaptionen herauszustellen. 
Der homo sapiens hat zu allen Zeiten in unterschiedlichen Geographien "Religion" entstehen lassen.
Von zentraler Bedeutung war dabei die Auseinandersetzung mit der Natur, der die Menschen bedingungslos ausgeliefert waren.
Sie lernen diese mehr und mehr zu beherrschen und ihren Fähigkeiten zu vertrauen.
Die Unbegreiflichkeit des Seins stellt dem Menschen der Vorzeit viele Fragen.
Antworten darauf gaben ihm die Götter - die er selbst geschaffen hatte.
Es ist nicht verwunderlich, dass sich Schöpfungsmythen unterschiedlicher Kulturen sehr ähnlich sind und nachfolgende Generationen diese tradieren.
Im Fokus stehen:
- Mesopotamien
- Ägypten
- Griechenland
- Rom
Geschichten über Götter sind die Geschichten der Menschen.
Ihre Existenz und das Leben an sich zu verstehen, erwachsen aus dem ureigensten Bedürfnis um das Verständnis von Leben und Tod:
Wo komme ich her? Wo gehe ich hin?
 
Der Titel ist der Theogonie des Hesiod entnommen, der im frühen 7. Jahrhundert vor Christus lebte. Seine Werke sind neben der Ilias und Odyssee von Homer, die Hauptquellen für unser heutiges Wissen über die griechische Mythologie sowie das Alltagsleben seiner Zeit.
 
 

Keine Internetanmeldung möglich Erinnern für die Zukunft? Historische Perspektiven und aktuelle Herausforderunge (E18451)

Do. 09.03.2023 09:30 - 13:00 Uhr
Dozent: Dr. Franz Jungbluth

Bis in die späten 1970er Jahre war die Aufarbeitung des NS-Regimes jenseits der großen Kriegsverbrecherprozesse kein Thema in der deutschen Öffentlichkeit (oder im Schulunterricht). Heute ist sie in vielen Medien, Kommunen und Schulen so präsent, dass einige Stimmen bereits vor einer ritualisierten Inhaltsleere der Erinnerung warnen. Die Vorlesung beschreibt die Geschichte von Aufarbeitung und Gedenken in den letzten Jahrzehnten. Aktuelle Beispiele aus großen Gedenkstätten und der Region illustrieren, welche Probleme die teilweise wahrgenommene „Übersättigung“ in Medien und Gesellschaft oder das Versterben der letzten Zeitzeug*innen bedeuten – und wie eine zeitgemäße Erinnerungskultur diese Herausforderungen bewältigen kann.



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