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Erlebniswochen
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Programm / Programm / Mensch und Gesellschaft / VHS für Jugendliche
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Plätze frei Richtige Geld-, Konsum und Finanzentscheidungen im Leben treffen (E10510)

Di. 18.10.2022 (19:00 - 20:30 Uhr) - Di. 29.11.2022
Dozent: Christian Pult

Viele (oftmals jüngere) Menschen fühlen sich durch ihren bisherigen Bildungsweg nicht gut darauf vorbereitet, wie sie in der Welt der Erwachsenen richtig wirtschaften. Viele Menschen wissen nicht, wie Kaufentscheidungen und Verträge günstig abgeschlossen werden und welche Tragweite diese Verträge haben, was Vor- und Nachteile sind und wo teils gravierende finanzielle Gefahren bei Fehlentscheidungen lauern.
Das Seminar beschäftigt sich mit allen wichtigen Vertragsarten in den Themenblöcken Wohnen, Mobilität, Alltagskonsum, mit Sinn und Unsinn von den wichtigsten Geldanlage-, Kredit- und Versicherungsprodukten, Sinn und Unsinn von Neuvertragsarten der jüngeren Vergangenheit (z.B. Spotify, Netflix, Handyverträge etc.) und deren möglichen günstigen Alternativen. Auch grundlegende Finanzthemen wie das Erstellen einer Steuererklärung, Spar- und Konsumprinzipien, persönliche Ein- und Ausgabenrechnung und vieles mehr werden thematisiert. Wir diskutieren gemeinsam darüber, was man gegen die aktuelle Inflation (ständige Preissteigerungen) tun kann und welche Möglichkeiten man als Konsument*in hat, bei den laufenden Kosten sinnvoll zu sparen, ohne auf Leistung und Qualität zu verzichten und auch, wie dabei in gewissem Maß alternativer Konsum helfen kann.

Plätze frei Wissenschaft trifft Schule: Die „Reichserntedankfeste“ auf dem Bückeberg (E17060)

Di. 20.09.2022 19:00 - 20:30 Uhr
Dozent: Bernhard Gelderblom

Die „Reichserntedankfeste“ auf dem Bückeberg waren neben den Reichsparteitagen in Nürnberg die größte regelmäßig stattfindende Massenveranstaltung der Nationalsozialisten. Albert Speer schuf dafür einen perfekt gestalteten Kundgebungsplatz in der Landschaft des Weserberglands.

In den ständig wachsenden Teilnehmerzahlen spiegelt sich die Tatsache wider, dass der Nationalsozialismus sich einer zunehmenden, teilweise überwältigenden Zustimmung in der Bevölkerung erfreute. Aus allen Teilen Deutschlands kamen an diesem Tage bis zu einer Million Menschen zum Kundgebungsplatz auf dem Bückeberg in der Nähe Hamelns. Sie alle wollten Hitler sehen und erleben.

Der Vortrag will anhand reichen Bildmaterials die Intentionen untersuchen, die Goebbels als Initiator des Festes mit diesem Tag verfolgt hat. Die „Volksgenossen“ sollten zur „Volksgemeinschaft“ zusammengeschlossen und mit dem sorgfältig inszenierten „schönen Schein“ des Dritten Reiches konfrontiert werden. Im Zentrum der Massenfeste stand immer Hitler, dem – wie einem Erlöser – unbedingte Gläubigkeit entgegengebracht wurde und der alle Hoffnungen der Menschen magnetisch auf sich zog. Die Beziehung zwischen „Volk und Führer“ bedurfte immer wieder der Aktualisierung. Dies geschah im Fest. Am Bückeberg entstanden die Bilder, die das innige Einvernehmen zwischen „Volk und Führer“ zeigten.

Das Thema wurde in der Region Hameln lange verdrängt und beschwiegen. Im November 2021 konnte der Dokumentations- und Lernort Bückeberg eröffnet werden.

Plätze frei Wissenschaft trifft Schule: Kinderbücher unter diversitätsbewusster und (E17061)

Mi. 19.10.2022 19:00 - 20:30 Uhr
Dozentin: Prof. Dr. Erika Schulze

Bücher sind wichtig für Kinder, nicht nur für ihre Entwicklungs- und Bildungsprozesse. Ebenso vermitteln sie - oft beiläufig - gesellschaftliches Wissen: Kenntnisse darüber, was als "normal" und was als "Abweichung" gilt, und damit immer auch Wissen um gesellschaftlich wirksame Hierarchien. In dieser Veranstaltung soll in das Thema eingeführt und ein diversitätsbewusster und rassismuskritischer Blick auf aktuelle Kinderliteratur, insbesondere Bilderbücher geworfen werden.

