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Erlebniswochen
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Programm / Programm / Kultur / Kultur um halb vier
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Anmeldung möglich Gabriele Münter (D20099)

Mi. 22.09.2021 15:30 - 17:00 Uhr
Dozent: Dr. Frank Duwe

Gabriele Münter war eine bedeutende Künstlerpersönlichkeit des deutschen Expressionismus in dessen süddeutscher Ausprägung - der des "Blauen Reiter", dessen Rotationszentrum Münters Haus in Murnau war. Die Öffentlichkeit kennt Gabriele Münter meist nur als Schülerin und Lebensgefährtin Wassily Kandinskys. Dass sie darüber hinaus auch eine respektable Künstlerin mit ganz eigenständigen Beiträgen zur damaligen Avantgarde war, wird vielfach vergessen. Geleitet durch reduktionistische Ideen, ein tiefes Verständnis für Farbe, fasziniert vom Japonismus und der Einfachheit bäuerlichen Lebens gelang es ihr, einen beachtenswerten eigenen Stil im Dialog mit den Strömungen des "Blauen Reiter" zu entwickeln. Münter gehört zu den wenigen frühen Frauen der Moderne, die in ihrer Offenheit und Experimentierfreudigkeit als Malerin, Fotografin und Grafikerin einen wichtigen Platz in der Kunst der klassischen Moderne einnimmt.

Anmeldung möglich Die Deutsche Nordseeküste zwischen Elbe und Dänemark (D20101)

Mi. 06.10.2021 15:30 - 17:00 Uhr
Dozent: Dr. Wilhelm Döhrmann

Der Westen Schleswig-Holsteins mit den Kreisen Dithmarschen und Nordfriesland ist durch Meer und Eis geprägt. Sturmfluten haben die Küste dauernd verändert. Föhr und Sylt sind z.B. erst seit 400 Jahren Inseln. Durch Landgewinnungsmaßnahmen hat der Mensch Teile des Festlandes wieder zurückgewonnen und durch Deiche gesichert. Die Reise startet in Dithmarschen. Hier werden jährlich 80 Millionen Kohlköpfe geerntet. Bedeutendes Ferienziel an der Küste ist Büsum, früher Zentrum der Krabbenfischerei, heute beliebter Badeort.
Über St. Peter Ording und Friedrichstadt geht es nach Husum, Geburtsort von Theodor Storm, und dann weiter in den Norden von Nordfriesland. Dort sind Entstehung, Entwicklung und Wandel der Küste thematischer Schwerpunkt. Dabei stehen neben Wattwanderungen von Hallig zu Hallig auch Besuche der Inseln und des Nolde-Museums im Mittelpunkt. Den Abschluss bildet ein Ausflug nach Helgoland.

Plätze frei Wildes Namibia - Wüsten, Himbas, wilde Tiere (D20102)

Mi. 27.10.2021 15:30 - 17:00 Uhr
Dozent: Karl-Wilhelm Specht

Zwischen Fish River Canyon und der Bucht von Lüderitz am Atlantik dehnt sich eine einsame, nahezu unbewohnte Steinwüste im Süden Namibias, die den Auftakt zu einer Reise durch das südwestafrikanische Land bildet. Die wilhelminischen Bauwerke in Lüderitz und die Ruinen der Geisterstadt Kolmannskuppe stehen in einem eigenartigen Kontrast am Rande des Diamantensperrgebietes. Eine der Hauptattraktionen des Landes ist das Wüstental von Sossusvlei mit den höchsten Wanderdünen der Erde. Besucht werden auch die Schluchten des Naukluft-Gebirges und die berühmten Welwitschia-Pflanzen, das von der deutschen Kolonialzeit geprägte Städtchen Swakopmund und die Robbenkolonie am Kreuzkap, die Felsformationen an der Spitzkoppe und die Fingerklippe, die Felszeichnungen von Twyfelfontein und die vulkanische Wildnis des "verbrannten Berges". Zu den Höhepunkten der Bilderreise gehören ein Besuch der Himbas im Kaokoveld, eines der letzten nomadisch lebenden Naturvölker Afrikas, und Safarifahrten im Etosha-Nationalpark mit eindrucksvollen Beobachtungen der afrikanischen Großtierwelt.

