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Erlebniswochen
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Programm / Programm / Mensch und Gesellschaft / Diversität
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Anmeldung möglich vhs.wissen live: Auf der Suche nach Eindeutigkeit. (D10153)

Mi. 22.09.2021 19:30 - 21:00 Uhr
Dozent: Prof. Dr. Thomas Bauer

Während die Welt immer komplexer wird, ist gleichzeitig - nicht nur in westlichen Gesellschaften - ein Rückgang an Ambiguitätstoleranz festzustellen. Die Fähigkeit, Widersprüche auszuhalten, Ungewissheiten zu ertragen, andere Sichtweisen gelten zu lassen, ist offensichtlich weltweit im Schwinden begriffen. Dies hat nicht nur Auswirkungen auf die Gesellschaft, etwa auf die Akzeptanz von Demokratie, sondern auch auf jene Bereiche der Kultur, die auf Ambiguitätstoleranz angewiesen sind, ja dazu beitragen könnten, Ambiguitätstoleranz in der Gesellschaft zu stärken wie Theater, Kunst und Musik. Auch ein auf möglichst schnelle und effiziente Ausbildung gerichtetes Bildungssystem lässt immer weniger Raum für spielerische Kreativität.

Thomas Bauer ist Professor für Arabistik und einer der besten Islamwissenschaftler. Er ist von der Deutschen Forschungsgemeinschaft 2013 mit dem renommierten Leibniz-Preis ausgezeichnet worden. Zuletzt ist von ihm bei C.H. Beck das Buch "Warum es kein islamisches Mittelalter gab. Das Erbe der Antike und der Orient" erschienen.

Plätze frei Haltung zeigen! Argumentationstraining (D12160)

Sa. 27.11.2021 10:00 - 14:00 Uhr
Dozentin: Sarah Laukötter

Haltung zeigen! Demokratie braucht Feminismus. In diesem Seminar wollen wir lernen, Hassrede / Hate Speech gegen Frauen* online und offline etwas entgegen zu setzen Dazu erörtern wir die Begriffe Antifeminismus und Hate Speech, um im Anschluss mit vielen Übungen handlungsfähig zu werden. Wie zeige ich Zivilcourage für demokratische Werte? Die Auseinandersetzung mit Feminismus stärkt die eigene Position, und das Kennenlernen von Gesprächsstrategien hilft gegen die Sprachlosigkeit.
Das Argumentationstraining kann ohne Vorwissen besucht werden. Es soll helfen, eine eigene Haltung zu entwickeln und Mut machen, sich einzumischen.

Plätze frei Demokratie braucht Feminismus (D12205)

Di. 08.02.2022 (19:00 - 21:15 Uhr) - Di. 31.05.2022
Dozentin: Sarah Laukötter

Das einführende Seminar gibt Einblick in die historische Dimension von Frauenbewegungen sowie aktuelle Debatten über Genderstern, LSBTQI, #metoo oder Body Positivity und Empowerment. Wie haben die gesellschaftlichen Strukturen mit mir zu tun? Welche Handlungsmöglichkeiten gibt es? Dies alles wird ohne Vorwissen in der Gruppe erarbeitet. Die Themen umfassen die Entwicklung der Frauenbewegungen und des Feminismus, Diskriminierung und Intersektionalität, Queerfeminismus, Körper und Selbstbestimmung, Gendersensible Sprache und Bilder, Antifeminismus - Angriff von Rechts und Handlungsoptionen/Argumente.

Plätze frei Von der Website bis zum Gästebuch Barrieren überwinden - vhs@home (D12500)

Do. 30.09.2021 19:30 - 21:00 Uhr
Dozentin: Stefanie Wiens

Grundlage der Inklusion ist der Gedanke, dass alle Menschen selbstverständlich am Leben teilhaben können. Die Barrieren, die sich dabei für viele Menschen auftun, sind der Mehrheit oft nicht bewusst. Dieser Workshop lädt Freiberufler*innen und Selbstständige ein, sich für Barrieren in den Bereichen Sehen, Hören, Bewegen und Lernen zu sensibilisieren. Ziel ist es, die eigene Arbeit barrierefreier und inklusiver zu gestalten. Ein Input klärt, wer sich hinter blinden, sehbehinderten, tauben, schwerhörigen und Menschen mit Lernschwierigkeiten oder Mobilitätsbehinderung verbirgt, welche Barrieren entstehen und wie diese abgebaut werden können. Der Workshop lässt Raum für individuelle Fragen.
Der Sensibilisierungsworkshop wird geleitet von Stefanie Wiens vom Unternehmen Beratung für Inklusion und barrierefreie Kulturvermittlung (www.platzda.berlin).