Plätze frei Wissenschaft trifft Schule: Was hat mein Smartphone mit Kinderarbeit zu tun? (E17065)

Mi. 30.11.2022 19:00 - 20:30 Uhr
Dozent: Dr. Johannes Graf Keyserlingk

Menschenrechtsverletzungen (und Umweltzerstörung) sind die hartnäckige Schattenseite unserer globalisieren Wirtschaftsweise. Kinderarbeit, Hungerlöhne und mangelnder Gesundheitsschutz (z.B. bei der Arbeit mit Giftstoffen) sind nach wie vor an der Tagesordnung. In der Veranstaltung werden wir die menschenrechtsbezogenen Herausforderungen im globalen Markt hinsichtlich ihrer Ursachen und Formen sortieren und Lösungsansätze diskutieren. Aus ethischer Sicht sind vor allem jene Menschenrechtsverstöße klärungsbedürftig, die in den Lieferketten und somit zumindest potentiell im Einflussbereich des europäischen Unternehmens stattfinden. Welche moralische Verantwortung hat das Unternehmen, Einfluss auf seine direkten und indirekten Zulieferer zu nehmen, um derartige Menschenrechtsverletzungen (bzw. Menschenrechtsrisiken) zu verhindern oder zu verringern? Macht sich das Unternehmen zum Komplizen, wenn es derartige Rechtsverletzungen duldet? Diese Fragen werden unter Einbeziehung von ethischen Überlegungen zur Konsumentenverantwortung diskutiert.

Plätze frei Wissenschaft trifft Schule: Biografisches Erzählen als eine Suche (E17070)

Di. 14.02.2023 19:00 - 20:30 Uhr
Dozentin: Julia Winterboer

„In mir gibt es einen ganz tiefen Brunnen. Und darin ist Gott. Manchmal ist er für mich erreichbar. Aber oft liegen Steine und Geröll auf dem Brunnen und dann ist Gott begraben. Dann muss er wieder ausgegraben werden. (…) Es gibt auch Menschen, die den Kopf senken und in den Händen verbergen, ich glaube, diese Menschen suchen Gott in sich selbst.“ – Etty Hillesum

Was heißt es an etwas oder jemanden zu glauben? Überhaupt zu glauben?
Durch die Geschichte hindurch stellen sich immer wieder Menschen diese Frage und beantworten sie mit ihrem Suchen und Leben unterschiedlich. Die jüdisch geprägte Studentin Etty Hillesum beschreibt das Gespräch mit Gott als ein Gespräch wie zu sich selbst oder zu einer guten Freundin. In ihren Tagebüchern sucht sie sich selbst, Gott und einen tragfähigen Umgang mit ihren Mitmenschen – in der Zeit des Nationalsozialismus.
Anhand einzelner Passagen ihrer Erzählung und im Hinblick auf biografisches Erzählen, was für religiöse Andockpunkte es im Hier und Jetzt gibt, bietet Julia Winterboer an diesem Abend das Gespräch und den Austausch an.
Als Christin arbeitet sie seit 2016 in der katholischen Hochschulgemeinde Bielefeld, ist Mitautorin des Buches „Weil Gott es so will. Frauen erzählen von ihrer Berufung zur Diakonin und Priesterin“ und setzt sich aktiv mit der Frage nach Berufung von Menschen, insbesondere Frauen auseinander. Am Ende ihrer eigenen Schulzeit hätte sie es nicht für möglich gehalten, sich als praktizierende Christin zu bezeichnen. Inzwischen kann sie sich für sich selbst ein Leben „ohne“ nicht mehr so gut vorstellen.

Plätze frei Wissenschaft trifft Schule: Ich bin doch kein Rassist!? (E17071)

Mi. 15.03.2023 19:00 - 20:30 Uhr
Dozentin: Christiane Knirsch

Jede*r von uns kennt das: Irgendjemand erzählt etwas über eine Person, erwähnt einen Namen oder wir begegnen Menschen auf der Straße und sofort haben wir eine vermeintliche Vorstellung davon, wer diese Person ist, wie sie lebt, wo sie herkommt. Doch stimmt all das überhaupt? Woher kommen unsere Vorurteile, wie entstehen solche Bilder in unserem Kopf und wie wird daraus Rassismus? Und vor allem: Was können wir tun, um andere Menschen nicht zu diskriminieren und zu überprüfen, was bei der Vielzahl an Informationen der Wahrheit entspricht? Woran erkenne ich, dass sich jemand radikalisiert und was ist das überhaupt?
Diese Fragen sollen innerhalb des Vortrages diskutiert und dadurch das Bewusstsein für die Vielfältigkeit unserer Gesellschaft gestärkt werden.