Anmeldung möglich Shanghai - Megalopolis des 21. Jahrhunderts (D20103)

Mi. 03.11.2021 15:30 - 17:00 Uhr
Dozent: Dr. Stefan Roggenbuck

Die beschleunigte Urbanisierung hat Chinas Tor zur Welt 27 Millionen Einwohner beschert - dreimal so viele wie in New York City! In keiner anderen Stadt ist der Fortschrittsglaube so präsent wie in Shanghai. Westliche Besucher*innen kommen aus dem Staunen nicht heraus: Hier gibt es einige der höchsten Gebäude, das längste U-Bahnsystem, die schnellsten Züge und den größten Hafen der Welt. Elektromobilität ist weit verbreitet, digitales Bezahlen selbst bei Straßenhändlern Alltag. Shanghai wird zu einer Megalopolis, indem es mit Hangzhou und Nanjing auf über 100 Millionen Einwohner zusammenwächst. Doch der Fortschritt hat auch einen hohen Preis, wie er v.a. in Umweltproblemen und dem Verlust der Tradition zum Ausdruck kommt. Dabei ist die Entwicklung hin zu Megacities ein weltweites Phänomen. Wie werden die Menschen dort in Zukunft leben? Kann das quantitative Wachstum durch eine qualitativ soziale und ökologische Komponente ergänzt werden? Spielt Shanghai dabei eine Vorreiterrolle? Für die Menschen in der Volksrepublik jedenfalls ist der Glaube an den "großen Sprung nach vorn" (Mao) weiterhin unerschütterlich.

Plätze frei Die Transsibirische Eisenbahn nach Peking (D20104)

Mi. 17.11.2021 15:30 - 17:00 Uhr
Dozent: Michael Moll

Mal eben mit dem Zug in die chinesische Hauptstadt? Benötigt werden neben dem Fahrschein lediglich Visa, ein Reisepass und Kleidung für neun Tage. So lange dauert nämlich die Fahrt vom Ruhrgebiet nach Peking. Umgestiegen wird nur ein einziges Mal in Moskau. Von dort aus fährt die Transsibirische Eisenbahn an russischen Metropolen vorbei, durchquert die sibirische Taiga und lässt uns einen Blick auf den Baikalsee werden. Reisebuchautor Michael Moll aus Essen nimmt Sie mit auf eine Reise in das Reich der Mitte, präsentiert ihnen Bilder und Anekdoten sowohl aus der Transsib als auch aus Peking und zeigt Ihnen auf dem Rückweg zudem noch die Mongolei.
Nach Abfahrt in Dortmund werden nachts Deutschland und Polen durchquert. Am östlichen Ende der EU werden die Fahrgestelle der Waggons in mühsamer Arbeit gewechselt, dann geht es durch Weißrussland bis nach Moskau. Nach einer kurzen Stadtbesichtigung steigen wir abends in die Transsibirische Eisenbahn. Gemütlich rumpelt der Zug gen Osten und wir passieren im Uralgebirge die Grenze zu Asien. Mit einer tollen Selbstversorgung auf den sibirischen Bahnhöfen lernen wir die Weite Russlands kennen, passieren den Baikalsee und haben schließlich 12 Stunden Aufenthalt am Grenzübergang zu China. Nach den interessanten Besichtigungen in und um Peking reisen wir zurück und sind begeistert von der Weite der Mongolei.

Anmeldung möglich Rotterdam - Zentrum von Kunst und Architektur (D20108)

Mi. 09.02.2022 15:30 - 17:00 Uhr
Dozent: Dr. Frank Duwe

Rotterdam ist mit rund 650.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt der Niederlande und mit dem größten Seehafen einer der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte Europas. Gleichzeitig zählt Rotterdam zu den bedeutendsten Kulturstandorten des Landes sowie zu den europäischen Großstädten, die die nachhaltigste Tradition im Verständnis moderner Baukultur haben, die immerhin bis in die ersten Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts zurückreicht. Gegründet wurde die Stadt bereits 1230 als schnell aufstrebende Hafenstadt an einem Damm über den Fluss Rotte (heute nicht mehr wahrnehmbar). Während des Unabhängigkeitskrieges war der Hafen einer der wenigen mit freiem Zugang zum Meer. Auf die unaufhaltsame Expansion bis ins 20. Jahrhundert folgte mit der kriegsbedingten Zerstörung 1940 ein Rückschlag, den die Stadt ökonomisch als auch architektonisch und stadtplanerisch meistern musste. Heute ist der Hafen bedeutender und moderner denn je, und die städtebauliche Entwicklung hat seit den 1980er Jahren unter dem Einfluss renommierter Architekten (Rem Koolhaas u. a.) in Fachkreisen beispielhaften Vorbildcharakter erlangt. Rotterdam ist heute eine einzigartige urbane "Erlebniswelt" für Kunst und Kultur.