Plätze frei Raus aus Happyland - Tupoka Ogettes "Exit Racism" (D12600)

Di. 08.02.2022 (19:00 - 21:15 Uhr) - Di. 31.05.2022
Dozentin: Sarah Laukötter

Der rassistische Anschlag in Hanau im Februar 2019, bei dem neun Menschen mit Zuwanderungsgeschichte getötet wurden, hat das Denken über rassistische Strukturen in Deutschland verändert. Aktivist*innen und Journalist*innen wie Alice Hasters und Stephan Anpalagan machen darauf aufmerksam, welchen Diskriminierungen People of Colour hierzulande ausgesetzt sind. Das vielleicht bedeutendste Buch zum Thema stammt von Tupoka Ogette und heißt "Exit Racism". Sie zeigt auf, dass Rassismus eine Denkstruktur ist, die auch aufgeklärte und progressive Menschen tief verinnerlicht haben und ruft Leser*innen dazu auf, sich zu hinterfragen, um rassistisches Denken zu verlernen und sich von gesellschaftlich tief sitzenden Gewohnheiten zu verabschieden. In diesem Kurs wollen wir ihr Buch gemeinsam lesen und dabei, wie es im Untertitel heißt, "rassismuskritisch denken lernen" - in einem geschützten Raum, der Raum lässt für Fragen und Unsicherheiten.

Anmeldung möglich vhs.wissen live: Femizide - Warum Männer Frauen töten (D12650)

Do. 25.11.2021 19:30 - 21:00 Uhr
Dozentin: Margherita Bettoni

Jeden Tag versucht in Deutschland ein Mann, seine Frau umzubringen. Alle 3 Tage wird eine Frau von ihrem Partner oder Ex-Partner getötet. Hinzu kommen die Morde an Frauen durch ihnen unbekannte Täter.
Diese Verbrechen sind keine Ehrenmorde oder Beziehungstaten, sondern Femizide: Morde, die an Frauen verübt werden, weil sie Frauen sind.
Laura Backes und Margherita Bettoni zeigt in dem Vortrag, dass die Tötung von Frauen aufgrund ihres Geschlechts auch bei uns ein ernsthaftes gesamtgesellschaftliches Problem ist. Als Familientragödien verharmlost, bleiben viele Frauenmorde verborgen und verdecken die patriarchalen Macht- und Gewaltmuster, die sich tief durch unsere Gesellschaft ziehen.

Margherita Bettoni ist Investigativjournalistin mit den Schwerpunkten Organisierte Kriminalität und sexualisierte Gewalt. Sie ist Co-Autorin der Bücher »Die Mafia in Deutschland. Kronzeugin Maria G. packt aus« (Econ, 2017) und »Corona: Geschichte eines angekündigten Sterbens« (dtv, 2020). Für ihre Recherchen hat sie den Marlies-Hesse-Nachwuchspreis, den Migration Media Award und den Grimme Online Award gewonnen.

Plätze frei Ich bin! Von der Kraft und Energie der Sprache (D23035)

Do. 03.03.2022 18:00 - 20:15 Uhr
Dozentin: Sabine Plaumann-Wulfert

Im Verlauf dieser Veranstaltung am Welttag des Buches werden die preisgekrönten Arbeiten von vier Autorinnen vorgestellt. Ihre Themen sind unter anderem die gegenseitige Bedingtheit zwischen Herkunft, Heimat und Zugehörigkeit, das Verfangensein darin, Stereotypen untergeordnet zu werden oder auch schlicht der persönliche Alltag in all seinen Facetten.
Alle Autorinnen beeindrucken ganz besonders durch ihre Wahl im Umgang mit Sprache und haben eine neue individuelle Form der Erzählkunst für sich gefunden und weiterentwickelt, welche sich in Form und Inhalt durch Intensität auszeichnet und in ihrer Aussagekraft berührt. Es handelt sich um Sharon Dodua Otoo, Hemley Boum, Bernardine Evaristo und Brit Bennett.
Nutzen Sie die Chance diese Energien auch für sich zu entdecken und sich auf Wunsch miteinander und der Referentin auszutauschen! Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.