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Programm / Programm / Kultur / Kunstexkursionen
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Plätze frei Kunstexkursion nach Münster "Rendezvous der Freunde" (D22010)

Fr. 29.10.2021 09:00 Uhr - 19:00 Uhr
Dozentin: Dr. Regina Bredenbach-Rämsch

Der französische Maler und Zeichner Gustave Moreau (1826 - 1898) wird als "Vater des Symbolismus" bezeichnet und als Vorbild der Surrealisten, die den Fin-de-siècle-Maler zu ihrem Propheten erkoren. Seine Werke weisen eine hohe Eigenständigkeit im Malstil aus und sind von "visionärer Eigenart" geprägt - als Künstlerpersönlichkeit ist er zu den ganz großen Impulsgebern des 19. Jahrhunderts zu zählen. Aus kunsthistorischer Sicht sind Moreaus Werke einzigartig, doch die Nachhaltigkeit seines künstlerischen Wesens bezeugen noch mehr seine Schüler*innen, von denen die Künstlergruppe der "Fauves" gegründet wurde, die als "Wilde" die Malerei mit Farbe revolutionierten und damit die Moderne des beginnenden 20. Jahrhunderts maßgeblich mitprägten.

Unter dem Titel "Rendezvous der Freunde - Camoin, Marquet, Manguin, Matisse" vereint nun das Kunstmuseum Pablo Picasso in Münster in einer großen Sonderausstellung rund 90 Gemälde, Zeichnungen und grafische Arbeiten der sogenannten "Moreau-Gruppe": Charles Camoin, Henri Manguin, Albert Marquet und Henri Matisse, allesamt Schüler und Künstlerfreunde Gustave Moreaus, der als wegweisender Lehrer an der Ècole des Beaux-Arts in Paris seine Schüler mit seinem einmaligen und innovativen Lehransatz ermutigte, ausgehend vom Studium der Alten Meister und der Natur eine individuelle Bildsprache zu entwickeln und einzig dem Gefühl zu folgen. "Man muss die Farbe denken" - so sein überlieferter Appell an seine nicht folgsam akademisch orientierten Nachwuchsmaler, sondern innovativen Künstlerpersönlichkeiten, die nach einer gemeinsamen fauvistischen Stilperiode in ihrer weiteren künstlerischen Entwicklung jeweils eigene Wege beschritten. In der Gegenüberstellung mit Werken ihres gemeinsamen Lehrers Gustave Moreaus spürt die Ausstellung den vielfältigen Verbindungen zwischen Lehrer und Schülern, ihren gegenseitigen Inspirationen und Gemeinsamkeiten aber auch der künstlerischen Individualität dieser berühmten Künstler auf ihrem Weg vom Symbolismus in die Moderne nach.

Rücktrittsbedingungen für Tagesfahrten:
Absagen sind bis spätestens 2 Wochen vor dem Veranstaltungstag möglich. Danach betragen die Stornokosten 100%. Stellt der/die Absagende selbst eine Ersatzperson, entfallen die Stornokosten.
Programmänderungen vorbehalten/Preis auf Anfrage!

Plätze frei Kunstexkursion nach Wuppertal ins Von-der-Heydt-Museum (D22011)

Fr. 03.12.2021 08:45 Uhr - 19:00 Uhr
Dozentin: Dr. Regina Bredenbach-Rämsch

Die Künstler*innengemeinschaften Brücke und Blauer Reiter stehen synonym für den deutschen Expressionismus. Sie revolutionierten in den Jahren 1905 bis 1914 die Kunst des frühen 20. Jahrhunderts und bereiteten in Deutschland den Weg in die Moderne, indem es ihren Künstler*innen gelang, die deutsche Kunst auf Augenhöhe mit der internationalen Avantgarde zu bringen. Diese Ikonen der Moderne genießen mithin den Ruf, der bedeutendste Beitrag der deutschen Kunst des 20. Jahrhunderts an die "Weltkunst" zu sein.
Mit ihrer Bildsprache und ihrer kritischen Einstellung gegenüber der traditionellen Malerei und der Akademie stehen die zentralen Künstler der 1905 in Dresden begründeten Brücke für Innovation, Aufbruch und Freiheit der Kunst. Im Gegensatz zum "Blauen Reiter" als von vorneherein geistig orientierten Bewegung verfügte die eher handwerkliche "Brücke" über keinen kunsttheoretischen Apparat. Ihre Mitglieder verbindet das gewandelte Lebensgefühl einer neuen Generation und die Entwicklung eines vitalen kollektiven Malstils in brachialer Abgrenzung von der atmosphärisch weichen Eindruckskunst des Impressionismus: Charakteristisch sind ein spontaner und flüssiger Farbduktus, breitflächig aufgetragen, sowie komplementäre Farbkontraste. Die Formen werden vereinfacht und die Fläche im Bildraum stark betont. Begeistert durch die Farbstürme der Fauves dienen leuchtend kräftige Farben als expressives Ausdrucksmittel der Gefühle. - Arbeiten die Brücke-Künstler gerne mit farblichen Dissonanzen, bevorzugen die Maler*innen des Blauen Reiters Farbharmonien: 1911 als Abspaltung der "Neue Künstlervereinigung München" um Wassily Kandinsky und Franz Marc entstanden, stellt ihr 1912 herausgegebener Almanach "Der Blaue Reiter" mit seinen Ideen zum Pluralismus der Avantgarde der modernen Kunst in Deutschland und Europa die wohl bedeutendste Programmschrift für die bildende Kunst des 20. Jhdts. dar. Ihr Spektrum reicht von figurativ-expressiven Darstellungen bis zur reinen Abstraktion, wobei Formen und Farben nicht mehr an die Gegenständlichkeit gebunden sind, sondern allein der künstlerischen Ausdruckskraft dienen wie Kandinsky meint: "Ein Bild muss klingen und von einem inneren Glühen durchtränkt sein."
Unter dem Titel "Brücke und Blauer Reiter" präsentiert nun das Von-der-Heydt-Museum in Wuppertal zusammen mit dem Buchheim Museum der Phantasie, Bernried am Starnberger See und den Kunstsammlungen Chemnitz erstmals die reichen eigenen Sammlungsbestände aller drei Museen zusammen mit nationalen und internationalen Leihwerken und wirft einen frischen Blick auf die Bedeutung und das Zusammenwirken dieser beiden avantgardistischen Speerspitzen der klassischen Moderne in Deutschland. Gezeigt werden Kunstwerke von Ernst Ludwig Kirchner, Karl Schmidt-Rottluff, Erich Heckel, Max Pechstein, Emil Nolde und Otto Müller für die Brücke sowie Wassily Kandinsky, Gabriele Münter, Franz Marc, August Macke, Alexej von Jawlensky, Marianne von Werefkin und Paul Klee für den Blauen Reiter.

Rücktrittsbedingungen:
Absagen sind bis spätestens 2 Wochen vor dem Veranstaltungstag möglich. Danach betragen die Stornokosten 100%. Stellt der/die Absagende selbst eine Ersatzperson, entfallen die Stornokosten.
Eine Ermäßigung der Kursgebühr ist nicht möglich.
Programmänderungen vorbehalten. Preis auf Anfrage.