Plätze frei Griechenland von Kreta zum Olymp (D20109)

Mi. 23.02.2022 15:30 - 17:00 Uhr
Dozent: Dr. Wilhelm Döhrmann

Den Staat Griechenland gibt es erst seit 1830 und in den heutigen Grenzen erst seit 1947. 81% der Fläche sind Festland, der Rest besteht aus über 3000 Inseln, von denen nur 169 bewohnt sind. Dreiviertel des Festlandes sind gebirgig. Die Nutzung beschränkt sich daher auf schmale Küstenebenen sowie kleine Becken. Diese Kleinkammerung ist auch ein Grund dafür, dass sich nie ein großes Staatsgebilde entwickeln konnte. In der Antike gab es nur Stadtstaaten, wie z.B. Athen und Sparta, und danach war der Raum über 2000 Jahre unter fremder Herrschaft (römisches, byzantinisches, osmanisches Reich).
Auf Kreta bilden Landschaft, minoische Kultur und Wanderungen auf dem europäischen Fernwanderweg E 4 thematische Schwerpunkte. Nach einem historischen Rückblick beginnt die weitere Reise in Athen. Auf der Peloponnes wird dann neben den bekannten Orten wie Mykene, Epidauros und Olympia auch die Mani Halbinsel im Süden aufgesucht. Auf dem griechischen Festland geht es zunächst nach Delphi und dann in den Norden, u.a. Zagoria mit der Vikos-Schlucht und die Meteora-Klöster. Den Abschluss bildet die Besteigung des fast 3000 m hohen Olymps.

Plätze frei Vom Golden Gate ins Land der Canyons (D20110)

Mi. 09.03.2022 15:30 - 17:00 Uhr
Dozent: Karl-Wilhelm Specht

San Francisco, die attraktive Metropole an der Pazifikküste Kaliforniens, steht am Anfang dieser Bilderreise, die in Richtung Süden über zahlreiche Sehenswürdigkeiten bis nach San Diego führt. Dabei wird entlang des berühmten Highways 1 die Wirkungsstätte des Schriftstellers John Steinbeck, Monterey, ebenso besucht wie die Highlights in Los Angeles, z. B. Hollywood's "Walk of Fame", die Universal-Filmstadt und das anthropologische La Brea Tar Pits-Museum. Auf einer zweiten Route lernen wir die Wüsten-Schutzgebiete Joshua Tree National Park und Anza Borrego State Park kennen, bevor wir über die Glitzerwelt von Las Vegas zum atemberaubenden "Valley of Fire" weiterreisen. Der Zion National Park, der unwirklich schöne Bryce Canyon und die herrlichen Steinbögen der Arches leiten über zum Grand Canyon, der größten Schlucht der Erde. Neben den gewaltigen Landschaftspanoramen wird auch den Menschen bei ihrem Tun zugeschaut und der Pflanzen- und Tierwelt Aufmerksamkeit geschenkt.

Plätze frei Madeira: Ein subtropischer Garten Eden (D20111)

Mi. 23.03.2022 15:30 - 17:00 Uhr
Dozent: Dr. Stefan Roggenbuck

Die Blumeninsel verzaubert ihre Gäste seit langem. Die Hauptstadt Funchal gleicht einem gigantischen Amphitheater mit Blick auf den Atlantik. Ein Abenteuer ist die Fahrt durch die vielen Tunnel und in die höher gelegenen Stadtteile. Steilküsten und Felsmassive umrahmen die Inseldörfer, die Bilderbuchcharakter haben. Seilbahnen überwinden große Höhenunterschiede. Das ganzjährig milde Klima macht aus Parks und Gärten exotische Oasen mit üppiger Vegetation. Einzigartige Wanderwege gibt es entlang der alten Bewässerungskanäle (Levadas) in den Lorbeerwäldern - UNESCO Weltnaturerbe. Die zahlreichen Gottes- und Herrenhäuser bieten reichlich Kultur- und Kunstgeschichte mit Keramikfliesen (Azulejos), Manuelinik und maurischem Mudejarstil. Und nicht zuletzt sind es die Menschen, die mit ihrer typisch portugiesischen Herzlichkeit beeindrucken. Doch das Paradies hat auch Schönheitsfehler, wie schon der berühmte US-Schriftsteller John dos Passos feststellte, dessen Vorfahren von Madeira stammen.